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12 aktuelle Pedelecs im Test

Stiftung Warentest

06/2018 - Stiftung Warentest

Vom Mobilitätsgefühl moderner Pedelecs, gerne auch als E-Bike bezeichnet lassen sich immer mehr Menschen hierzulande anstecken. Damit sind auch lange Etappen kein Problem, ebenso wenig wie kurvige Anstiege am Berg. Mit Motorunterstützung lassen sich selbst für unsportliche Menschen auch größere Touren problemlos bewältigen. Was die aktuelle Pedelec-Generation kann, verrät der Test von Stiftung Warentest.

"Die Stiftung Warentest hat sportliche Pedelecs getestet. Unter den zwölf E-Bikes im Test sind unter anderem Modelle der Anbieter Cube, Kalkhoff und Kettler. Mit Preisen von 2 000 bis 2 900 Euro sind die Pedelecs nicht gerade günstig – und unsere Testergebnisse zeigen, dass nicht alle Modelle ihr Geld wert sind: Die Noten der Tester reichen von gut bis mangelhaft. Eine ordentliche Auswahl haben Radler dennoch. Denn sechs Trekking-Pedelecs mit diamantförmigem Rahmen fahren insgesamt ein gutes Testurteil ein."

1
KTM MACINA Fun 9 (2018)

KTM MACINA Fun 9 (2018)

1,7 - gut

»Das KTM MACINA Fun 9 ist ein tolles Pedelec, beweist dies hier mit dem Testsieg. Es zeichnet sich durch eine sehr ausgeglichene Fahrweise aus, aber auch das Schaltverhalten ist erstklassig. Der Motor spricht gut an und sorgt für einen kraftvollen Antrieb. Der breite Lenker mit seinen ergonomischen Griffen ist ebenso positiv aufgefallen, zumal der Besitzer hier eine ganze Reihe an Anpassungsmöglichkeiten besitzt. Die Reichweite mit rund 73 Kilometern bei mittlerer Motorunterstützung ist ordentlich. Aufgrund eines maximalen Gesamtgewichts von 124 Kilogramm laut Hersteller KTM, ist das Rad mit Gepäck nur für leichte Besitzer geeignet.«

  • Fahren: 1,6 - gut
  • Antrieb: 2,0 - gut
  • Handhabung: 1,6 - gut
  • Sicherheit und Haltbarkeit: 1,8 - gut
  • Schadstoffe in Griffen und Sattel: 1,9 - gut
2
Kettler Traveller E Gold (2017)

Kettler Traveller E Gold (2017)

1,8 - gut

»Das Kettler Traveller E Gold verpasst den Testsieg nur knapp. Wenn es um Sicherheit und Haltbarkeit geht, kann diesem Pedelec jedoch kein anderer Kandidat das Wasser reichen. Zudem überzeugt es mit einem gut abgestimmten und kraftvollen Motor von Bosch. Auch ist es sowohl ohne als auch mit Gepäck sehr stabil beim Fahren, aufgrund des kurzen Rahmens ist die Sitzposition jedoch etwas aufrecht geraten. Am insgesamt guten Fahrkomfort ändert sich damit nichts. Den auf langen Strecken schnell unbequemen Sattel sollte man austauschen, dies gelingt aber einfach.«

  • Fahren: 1,8 - gut
  • Antrieb: 2,0 - gut
  • Handhabung: 1,8 - gut
  • Sicherheit und Haltbarkeit: 1,5 - sehr gut
  • Schadstoffe in Griffen und Sattel: 1,7 - gut
3
Kreidler Vitality Eco 6 Edition

Kreidler Vitality Eco 6 Edition

1,9 - gut

»Das Kreidler Vitality Eco 6 Edition kommt im Test der Pedelecs als dritter ins Ziel. Das Fahrrad zeichnet sich durch eine sehr gute Stabilität aus, selbst mit Gepäck ist es sehr stabil zu fahren. Mit 25 Kilogramm ist es recht schwer, bietet sich aber auch für schwere Personen als Reisemittel an. Dabei sitzt der Fahrer recht angenehm in aufrechter Position, an den schmalen Lenken muss man sich aber zunächst gewöhnen. Mit 2900 Euro gehört das Kreidler Vitality Eco 6 Edition zu den teuersten E-Bikes im Test.«

  • Fahren: 1,7 - gut
  • Antrieb: 2,2 - gut
  • Handhabung: 2,0 - gut
  • Sicherheit und Haltbarkeit: 2,0 - gut
  • Schadstoffe in Griffen und Sattel: 1,6 - gut
4
Cube Kathmandu Hybrid Pro 500 28 Zoll RH 50 cm iridiumngreen 2018

Cube Kathmandu Hybrid Pro 500 28 Zoll RH 50 cm iridiumngreen 2018

2,0 - gut

»Das Fahren gelingt mit dem Cube Kathmandu Hybrid Pro 500 besonders gut. Gerade auch beim hohem Tempo ist man mit diesem Pedelec stabil unterwegs, zumal die Kraftübertragungen sehr gut gelingen. Der Performance Line CX bietet eine kraftvolle Unterstützung, wobei sich das Bike auch ohne Motor sehr gut fahren lässt. Kritik muss es vor allem aber beim Akku einstecken. Mit einer Reichweite von 74 Kilometern ist dieser ausdauernd, die lange Ladezeit mit mehr als 6 Stunden stößt aber negativ auf.«

  • Fahren: 1,4 - sehr gut
  • Antrieb: 3,3 - befriedigend
  • Handhabung: 2,2 - gut
  • Sicherheit und Haltbarkeit: 1,7 - gut
  • Schadstoffe in Griffen und Sattel: 1,9 - gut
5
Stevens E-Lavena

Stevens E-Lavena

2,0 - gut

»Mit 87 Kilometern bei mittlerer Unterstützung erzielt das Stevens E-Lavena die größte Reichweite in diesem Test, zumal der Akku in nur 3 Stunden 40 Minuten wieder voll aufgeladen ist. Das mit 22 Kilogramm recht leichte Pedelec lässt sich sehr gut fahren und zeigt sich dabei wendig. Der Motor unterstützt gut, zwischen den höchsten Stufen lässt sich aber kaum ein Unterschied erkennen. Die Ausstattung mit sehr guter Brems- und Lichtanlage oder auch einem Rahmenschloss kann sich sehen lassen. Schade, dass sich die Imbusschrauben zum Verstellen des Sattels nur schwer erreichen lassen.«

  • Fahren: 1,5 - sehr gut
  • Antrieb: 1,8 - gut
  • Handhabung: 1,9 - gut
  • Sicherheit und Haltbarkeit: 3,0 - befriedigend
  • Schadstoffe in Griffen und Sattel: 2,3 - gut
6
Kalkhoff Voyager Move B8 (Wave) (2018) black

Kalkhoff Voyager Move B8 (Wave) (2018) black

2,4 - gut

»Mit 2000 Euro ist das Kalkhoff Voyager Move B8 die günstigste Wahl in diesem Testfeld, dennoch macht es über weite Strecken Freude. Der Fahrer fährt hier in angenehmer Sitzposition und fährt ausgewogen. Dabei ist der Federungskomfort jedoch nur mäßig und auch muss beim Bremsen vergleichsweise stark zugepackt werden. Mit Gepäck und bei hohem Tempo wird das Fahren zudem etwas instabiler. Der Motor sorgt für eine kraftvolle Unterstützung, im Eco-Modus merkt man diese aber kaum. Auch die lange Ladedauer des Akkus mit mehr als 6 Stunden kostet einige Punkte.«

  • Fahren: 2,2 - gut
  • Antrieb: 3,3 - befriedigend
  • Handhabung: 2,4 - gut
  • Sicherheit und Haltbarkeit: 2,2 - gut
  • Schadstoffe in Griffen und Sattel: 1,0 - sehr gut
7
Morrison E 7.0

Morrison E 7.0

3,3 - befriedigend

»Das Morrison E 7.0 ist ein ausgewogenes Rad mit angenehmer Sitzposition und stabiler Fahrweise auch bei hohem Tempo. Der Bosch Motor treibt gut voran, mit nur 61 Kilometern bei mittlerer Unterstützung ist die Reichweite aber eher gering. Zudem riegelt der Motor erst bei einer Geschwindigkeit von mehr als 28 Km/h ab, dies ist nicht erlaubt und daher muss hier eine Abwertung erfolgen. Auch der hohe Kraftaufwand bei der Betätigung des Daumen-Schalthebels kostet Punkte.«

  • Fahren: 1,7 - gut
  • Antrieb: 4,3 - ausreichend
  • Handhabung: 1,68 - gut
  • Sicherheit und Haltbarkeit: 2,3 - gut
  • Schadstoffe in Griffen und Sattel: 1,7 - gut
8
Corratec E-Power 28 Urban Active 10s Gent 28 Zoll RH 51 cm silberfarben

Corratec E-Power 28 Urban Active 10s Gent 28 Zoll RH 51 cm silberfarben

3,5 - befriedigend

»Leider kommt sowohl das Rad als auch die Anleitung ohne einige wichtige Angaben daher, so fehlt zum Beispiel auch die Angabe zum zulässigen Gesamtgewicht. Zudem ist im Dauertest die Sattelstütze längs gerissen, ein Abbruch kann dadurch aber nicht passieren. Etwas Kritik muss auch der Motor einstecken, dieser unterstützt etwas weniger als es bei der Konkurrenz der Fall ist, ansonsten erweist er sich aber als sehr geschmeidig. Darüber hinaus fährt das Pedelec sowohl mit als auch ohne Gepäck sehr stabil und die Reichweite mit mit 80 Kilometern prima. Zudem braucht der Akku nur wenig Zeit zum vollständigen Laden.«

  • Fahren: 1,7 - gut
  • Antrieb: 1,9 - gut
  • Handhabung: 4,0 - ausreichend
  • Sicherheit und Haltbarkeit: 2,6 - befriedigend
  • Schadstoffe in Griffen und Sattel: 1,8 - gut
9
Diamant Elan+ Tiefeinsteiger weiß 50cm

Diamant Elan+ Tiefeinsteiger weiß 50cm

4,0 - ausreichend

»Leider hat das Diamant Elan+ im Dauertest einen Schaden erlitten. So ist am Steg zur Sitzstrebe zur Befestigung des Gepäckträgers ein beidseitiger Anriss zu bemängeln, diese kann am teuren Rahmen nicht behoben werden und ist unter Umständen ein Sicherheitsrisiko. Zudem fährt das recht leichte Rad bei hohem Tempo etwas instabil, schade, da die ansonsten sportliche Abstimmung recht gut gefallen hat. Der Motor ist kraftvoll, ist beim Antrieb aber vergleichsweise laut. Die wenig komfortable Federgabel kostet ebenso Punkte.«

  • Fahren: 2,0 - gut
  • Antrieb: 2,0 - gut
  • Handhabung: 2,1 - gut
  • Sicherheit und Haltbarkeit: 4,0 - ausreichend
  • Schadstoffe in Griffen und Sattel: 1,0 - sehr gut
10
Pegasus Premio E 10 Sport Herren

Pegasus Premio E 10 Sport Herren

4,0 - ausreichend

»Im Testbereich Sicherheit und Haltbarkeit konnte das Pegasus Premio E 10 Sport leider nicht überzeugen. So mussten die Tester im Dauertest einen Anriss der Schweißnaht zum Steuerrohr feststellen, welcher sich nicht beheben lassen hat. Ansonsten hat das Pedelec im Praxistest mit sehr guter Fahrstabilität und einem kraftvollen Motorunterstützung Punkte sammeln können. Die aufrechte Sitzposition ist dabei jedoch Geschmackssache, zumal das Pegasus mit etwa 26 Kilogramm das schwerste Pedelec im Test ist.«

  • Fahren: 1,6 - gut
  • Antrieb: 2,1 - gut
  • Handhabung: 2,0 - gut
  • Sicherheit und Haltbarkeit: 4,0 - ausreichend
  • Schadstoffe in Griffen und Sattel: 1,9 - gut
11
Winora Sinus Tria 9 Herren schwarz (2018)

Winora Sinus Tria 9 Herren schwarz (2018)

4,0 - ausreichend

»Das Winora Sinus Tria 9 besitzt einen kraftvollen Motor, welcher im Eco-Modus jedoch kaum zu spüren ist. Zudem lässt sich das Rad ohne zugeschalteten Motor eher schwierig fahren. Weiterhin ist das zulässige Gesamtgewicht mit 130 Kg eher gering und der Sattel ist hart und breit. Die größte Schwäche hat sich jedoch im Dauertest gezeigt. hier hat sich an der Sattelstütze in Querrichtung ein Riss gebildet, unter Last könnte der Sattel brechen.«

  • Fahren: 2,1 - gut
  • Antrieb: 2,2 - gut
  • Handhabung: 2,2 - gut
  • Sicherheit und Haltbarkeit: 4,0 - ausreichend
  • Schadstoffe in Griffen und Sattel: 1,6 - gut
12
Raleigh Stoker 9

Raleigh Stoker 9

5,0 - mangelhaft

»Das Raleigh Stoker 9 erreicht im Test leider nur eine mangelhafte Bewertung. Dies liegt daran, dass der Stecker des Ladekabels hinsichtlich der Brandsicherheit nicht die notwendigen Qualitätsmerkmale bietet. Dieser Stecker ist magnetisch, sodass Schrauben oder anderen Teile aus Eisen daran hängen bleiben können, beim Einstecken könnte der Akku anschließend einen Kurzschluss erleiden. Das Rad mit Impuls-Motor wird ansonsten kraftvoll angetrieben, bei wenig Last ist der Motor aber recht laut. Der Akku kann mit einer Reichweite von 82 Kilometern punkten, das Display mit schlechter Lesbarkeit bei Sonnenlicht weniger.«

  • Fahren: 2,1 - gut
  • Antrieb: 2,5 - gut
  • Handhabung: 2,5 - gut
  • Sicherheit und Haltbarkeit: 5,0 - mangelhaft
  • Schadstoffe in Griffen und Sattel: 1,9 - gut