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4 Mittelklasse-Smartphones im Test

SFT

09/2017 - SFT

Wer denkt dass es Achtkern-Prozessoren, Display mit sehr hoher Auflösung, hohe Performance und viel Speicher lediglich der High-End-Klasse zuordnet, sieht sich getäuscht. Mittlerweile haben auch Geräte der Mittelklasse solche Features an Bord, kosten aber weit weniger als 500 Euro. Vier aktuelle Kandidaten hat sich SFT genauer angesehen.

"Gute Smartphones müssen nicht zwingend viel Geld kosten, wie diese vier Modelle von Honor, ZTE, BQ und LG beweisen wollen. Wir machen den Test."

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Honor 9 64GB 4GB sapphire blue

Honor 9 64GB 4GB sapphire blue

1,6 - gut

»Die Huawei-Tochter Honor überzeugt regelmäßig mit guten Smartphones, die zu einem fairen Preis verkauft werden. In genau diese Kerbe möchte auch das Honor 9 schlagen, das trotz Octacore-CPU, Full-HD-Display und Dual-Kamera gerade einmal 430 Euro (UVP) kostet. Bevor wir auf die technischen Feinheiten eingehen, wollen wir aber zunächst kurz einen Blick aufs Gehäuse werfen, denn das ist definitiv einer der großen Pluspunkte dieses Smartphones. Die Rückseite besteht komplett aus Glas und ist zum Rand hin gekrümmt, was nicht nur hübsch aussieht, sondern sich beim Halten auch angenehm anfühlt. Das ganze Gerät wirkt wie aus einem Guss und steht in puncto Optik und Design den Top-Modellen auf dem Markt in nichts nach. Einzig die Tatsache, dass das Honor 9 nicht vor Spritzwasser, Staub und Schmutz geschützt ist, finden wir etwas schade. Mittig unter dem 5,15-Zoll-Display sitzt außerdem ein ovaler Fingerabdruck-Scanner, der gleichzeitig als Home-Taste fungiert. Die Platzierung dort (beim Honor 8 war der Scanner noch auf der Rückseite) gefällt uns aufgrund der komfortableren Erreichbarkeit deutlich besser. Eines der auf dem Datenblatt prominentesten Merkmale ist die Dual-Kamera, die über eine 12-Megapixel-RGB- sowie eine 20-Megapixel-Monochromknipse verfügt. Dadurch sollen zum Beispiel beim 2-fachen Zoomen mehr Details eingefangen werden. Die Praxis kann das aber leider nicht bestätigen, denn die gezoomten Aufnahmen wirken höchstens minimal detaillierter als die normalen Fotos. Bei Tageslicht macht die Knipse hingegen ordentliche Bilder. An Display und CPU gibt es nichts auszusetzen, der Bildschirm wirkt ordentlich scharf und die Kirin-Recheneinheit sorgte im Test jederzeit für eine flüssige Bedienung.«

  • Sehr schönes Design
  • Gute Performance
  • helles Display
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Kamera nur Mittelmaß

354,99

1 Angebot

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BQ Aquaris X Pro 64 GB schwarz

BQ Aquaris X Pro 64 GB schwarz

1,7 - gut

»Schon beim ersten Anfassen hinterlässt das Aquaris X Pro einen sehr positiven Eindruck, denn das Glasgehäuse mit dem Metallrahmen wirkt nicht nur perfekt verarbeitet, sondern fühlt sich auch äußerst hochwertig an. Genau wie beim Honor 9 wölbt sich die Glasfläche der Rückseite zum Rand hin, was die gelungene Haptik weiter verstärkt. In die Rückseite eingelassen findet sich außerdem ein kreisrunder Fingerabdruck-Scanner, der im Test einwandfrei funktionierte. Aufgrund seiner Platzierung ist er aber leider nicht so bequem erreichbar wie die in die Front eingelassenen Sensorflächen anderer Smartphones. Das Innenleben des BQ-Handys kann nicht ganz so überzeugen wie die Außenhülle, ist dem Preis aber angemessen. Das spanische Telefon wird von einem Snapdragon-626-Prozessor angetrieben, der sich in der Benchmark-Tabelle im unteren Mittelfeld einordnet, in der Praxis aber genug Leistung für alle relevanten Aufgaben bietet. Das 5,2 Zoll große Display löst in Full HD auf und kommt damit auf eine Pixeldichte von ordentlichen 400 ppi. Obendrein gefällt der Schirm mit natürlichen Farben, einer guten Spitzenhelligkeit sowie einer starken Blickwinkelstabilität. Ein weiterer Pluspunkt ist der interne Speicher, der für diese Klasse mit 64 Gigabyte ungewöhnlich groß bemessen ist und via Micro-SD-Karte erweitert werden kann. Optional können Sie statt der Speichererweiterung übrigens auch eine zweite SIM einlegen. Der Fotosensor löst mit 12 Megapixeln auf und macht bei Tageslicht ordentliche Bilder, denen es aufgrund der Auflösung aber etwas an Details fehlt. Farbdarstellung und Feinzeichnung sind hingegen in Ordnung.«

  • Schönes und hochwertiges Design
  • Helles Display mit gutem Blickwinkel
  • Großer Speicher, Dual-SIM optional
  • Kamera nicht vollends überzeugend

473,06

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3
LG Q6 schwarz

LG Q6 schwarz

2,6 - befriedigend

»Bei seinem diesjährigen Flaggschiff G6 führte LG erstmals das sogenannte Full- Vision-Display ein. Dabei handelt es sich um einen Screen, der beinahe die gesamte Front des Smartphones einnimmt. Ein solcher kommt auch im Q6, das quasi der kleine Bruder des Spitzenmodells sein soll, zum Einsatz. Allerdings löst der Screen dort bei einer Diagonale von 5,5 Zoll "nur" mit Full HD+ (1.080 x 2.160 Pixel) auf und bietet dadurch eine Pixeldichte von 424 ppi. In der Praxis macht der Screen natürlich trotzdem einiges her, bietet natürliche Farben und eignet sich hervorragend zum Anschauen von Videos oder Fotos. Mit leistungshungrigen Spielen sieht es dagegen nicht so gut aus, denn wie beim ZTE Blade V8 arbeitet im Q6 nur ein Snapdragon-435-Chipsatz, der wenig Zukunftssicherheit bietet und immer mal wieder für kleinere Ruckler sorgt. Die Rückseite des Q6 besteht aus Kunststoff und unterliegt in puncto Haptik den Glas- oder Alu-Gehäusen der anderen Geräte im Testfeld deutlich. Immerhin der Rahmen wurde aus Aluminium gefertigt und sorgt für ein robustes Feeling, außerdem soll er das Smartphone laut LG sogar vor Stürzen aus rund einem Meter Höhe schützen. Unterm Strich ist die UVP für die gebotene Hardware aber deutlich zu hoch angesetzt.«

  • Schönes FullVision-Display
  • Clevere Features wie Gesichtsentsprerrung
  • Wenig zukunftssichere CPU
  • Polycarbonat-Rückseite unzeitgemäß

ab 149,90

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ZTE Blade V8 grau

ZTE Blade V8 grau

2,8 - befriedigend

»Das Blade V8 des chinesischen Herstellers ZTE bewegt sich mit seiner Ausstattung und dem Preis von 270 Euro am unteren Ende der Smartphone-Mittelklasse. Umso erstaunlicher ist es, dass das Handy trotzdem über eine Dual-Kamera sowie eine 13-Megapixel-Frontlinse verfügt. Die Doppelknipse greift auf einen 12- sowie einen 2-Megapixel-Sensor zurück, Letzterer ist im Gegensatz zum Honor 9 nicht für Zoom-Aufnahmen, sondern für Tiefeneffekte wie Hintergrund-Unschärfe zuständig. So lassen sich mit einiger Übung hübsche Bokeh-Aufnahmen machen. Trotzdem müssen wir auch Kritik an der Kamera üben, denn grundsätzlich fallen die Fotos – selbst bei guten Lichtverhältnissen – nur mittelmäßig aus. Details gehen gerne mal verloren, da die Feinzeichnung verbesserungswürdig ist, und helle Bildbereiche neigen zum Überstrahlen. Bei weniger Licht müssen Sie dagegen – wie bei Handykameras üblich – Bildrauschen in Kauf nehmen. Da wir gerade bei der Kritik sind: Auch die CPU kann im Test nur bedingt überzeugen. Zwar läuft das Betriebssystem relativ flott und ohne Verzögerungen über den Schirm, bei anspruchsvollen Apps oder Spielen genehmigt sich der Snapdragon-435-Prozessor aber dann schon die eine oder andere Denkpause. Unsere Benchmark-Routine bestätigte diese Einschätzung, denn das Blade V8 belegt in der Bestenliste nur einen der hinteren Plätze. Immerhin: Das Gehäuse sorgt noch mal für einen Pluspunkt, denn die Alu-Hülle gefällt in puncto Haptik und Verarbeitung. Übrigens lässt sich die Verpackung des Handys sogar als Cardboard-VR-Brille nutzen – eine nette Dreingabe.«

  • Gute Verarbeitung
  • hochwertige Haptik
  • Dual-Kamera und Bokeh-Fotos
  • Wenig zukunftssichere CPU
  • Normale Fotos nur mittelmäßig

ab 123,50

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