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Smart-Watches und Fitness-Tracker

Smartwatch

War die Auswahl an Smart Watches oder den sogenannten Fitness Trackern noch vor knapp einem Jahr eher überschaubar, hat der Kunde nun eine durchaus große Auswahl an verschiedenen Modellen sowie Herstellern. Dabei haben inzwischen alle großen Produzenten wie Samsung, LG oder auch Apple ihre Smart Watches am Markt, wobei das Unternehmen aus Cupertino seiner Firmenpolitik treu bleibt und mit Abstand das hochpreisigste Modell besitzt. Da die Produktgattung der Gadgets noch in den Kinderschuhen steckt, muss man derzeit noch damit leben, dass die Features noch nicht den Umfang entsprechen, den sich ein Nutzer wünscht. Auf der anderen Seite haben allerdings auch manche Hersteller bereits die zweite oder gar dritte Generation der Smart Watches konzipiert, sodass sie auch durchaus respektabel Modelle anbieten.

Fitness-Tracker oder lieber Smart-Watch?

Die Frage ob man sich lieber für die eine oder andere Variante der Gadgets entscheidet, ist schnell geklärt denn während man mit einem klassischen Fitness-Tracker lediglich Trainingsdaten u.ä. erfasst, können Smart-Watches in der Regel deutlich mehr Funktionalität bieten. Die Möglichkeit eine Smart Watch mit zahlreichen Apps versorgen zu können machen sie zu einem teils extrem flexiblem Gerät, das zusammen mit einem Smartphone zu einer echten Schaltzentrale wird. Zwar können auch einige Armbänder mit dem Smartphone kommunizieren und bieten Grundfunktionen wie Benachrichtigungen beim Eintreffen von Nachrichten an aber die Vielfalt an Features sind bei echten Smart Watches deutlich umfangreicher.

Polar Loop

Fitnesstracker

Möchte man lediglich Trainingserfolge messen, seinen Schlafrhythmus überwachen oder benötigt einen einfachen Kalorienzähler, so reicht ein Fitness-Tracker sicherlich aus. Das bedeutet aber nicht, dass ein derartiger Tracker günstig sein muss denn top Modelle können die 100 Euro Marke leicht knacken. Einige Tracker haben auch Smartphone Funktionen, die beispielsweise den Eingang einer Nachricht oder ähnliches signalisieren. Selbstverständlich steigt der Preis für einen Tracker auch mit der Funktionsvielfalt und eher einfache Vertreter besitzen keinen Pulsmesser und liegen bei rund 40 bis 50 Euro.

Auch das Einsatzgebiet der diversen Modelle ist auch aufgrund ihrer Ausstattung zu beachten denn während Sportler eher zu wasserdichten Trackern greifen, um auch im Wasser oder bei Regen ihrem Sport nachgehen zu können, bieten die preiswerten Geräte keinen Schutz gegen Wasser. Auch Features wie Bluetooth oder ein hochwertiges OLED Display lassen sich die Hersteller teuer bezahlen.

Ein guter Kompromiss zwischen Preis sowie Leistung ist z.B. das Polar Loop, das im Test mit guten Ergebnissen abschneiden konnte. Seine Stärken sind neben einem überaus fairen Preis auch die große Funktionsvielfalt sowie das wasserdichte Gehäuse, das einen Einsatz bei Wind und Wetter ermöglicht. Dass der Akku „nur“ fünf Tage hält, war ein Kritikpunkt.

Wer mehr Budget zur Verfügung hat, der sollte sich einmal den Vertreter Garmin Vivosmart ansehen denn die zahlreichen Features des Armbandes sowie die exzellenten Testergebnisse sprechen für den Tracker, der zwar ein größeres Display haben könnte aber dafür mit dem Smartphone arbeitet sowie eine sehr hohe Laufzeit bietet. Das günstigere Modell ebenfalls von Garmin konnte sich gleich drei Mal den Testsieg sichern und ist sicherlich eine hochwertige sowie gute Alternative wenn man nicht ganz so viele Funktionen benötigt.

Smart-Watches

Echte Smart Watches hingegen sind die richtige Wahl wenn man den Fokus auf das Zusammenspiel von Uhr sowie dem Smartphone legt und alle Vorteile dieser Verbindung auch nutzen möchte. Dabei machen die meisten Modelle erst Sinn wenn man diese in Verbindung mit einem Handy gute Arbeit, da telefonieren oder das Versenden von Nachrichten nur mit einer SIM Karte möglich ist, die die allerwenigsten Smart-Watches besitzen.

Allerdings ist der große Vorteil von Smart Watches die Möglichkeit eigene Apps auf dem Gerät laufen zu lassen, wobei die Gadgets in der Regel als „Verlängerung“ des Smartphones dienen. So kann der Nutzer ein Telefonat mit einer derartigen Uhr annehmen oder Nachrichten sowie Mails einsehen. Die Verbindung zwischen beiden Geräten erfolgt zumeist über eine Bluetooth-Verbindung oder NFC, sodass hierzu kein Kabel notwendig ist. Aber auch spezielle Betriebssysteme, die angepasst wurden laufen auf den Wearables, die noch in überschaubarer Anzahl am Markt erhältlich sind. Die Hersteller gehen dabei dazu über immer mehr Features zu installieren um somit die Geräte flexibler zu gestalten. Je nach Ausführung können die Gadgets auch Pulsmesser oder GPS Einheiten besitzen, um so auch als Fitnesstracker zu fungieren.

Samsung Galaxy Gear S

Allerdings sind die smarten Uhren in der Regel auch deutlich teurer als herkömmliche Armbänder, die dafür eine geringere Funktionalität haben. Die Preise beginnen bei knapp 100 Euro und sind nach oben scheinbar offen was man eindrucksvoll an der Apple Watch sehen kann. Dabei arbeiten die hochwertigen Modelle wie die LG G Watch R ebenso mit einem tollen OLED Display wie das auch die Gear von Samsung tut. Da hier die Bedienung auch über ein Touchscreen erfolgt, muss man den Kompromiss eines eher kleinen Displays eingehen, um nicht die Uhr am Handgelenk als störend wahrzunehmen. Auf der anderen Seite ist die Akkulaufzeit der Modelle aufgrund der zahlreichen Features sowie des Displays relativ gering, sodass sie durchschnittlich wenige Tage ohne Strom durchhalten.

Allerdings wird die Entwicklung zeigen, dass die Hersteller die Smart-Watches immer mehr mit den Smartphones in Einklang bringen werden, wobei hier die Nutzung scheinbar keine Grenzen kennt. Der Trend ist noch nicht ganz absehbar aber die Unternehmen haben erkannt, dass sich der Markt für die Wearables noch extrem entwickeln wird.