Rennrad Radsportmagazin - 4 Gravel-Pedale Testsieger
4 Gravel-Pedale im Test-Vergleich von Rennrad Radsportmagazin
In diesem Vergleich wurden getestet:
10/2026 - Rennrad Radsportmagazin
Inhaltsverzeichnis
Gravel-Pedale: Sicherer Kontakt zwischen Fahrer und Rad
Das Pedal ist die direkte Verbindung zwischen Mensch und Fahrrad – und beim Gravelbike muss diese Verbindung auch auf ruppigem Untergrund, bei Schmutz und häufigem Ein- und Ausklicken zuverlässig funktionieren. RennRad vergleicht vier aktuelle Gravel-Klickpedal-Systeme von Shimano, Crankbrothers, Look und Leatt mit Preisen zwischen 134,95 und 339 Euro. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Bewegungsfreiheit, Auslösehärte, Aufstandsfläche, Gewicht und die Widerstandsfähigkeit gegen Schmutz.
SPD, Crankbrothers und unterschiedliche Konstruktionsprinzipien
Shimano, Look und Leatt setzen auf Zwei-Loch-Systeme mit klassischen Federmechanismen, während Crankbrothers mit gekreuzten Federbügeln einen Einstieg von vier Seiten ermöglicht. Unterschiede gibt es auch beim sogenannten Float, also dem Winkelbereich, in dem sich der Fuß bewegen kann, ohne auszulösen. Die getesteten Systeme bieten hier vier bis sechs Grad. Große Aufstandsflächen können zudem die Verbindung zwischen Schuh und Pedal stabilisieren und den Druck besser verteilen.
Gewicht, Preis und Einsatzbereich
Die Pedalgewichte reichen von 247 Gramm beim Look X-One-G GTI bis zu 346 Gramm beim Shimano XT PD-M 8100, jeweils ohne Cleats. Das Shimano-Modell überzeugt vor allem mit Robustheit und einem vergleichsweise günstigen Preis, Crankbrothers bietet einen unkomplizierten Einstieg und eine große Plattform. Look setzt konsequent auf geringes Gewicht und Race-Einsatz, während Leatt mit Titanachse und hochwertigen Materialien das teuerste System im Vergleich stellt. Damit zeigen die vier Konzepte, wie unterschiedlich Hersteller die Anforderungen an ein Gravel-Pedal lösen.