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5 Dual-SIM-Smartphones im Test

CT Magazin

15/2017 - CT Magazin

Der große Vorteil eines Dual-SIM-Smartphones ist die gleichzeitige Nutzung von zwei SIM-Karten und damit zwei Verträgen. Dies ermöglicht gerade Pendlern gute Möglichkeiten in Deutschland und im Ausland möglichst kostengünstig unterwegs zu sein. Auch für Menschen die ein Zweithandy für die Arbeit benötigen, wäre ein Dual-SIM-Version im Prinzip die bessere Alternative. Dennoch sind in Deutschland die Alternativen noch rar gesät. C`t hat 5 Kandidaten gefunden und diese dem Test unterzogen.

"Zwei SIM-Karten sind einfach praktischer als eine: Sie verbessern die Erreichbarkeit und helfen, Beruf und Freizeit zu trennen. Clevere Tarif-Kombinationen sparen auch im Inland Geld beim Telefonieren und Surfen. Smartphones mit zwei SIM-Slots gibt es in allen Preisklassen, von 50 bis über 600 Euro – doch bei der Umsetzung der Dual-SIM-Technik gibt es deutliche Unterschiede."

Alcatel One Touch Pixi 4 (4) 4034D schwarz

ohne Note

»Für 50 Euro ist das Alcatel Pixie 4 das mit Abstand günstigste Gerät im Vergleich. Kaum mehr als 100 Gramm wiegt der Winzling mit seinem 4-Zoll-Display. Das stabile Gehäuse und der ordentliche Lautsprecher hinterlassen einen guten Eindruck. Die restliche Ausstattung hingegen nicht. Der ohnehin sehr langsame Prozessor wird durch die mageren 512 MByte RAM weiter ausgebremst und die 4 GByte Flash-Speicher sind schon durch das Betriebssystem und vorinstallierte Apps vollständig belegt. Zwar lässt sich eine MicroSD-Karte nachrüsten und als interner Speicher formatieren, doch im Test verschwand die Karte immer wieder aus dem System und mit ihr die Daten. Um sie zurückzuholen, musste das Gerät abgeschaltet und die Karte neu eingesetzt werden. Die SIM-Karten müssen sich zumindest keinen Slot mit der Speicherkarte teilen. Das Display nervt mit seinem kontrastarmen TN-Panel und großer Blickwinkelabhängigkeit. Die minimale Helligkeit blendet abends, tagsüber ist die Beleuchtung oft schon zu schwach. Die rückwärtige Kamera mit festem Fokus macht eher Ölgemälde als Fotos, das aber mit kräftigen Farben. Überflüssige Spielerei ist der schwache Blitz der grottigen Frontkamera. Der letzte Sicherheitspatch für das veraltete Android 6.0 ist ein Jahr her. Insgesamt funktioniert das Pixie zwar, für alltagstaugliche Hardware und aktuelles Android muss man aber hundert Euro mehr investieren.«

  • klein und kompakt
  • sehr langsam
  • schlechtes Display

ab 68,51

3 Angebote

BQ Aquaris X Pro 64 GB schwarz

ohne Note

»Das Aquaris X Pro ist erkennbar das Flaggschiff von bq: Mit seiner leicht abgerundeten Glasrückseite und dem Metallrahmen sieht das Smartphone edel aus. Es ist gegen Regen gewappnet (IP 52), unterstützt bereits die Ortung über Galileo und wahlweise gibt es üppige 64 oder 128 GByte internen Speicher – die zudem mit einer MicroSDXC-Karte ergänzt werden können. Die Speicherkarte passt jedoch nur anstelle der zweiten SIM hinein. Der Achtkern-Prozessor ist flott genug, kann sich aber nicht entscheidend von den SoCs in günstigeren Mittelklasse-Modellen absetzen und hinkt etwa dem Chip im OnePlus klar hinterher. Überdurchschnittlich lange Akkulaufzeiten sorgen dafür, dass man bequem über den Tag kommt. Über den USB-C-Port ist das X Pro schnell geladen, Daten fließen aber nur mit USB-2.0-Geschwindigkeit. Das Full-HD-Display bleibt dank einer Helligkeit von über 600 cd/m2 auch im prallen Sonnenlicht noch gut ablesbar. Erfreulich sind die Fotoqualitäten: Der 12-Megapixel-Sensor überzeugt mit scharfen wie detailreichen Bildern und holt bei schwachem Licht noch viel aus dem Motiv heraus. Lediglich eine stärkere Neigung zum Rauschen fällt im direkten Vergleich zu den Top-Kameras auf. Spielerei ist der Blitz für die Selfie-Kamera. Mit Android 7.1.1 und aktuellem Patchlevel zeigt bq der Konkurrenz, dass es möglich ist, Android auf dem neuesten Stand zu halten. Dafür verzichtet man auf optische Anpassungen und Softwarezugaben.«

  • umfangreiche Ausstattung
  • lange Laufzeiten
  • Grafikchip etwas lahm

472,95

1 Angebot

Huawei Mate 9 grau

ohne Note

»Wer besonders große Smartphones mag, der wird beim Huawei Mate 9 fündig. Mit knapp 6 Zoll Diagonale übertrumpft das helle und kontrastreiche Full-HD-Display die meisten Konkurrenten. Mit schmalen Rändern drumherum reduziert Huawei zwar den Platzbedarf, doch das Mate 9 bleibt mit 190 Gramm ein ziemlicher Brocken. Drin steckt hervorragende Technik: Das Mate 9 hält bei der Performance mit High-End-Konkurrenten wie dem Galaxy S7 locker mit und lässt sich nur bei Spielen minimal abhängen. Die Laufzeiten sind ausgezeichnet, die fast 20 Stunden im WLAN-Test sind der beste jemals von uns gemessene Wert. Der Fingerabdruckscanner reagiert extrem schnell und dank Doppellautsprecher für Höhen und Bässe produziert das Mate 9 einen angenehmen Klang. Die Doppel-Kamera auf der Rückseite kombiniert 20 MP Schwarzweiß-Aufnahmen mit Farbaufnahmen des 12-MP-Sensors zu hervorragenden Fotos. Zu den besten Kameras fehlen lediglich wegen der etwas schwächeren Lichtausbeute Nuancen. Der Doppel-Sensor ermöglicht dafür ein brauchbares Bokeh und einen guten 2x-Zoom. Die üppigen 64 GByte interner Speicher können mit einer MicroSDXC-Karte ergänzt werden, die jedoch den Platz für die zweite SIM kostet. Huawei verändert das installierte Android 7.0 deutlich, ergänzt es aber um einige interessante Funktionen wie eine Klon-Funktion für Apps und erweiterte Dual-SIM-Optionen. Das Patchlevel hinkt allerdings etwas hinterher.«

  • hervorragende Ausstattung
  • nützliche Softwarebeigaben
  • groß und schwer

ab 269,90

3 Angebote

Lenovo Motorola Moto G5 16GB gold

ohne Note

»In der Klasse unter 200 Euro ist das Moto G nahezu konkurrenzlos, für die umfangreiche Ausstattung unter anderem mit Full-HD-Display, Fingerabdruckscanner und LTE muss man in der Regel deutlich tiefer in die Tasche greifen. Ein Metalleinsatz im Akkudeckel sorgt für mehr Stabilität und einen edleren Auftritt im Vergleich zum Vorgänger Moto G4. Dank des großen wechselbaren Akkus schafft das G5 ordentliche Laufzeiten – über 14 Stunden beim Surfen über WLAN sind hervorragend. Der interne Speicher fasst nur durchschnittliche 16 GByte, mehr gibt es auch für Geld und gute Worte nicht. Er lässt sich mit einer MicroSDXC-Karte erweitern, die als zusätzlicher interner Speicher eingebunden werden kann. Für 40 Euro Aufpreis gibt es mehr Arbeitsspeicher – die 2 GByte RAM der Standardversion reichen aber für die meisten Ansprüche aus. Das gilt auch für die CPU, die in den Benchmarks keine Bäume ausreißt, ansonsten aber Apps ohne Ruckler auf den Schirm bringt. Der Bildschirm strahlt hell genug für den Einsatz im Freien; bei direktem Sonnenlicht ist das Display aber schwer abzulesen. Während der Kontrast sehr gut ist, enttäuschen die etwas zu blassen Farben. Auch die Kamera punktet nur zum Teil: Bei genügend Licht sind Schnappschüsse ansehnlich, sie werden aber bei schwacher Beleuchtung unscharf. Wer bessere Fotos, mehr Speicher und eine schnellere CPU möchte, kann zum rund 90 Euro teureren Moto G5 Plus greifen.«

  • Preis/Leistungsverhältnis
  • lange Laufzeiten
  • mittelmäßige Kamera

274,51

1 Angebot

OnePlus 3T

ohne Note

»Das 3T von OnePlus ist der Schnäppchentipp im High-End-Bereich, wenn man nicht zu China-Importen greifen und deren Nachteile in Kauf nehmen will. Da der Nachfolger gerade gestartet ist (Test siehe S. 42), wird das 3T nur noch kurzzeitig neu bei einigen Händlern erhältlich sein. Doch selbst gebraucht ist es keine schlechte Wahl. Für 440 Euro bietet das 3T enorm viel Leistung: Beim Benchmark mit einem CPU-Kern rechnet es etwa doppelt so schnell wie das bq Aquaris X Pro, 3D-Grafik berechnet er fünfmal flotter. Dabei wird das schicke Metallgehäuse allerdings spürbar warm und der Chip drosselt nach kurzer Zeit den Takt. Im Alltag fällt das allerdings nicht weiter auf. Mit seinem fest verbauten Akku hält das Gerät lange durch, bis zu 14 Stunden Videogucken sind drin. Mit der proprietären Schnelladetechnik Dash ist es schnell wieder voll geladen. MicroSD-Karten lassen sich nicht reinstecken, die 64 GByte interner Speicher müssen reichen. Das AMOLED-Display überzeugt mit kräftigen Farben und guter Schärfe. Im direkten Sonnenlicht wäre etwas mehr Helligkeit wünschenswert. Die 12-Megapixel-Kamera auf der Rückseite schießt sehr gute Fotos, kommt aber an die Spitzenmodelle nicht ganz heran. So vertut sich der Autofokus häufiger mal und Feinheiten werden eher geschluckt. Bequem ist der Schiebeschalter an der Seite, mit dem sich das Gerät einfach stummschalten lässt. Das 3T punktet mit der neusten Android-Version und aktuellem Patchlevel.«

  • schnell und günstig
  • aktuelles Android
  • keine Speichererweiterung