MountainBIKE - 12 Regenjacken für optimalen Wetterschutz Testsieger

12 Regenjacken für optimalen Wetterschutz im Test-Vergleich von MountainBIKE

MountainBIKE

10/2026 - MountainBIKE

Wie wasserdicht sind PFAS-freie MTB-Regenjacken wirklich?

Die Testreihe von Mountainbike untersucht zwölf aktuelle Regenjacken für Mountainbiker, deren Preise von rund 90 bis 699 Euro reichen. Im Mittelpunkt steht eine wichtige Veränderung bei moderner Outdoorbekleidung: Viele Hersteller verzichten inzwischen auf PFAS-haltige Membranen und Imprägnierungen. Ob die neuen Materialien trotzdem zuverlässig vor Regen schützen, prüfte die Redaktion unter kontrollierten Bedingungen. Nach dem Auswaschen der Imprägnierung musste jede Jacke zehn Minuten Dauerregen aus einer Beregnungsanlage überstehen. Zusätzlich wurden Atmungsaktivität und Feuchtigkeitstransport bei einer schweißtreibenden Belastung untersucht sowie Gewicht und Packmaß ermittelt. In die Gesamtwertung gingen Regenschutz mit 40 Prozent, Klima mit 25 Prozent, Gewicht und Packmaß mit 15 Prozent sowie Verarbeitung und Ausstattung mit jeweils zehn Prozent ein.

Welche MTB-Regenjacken halten dicht – und wo zeigen sich Schwächen?

Der Praxistest offenbart deutliche Unterschiede, obwohl alle Jacken grundsätzlich denselben Zweck erfüllen. Besonders stark präsentiert sich die Ortovox Sequence Gore-Tex Jkt M, die den Testsieg erhält und mit „überragend“ abschneidet: Im Test konnte kein Wasser durch Nähte, Reißverschlüsse oder Membran eindringen, gleichzeitig überzeugte die Gore-Tex-Membran mit gutem Klimakomfort. Auch 7Mesh Guardian Air, Arc’teryx Beta SL, Endura MT500 Advanced und Peak Performance Trail Hipe 3L Shell erreichen „sehr gut“, wobei Endura zusätzlich als Preis-Leistungs-Tipp ausgezeichnet wird. Dass ein niedriger Preis nicht zwangsläufig schlechten Nässeschutz bedeutet, zeigt dagegen die nur etwa 100 Euro teure Cube-Jacke: Sie hält im Test auf hohem Niveau dicht, muss bei Packmaß, Gewicht und Verarbeitung jedoch gegenüber teureren Modellen zurückstecken. Am anderen Ende fällt die Fox Defend Water trotz eines Preises von rund 260 Euro mit „schwach“ auf, weil Wasser unter anderem an mehreren Stellen durch das Material gelangte.

Warum entscheidet bei MTB-Regenjacken nicht allein der Regenschutz?

Die Ergebnisse machen deutlich, dass eine gute MTB-Regenjacke mehr leisten muss, als Wasser draußen zu halten. Beim schweißtreibenden Uphill soll Feuchtigkeit möglichst effizient nach außen gelangen, während geringes Gewicht und kleines Packmaß die Jacke unterwegs unauffällig im Rucksack verschwinden lassen. Gleichzeitig können Details wie Kapuzenverstellung, Belüftungsöffnungen, wassergeschützte Taschen und sauber abgedichtete Nähte im Alltag entscheidend sein. Interessant ist deshalb auch die enorme Preisspanne des Testfelds: Ein hoher Preis garantiert nicht automatisch die beste Leistung, während günstigere Modelle beim eigentlichen Regenschutz durchaus überraschen können. Die Testreihe zeigt damit vor allem, dass PFAS-freie MTB-Regenjacken sehr guten Wetterschutz bieten können – entscheidend sind jedoch die Qualität der gesamten Konstruktion und die Balance aus Dichtigkeit, Klima, Gewicht, Verarbeitung und Ausstattung.

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