CT Magazin - 4 smarte Mähbots mit KI-Kamera und Autokartierung Testsieger

4 smarte Mähbots mit KI-Kamera und Autokartierung im Test-Vergleich von CT Magazin

CT Magazin

19/2025 - CT Magazin

Was ist an den neuen Mährobotern wirklich neu?

Statt Begrenzungskabeln, GNSS-Antennen oder UWB-Masten orientieren sich aktuelle Modelle per Kamera und Lasersensorik. KI-gestützte Software soll Grenzen erkennen und den Rasen eigenständig kartieren. Die c’t-Redaktion hat das in einem Praxistest überprüft (Test: c’t, Berti Kolbow-Lehradt).

Wie schnell ist die Inbetriebnahme ohne Draht?

Station hinstellen, ans Netz stecken, Bot koppeln – fertig. Der aufwendige Kabelgraben entfällt, ebenso das Platzieren externer Funkmasten. App-Login ist Pflicht, der Betrieb klappt danach auch per Bluetooth oder (bei manchen) Mobilfunk. c’t bestätigt: Der Start ist deutlich schneller als bei Drahtsystemen.

Funktioniert Automapping schon ganz ohne Hilfe?

Teilweise. Alle vier getesteten Geräte erstellen Karten mit eigener Sensorik. Im c’t-Test erwies sich ein System mit drei Frontkameras als besonders treffsicher und schlug sogar Sperrzonen selbst vor. Andere Lösungen brauchten Starthilfe am Rand, waren firmware-abhängig launisch oder verirrten sich an kurvigen/überdeckten Begrenzungen. Ganz ohne menschliche Anschubhilfe klappt es also noch nicht immer (c’t-Test).

Mähen sie effizient oder nach Zufall?

Zwei Navigationsansätze prägten den Test: systematische Parallelbahnen mit Kartenspeicher versus Zufallsprinzip. Systematisch arbeitende Bots setzen die Fläche lückenarm um und wissen nach dem Laden, wo es weitergeht. Ein Zufalls-Modell mähte zwar ohne Karte „einfach los“, brauchte aber spürbar länger für ein gleichmäßiges Bild (Beobachtung der c’t-Redaktion).

Wie werden Teilflächen und Übergänge gelöst?

Automapping erkennt nur geschlossene Bereiche. Übergänge zu Nebenflächen erfordern weiterhin manuelle Hilfe: per App-Joystick und virtuellen Korridoren – oder, bei einem Kandidaten, sogar mit physischen Magnetstreifen und -platten am Boden. Letzteres schränkt die Platzwahl und die Praxistauglichkeit kleiner, dicht gestalteter Gärten ein (c’t-Test).

Wie sauber kommen die Geräte an Kanten klar?

Ohne Draht respektieren alle den Arbeitsbereich, doch der Feinschliff variiert. Einstellungen wie Randabstand oder „Randüberfahrt“ entscheiden zwischen sicherem Abstand und sauberer Kante. c’t sah Fälle, in denen ein zu aggressiver Kantenmodus im Beet endete; konservative Werkseinstellungen sind hier die sichere Basis.

Wie gut ist die Hinderniserkennung – auch beim Igelschutz?

Große Objekte umkurven alle zuverlässig. Bei kleinen, schwer erkennbaren Formen (Igel-Dummys) trennten sich die Systeme: Kamera-Laser-Kombinationen blieben im Test der c’t am zuverlässigsten – selbst bei Halbschatten und fleckigem Untergrund. Reine Kameralösungen patzten vereinzelt in schwierigen Lichtsituationen. Beim Einparken an der Basis fehlte allen der letzte Sicherheitspuffer: Platzierte Dummys vor der Station wurden überrollt (c’t).

Wie reif sind Apps und Bedienkonzepte?

Spannbreite von „einfach und robust“ bis „funktionsreich, aber fehleranfällig“. c’t vermerkte störanfällige Joystick-Fernsteuerungen, missverständliche App-Begriffe und Firmware-Schwankungen – neben sehr zugänglichen Oberflächen mit klarer Kartendarstellung, Sperrzonen-Vorschlägen und sinnvollen Komfortfunktionen. Ein Modell bot zusätzlich eine gute Gehäusebedienung mit Display.

Für wen lohnt die neue Generation?

Für alle, die den Kabelaufwand scheuen und zügig loslegen möchten. In einfachen, offenen Gärten funktionieren auch die schlankeren Konzepte gut. Wer verwinkelte Flächen, Übergänge oder viel Schatten hat, profitiert von den systematisch mähenden, kartengestützten Bots mit stabiler App – das zeigte der c’t-Praxistest. Und wer besonderen Wert auf Tiererkennung legt, sollte auf Systeme mit ergänzendem Lasersensor achten; die c’t-Redaktion sah hier die besten Treffer.

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