Motorrad - 10 Integralhelme der Mittelklasse zwischen 199 und 350 Euro Testsieger

10 Integralhelme der Mittelklasse zwischen 199 und 350 Euro im Test-Vergleich von Motorrad

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19/2026 - Motorrad

Wie gut schützen Mittelklasse-Motorradhelme zwischen 199 und 350 Euro?

Die Testreihe von MOTORRAD nimmt zehn Integralhelme der Mittelklasse unter die Lupe, darunter Modelle von Berik, Bogotto, Caberg, HJC, iXS, LS2, Nolan, Peroz, Scorpion und Shark. Entscheidend war dabei nicht nur der Eindruck auf der Straße: Von jedem Helm standen sechs Exemplare in unterschiedlichen Größen zur Verfügung. Neben ausführlichen Fahrversuchen mit Bewertungen von Passform, Tragekomfort, Handhabung, Akustik und Aerodynamik gehörten unter anderem ein Regentest, Geräuschmessungen im Windkanal, eine Klimaprüfung sowie eine aufwendige Schlagdämpfungsprüfung beim TÜV Rheinland zum Programm. Besonders interessant: MOTORRAD orientierte sich dabei bereits an der neuen Prüfnorm ECE-R 22.06, ging mit seinem eigenen HIC-1000-Verfahren bei der Schlagprüfung in wesentlichen Punkten aber noch darüber hinaus.

Welche Mittelklasse-Motorradhelme setzen sich im MOTORRAD-Test an die Spitze?

Das Testfeld liegt erstaunlich eng zusammen. Mit jeweils 85 von 100 Punkten erreichen der Scorpion EXO-1500 Air und der Shark Skwal i3 die Bewertung „sehr gut“. Der Scorpion punktet unter anderem mit sehr guter Passform, hohem Komfort, einfacher Bedienung und überzeugender Schlagdämpfung; beim Shark heben die Tester neben der guten Passform die unkomplizierte Bedienung und ebenfalls sehr gute Schlagdämpfungs- und Rotationswerte hervor. Caberg Drift Evo II und HJC i72 folgen mit jeweils 82 Punkten und „gut“, wobei der HJC zusätzlich als Kauftipp ausgezeichnet wird. Nolan N80-8 erreicht 79 Punkte, iXS Rapid 1.0 77 Punkte und LS2 Challenger II ebenfalls 77 Punkte. Dahinter folgen Bogotto Phantom Code-X mit 71 sowie Berik FF871 Mapuro und Peroz Tayi mit jeweils 65 Punkten. Auffällig ist dabei, dass selbst die beiden letztplatzierten Helme noch ein „befriedigend“ erreichen und kein Kandidat durch die Sicherheitsprüfung fällt.

Warum entscheidet beim Motorradhelm nicht allein die Schlagdämpfung?

Gerade diese Testreihe zeigt, wie vielschichtig die Beurteilung eines Helms ist. Bei der TÜV-Prüfung bleiben sämtliche gemessenen HIC-Werte deutlich unter dem von MOTORRAD gesetzten Grenzwert von 1000 – trotzdem unterscheiden sich die Helme im Alltag erheblich. Die Endwertung berücksichtigt deshalb Passform und Tragekomfort mit 20 Punkten, Aerodynamik mit zehn, Akustik mit zehn, Belüftung mit zehn, Handhabung und Ausstattung mit zehn, Gewicht mit fünf sowie Schlagdämpfung und Rotation mit 25 Punkten. Hinzu kommt eine abschließende subjektive Beurteilung durch die Redaktion. Damit liefert der Test eine wichtige Erkenntnis für die Kaufentscheidung: Ein Helm kann auf dem Prüfstand überzeugende Sicherheitswerte erzielen und trotzdem bei Geräuschentwicklung, Bedienung oder Komfort Schwächen besitzen. Umgekehrt sollte selbst ein sehr komfortables Modell vor dem Kauf unbedingt anprobiert werden – denn erst wenn Sicherheit, individuelle Passform und Alltagstauglichkeit zusammenpassen, funktioniert ein Motorradhelm als Gesamtpaket.

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