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Die 10 besten Tipps zur Sicherheit daheim

Im Jahr 2014 wurden in Deutschland etwa 150.000 Einbrüche von den Behörden registriert. Das sind fast 30 Prozent mehr als im Jahr 2013. Etwa alle 3,5 Minuten wird in ein Haus oder eine Wohnung eingebrochen. Gefasst werden aber nur die wenigsten Einbrecher. Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbruchdiebstahl liegt bei gerade einmal 15 Prozent. Der Grund für diese geringe Quote ist Experten zufolge in den Einsparungen der Bundesländer zu suchen.

Neben dem Sachverlust und -schaden, lastet auf Einbruchsopfer oft auch ein starker psychischer Druck. Schließlich sind fremde Personen in die eigenen vier Wände eingedrungen, die auf der Suche nach Wertsachen ein Chaos hinterlassen und einen Einblick in die Privatsphäre erlangt haben. Vasen gehen zu Bruch, Schränke werden zerwühlt, Bilder von der Wand gerissen - und alles nur um mögliche Verstecke für Geld, Schmuck oder andere Wertsachen zu finden.

Natürlich ist ein 100 prozentiger Schutz vor einem Einbrauch nicht möglich aber die Wahrscheinlichkeit, dass jemand unbefugt in das eigene Zuhause eindringt, lässt sich mit speziellen Maßnahmen erheblich minimieren.

Die zehn besten Schutzvorkehrungen und Überwachungsmöglichkeiten möchten wir Ihnen im Folgenden vorstellen.

Überwachungskamera Inhalt:

  1. Eine solide Grundsicherung
  2. Verschließen Sie alle Fenster
  3. Schließen Sie alle Türen ab
  4. Eine intelligent vernetzte Haussteuerung

  5. Zeitschaltuhren

  6. LED-Leuchten mit Bewegungsmelder

  7. TV-Simulatoren zur Einbrecher-Abschreckung

  8. Der Lagerservice der deutschen Post

  9. Machen Sie Ihre Urlaubsplanung nicht öffentlich

  10. Weihen Sie vertrauenswürdige Personen in Ihren Urlaub ein


Eine solide Grundsicherung

Schützen Sie sich mit einer soliden Grundsicherung vor einem Einbruch. So wird es dem Einbrecher erheblich erschwert in Ihr Zuhause zu gelangen. Je aufwändiger diese Sicherung ist, desto länger dauert es sie zu überwinden. Länger als fünf Minuten versuchen die wenigsten Einbrecher an ihrem Vorhaben festzuhalten. Vor allem Gelegenheitstäter geben recht schnell auf, da Sie oft nur einfache Hebelwerkzeuge verwenden.

Zertifizierte Einbruch-hemmende Eingangstüren und Fenster sorgen dafür, dass Einbrecher es äußerst schwer haben in Ihr privates Reich einzudringen. Sie erkennen die Zertifizierung an bestimmten Siegeln, wie etwa dem VdS-Siegel.

Wer eine herkömmliche Tür nachrüsten möchte, der greift am besten zu einem Querriegel-Schloss oder massiven Schubriegeln und sorgt für aufbohrsichere Schließzylinder. Bei Fenstergriffen ist es ein Vorteil, wenn diese abschließbar sind.

Weiterhin bieten massive Rollläden einen effektiven Schutz vor einem Einbruch durch die Fenster. Auch hier gibt es Zertifizierungen, die auf einen erhöhten Schutz hinweisen. Optimal sind Gitter vor den Fenstern, da diese ohne schweres Gerät kaum zu überwinden sind.

Denken Sie auch an eine gut mechanische Sicherung der Balkontür, des Kellerschachts und aller anderen Stellen, an denen ein Einbrecher in Ihr Zuhause gelangen könnte.

Verschließen Sie alle Fenster

Für Einbrecher ist ein gekipptes Fenster zumeist kein ernsthaftes Hindernis. Stellen Sie also sicher, dass Sie Ihre Fenster immer fest schließen, bevor Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus verlassen – auch wenn Sie nur kurz einkaufen gehen. Das verringert nicht nur die Gefahr, dass bei Ihnen eingebrochen wird, sondern spielt auch in Bezug auf eine mögliche Versicherungs-Entschädigung eine wichtige Rolle.

Als Versicherter haben Sie bei einem Einbruch kaum eine Chance volle Ansprüche bei der Versicherung gelten zu machen, wenn Sie vor Verlassen Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses die Fenster nicht vollständig geschlossen haben.

Schließen Sie alle Türen ab

Es ist zumeist recht einfach in Wohnungen oder Häuser einzudringen, bei denen die Tür nicht abgeschlossen, sondern lediglich zugezogen wurde. Ein geübter Einbrecher benötigt nur wenige Sekunden, um eine unverschlossene Tür fast lautlos zu öffnen. Denken Sie also immer daran alle Türen vor verlassen Ihrer Wohnung abzuschließen und das gilt bei einem Mehrfamilienhaus auch für die Eingangstür. Dabei sollten Sie den Schlüssel immer zwei mal umdrehen.

Auch hier müssen Sie zumindest mit einer Kürzung der Versicherungssumme rechnen, wenn die Tür nicht vollständig verschlossen wurde.

Eine intelligent vernetzte Haussteuerung

intelligent vernetzte Haussteuerung Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Smart-Home-Systemen, die neben den üblichen Komfortfunktionen auch verschiedene Möglichkeiten der Einbruchprävention und Fernüberwachung bieten. Die aus der Ferne per App steuerbaren Systeme sind ab etwa 150 EUR zu haben und bieten in der Standard-Ausführung zumeist Bewegungssensoren, Türsensoren, eine Alarmfunktion und eine Steuerzentrale. Erweiterungen, wie etwa Kameras, automatische Türschlösser und eine Rollladensteuerungen sind je nach System möglich.

Zwar gibt es die meisten Module auch als Einzelkomponenten aber durch die Verknüpfung mit einem zentralem System erlangt man viele Vorteile, wie etwa den Komfort einer zentralen Benutzeroberfläche und Befehlssteuerung. Des Weiteren lassen sich bestimmte Ereignisse mit der Aktivierung einer Smart-Home-Komponente verbinden. Schalten Sie etwa die Außenbeleuchtung ein, wenn der Bewegungssensor im Außenbereich aktiviert wurde oder lassen Sie einen Alarm ertönen, wenn jemand in Ihr Haus eindringt.

Eine Smart-Home-Überwachung lässt sich sogar mit einem privaten Sicherheitsdienst verknüpfen, der bei einem möglichen Einbruch bei Ihnen zuhause nach den Rechten schaut. Es versteht sich von selbst, dass ein solcher Service Extrakosten verursacht.

Die Achilles Sehne des Smart-Home-Systems ist seine Sicherheit. Die Sicherheitsfirma AV-TEST hat vergangenes Jahr festgestellt das vier von sieben Smart-Home-Systemen sich von außen manipulieren lassen. Zwar dürfte ein Gelegenheitsdieb keinen Schaden anrichten können aber ein gewiefter, technisch versierter Profi hätte durchaus die Möglichkeit Schwachstellen, wie etwa eine unverschlüsselte Kommunikation des Systems zu nutzen und das Überwachungssystem auszuschalten. Schauen Sie sich vor einem Kauf oder der Anmietung einer solchen Lösung also am besten aktuelle Testberichte an, in denen die Sicherheit des jeweiligen Systems unter die Lupe genommen wurde.

Ein voll ausgestattetes Smart-Home-System kann ganz schön an den Geldbeutel gehen. Deshalb gibt es auch die Möglichkeit diese zu mieten anstatt zu kaufen. Allerdings hat man am Ende der zumeist zweijährigen Vertragslaufzeit oft mehr bezahlt als bei einem Kauf des selben Systems.

Zeitschaltuhren

Wenn Sie sich in den Urlaub begeben möchten, sind Zeitschaltuhren ein relativ günstiges Mittel, um Ihre Anwesenheit zu suggerieren. Einbrecher halten nach Häusern oder Wohnungen Ausschau, die leer stehen und eine abendliche Beleuchtung kann abschreckend wirken. Des Weiteren handelt es sich bei Zeitschaltuhren um eine sehr günstiges Hilfsmittel der Anwesenheits-Simulation.

Wenn möglich, schalten Sie durch die zeitgesteuerten Uhren nicht nur Licht an und und aus, sondern auch ein Radio. Es gibt auch Zeitschaltuhren die in der Lage sind Rollläden zu steuern, was als besonders sinnvoll zu erachten ist, da tagsüber verschlossene Rollläden das Interesse eines potentiellen Einbrechers wecken können.

LED-Leuchten mit Bewegungsmelder

Bewegungsmelder LED-Leuchten mit Bewegungsmelder sind vor allem an Zuwegen zu Ihrem Grundstück, im Garten und an der Eingangstür sinnvoll. Im besten Fall fühlt sich der Einbrecher ertappt, wenn er sich nicht mehr im Dunkeln befindet und macht einen Rückzieher.

TV-Simulator zur Einbrecher-Abschreckung

Bei einem TV-Simulator handelt es sich um ein kleines Gerät, welches mit farbigen Leuchtdioden das Flimmern eines TV-Bildschirms und damit auch Ihre Anwesenheit simuliert.

Die meisten Modelle besitzen eine Zeitautomatik, so dass man die Betriebszeit- und -länge mehr oder weniger individuell einstellen kann. Einige Simulatoren sind mit einem Dämmerungs-Sensor versehen und schalten sich automatisch ein, wenn es draußen dunkel wird.

Man sollte sich natürlich nicht alleine auf einen TV-Simulator verlassen, da dieser keinen Einbruch verhindern kann. Dennoch handelt es sich um ein nützliches Gadget, welches zumindest das Interesse vieler dunkler Gestalten in Ihre Räumlichkeiten einzudringen schmälern sollte. Des Weiteren handelt es sich um eine recht preiswerte Einbruchspräventation.

Der Lagerservice der deutschen Post

Der Lagerservice der deutschen Post sammelt die gesamte an Sie gerichtete Post bis zu einer maximalen Dauer von drei Monaten. Mit diesem Service verhindern Sie, dass Ihr Briefkasten sich von außen sichtbar füllt und damit signalisiert, dass Sie sich schon seit längerer Zeit nicht zuhause befinden.

Für die Nutzung dieses Services wird von der Post eine Auftragserteilung von zwei bis drei Wochen vor dem Urlaub empfohlenen aber auch kurzfristige Anträge bis fünf Tage vor Abreise sind möglich. Nach Ablauf des Urlaubs wird Ihnen die gesammelte Post zu einer vereinbarten Zeit zugestellt.

Machen Sie Ihre Urlaubsplanung nicht öffentlich

Eine Bekanntmachung Ihrer Urlaubspläne oder das Veröffentlichen aktueller Urlaubsfotos auf Seiten wie Facebook, Twitter und Instagram ist für Einbrecher geradezu eine Einladung. Insbesondere wenn Sie ein offenes Profil besitzen, besteht die Gefahr, das dunkle Gestalten Ihre offensichtliche Abwesenheit zum Anlass nehmen, bei Ihnen vorbeizuschauen.

Weiterhin ist es sinnvoll Ihre Abwesenheit nicht auf dem Anrufbeantworter preiszugeben. Es ist durchaus nicht unüblich, dass Kriminelle vor einem Einbruchversuch einen Testanruf tätigen.

Weihen Sie vertrauenswürdige Personen in Ihren Urlaub ein

Bitten Sie Bekannte oder vertrauenswürdige Nachbarn darum, in Ihrer Abwesenheit hin und wieder nach den Rechten zu schauen. Dies kann z.B. auch mit dem Leeren des Briefkastens, dem Gießen der Blumen und einer Stoßlüftung verbunden werden. Ebenso macht es Sinn die Rollläden oder Jalousien morgens öffnen und abends schließen zu lassen.

Wenn Sie einen Garten besitzen, bitten Sie Ihren Nachbarn diesen während Ihrer Abwesenheit zu mähen, damit Ihr Grundstück einen bewohnten Eindruck macht.

Fazit:

Zunächst sollten Sie für eine solide Grundsicherung sorgen, da diese immer noch das beste Mittel gegen einen Einbruch darstellt. Einbrecher nehmen zumeist den Weg des geringsten Widerstands und wenn Ihre mechanische Grundsicherung einen großen Widerstand darstellt, ist die Chance hoch, dass diese sich ein leichteres Ziel suchen.

Wenn Ihre finanziellen Möglichkeiten es erlauben, ist ein ordentliches Smart-Home-System eine gute Lösung, um für eine hohe Sicherheit zu sorgen. Durch die Erweiterbarkeit mit verschiedenen Modulen, die sich alle individuell steuern lassen, ergeben sich vielfältige Überwachungs- und Handlungsmöglichkeiten, falls es tatsächlich zu einem Einbruch kommt.

Wenn Sie mit wenig Geld viel bewirken möchten, greifen Sie am besten zu Zeitschaltuhren, damit Sie Ihre Anwesenheit mit Licht und Geräten wie etwa einem Radio simulieren können. TV-Simulatoren sind ebenfalls günstig und erfüllen einen ähnlichen Zweck.

Kostenlos hingegen ist es, sich einfache Verhaltensregeln anzueignen, wie etwa das vollständige Verschließen aller Eingangsbereiche und Fenster, das Stillschweigen über Ihre Urlaubsplanung auf Internet-Seiten und die Einweihung von Vertrauten über Ihre Urlaubspläne.

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