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6 Kompakt-Smartphones im Test

CT Magazin

13/2017 - CT Magazin

Vor ein paar Jahren wurden die Smartphones die heute verkauft werden noch als "Phablet" angeboten, mittlerweile haben sich die großen Modelle mit mehr als 5 Zoll jedoch als ganz klassische Smartphones etabliert. Dies geht einher mit der Tatsache, dass Geräte mit weniger als 5 Zoll eher selten anzutreffen sind auf dem Markt. Aber es gibt sie noch und gerade für Anwender die ein Smartphone für die Hosentasche suchen, sind sie eine weiter eine interessante Alternative. C`t hat sich sechs solcher Kompakt-Smartphones genauer angesehen.

"Die Smartphones wachsen und wachsen. Doch viele Nutzer würden viel lieber ein kleines und gleichzeitig leistungsfähiges Gerät haben. Im Test stellen sich vier Android-Knirpse den aktuellen iPhones."

Apple iPhone 7 128GB silber

ohne Note

»Als einziges Smartphone in dieser Größenklasse hat das iPhone 7 High-End-Ambitionen. So ganz erreicht es dieses Ziel nicht angesichts überlegener Konkurrenz à la Galaxy S8 oder LG G6. Dennoch findet man kein besser ausgestattetes Telefon dieser Größe. In Sachen Performance machen dem iPhone 7 nur wenige etwas vor. Besonders der Grafikchip hält so viel Reserven bereit, dass seine Leistung auch noch für die Darstellung zukünftiger Spieletitel locker reichen wird. Apple kalibriert das helle 4,7-Zoll-Display auf sRGB. Fotografen mag das gefallen, alle anderen enttäuschen die mauen Farben und der mäßige Schwarzwert. Der Touchscreen reagiert dank 3D Touch auch auf Druck. So bewegt man beispielsweise den Cursor in Texten oder antwortet auf Nachrichten direkt im Sperrbildschirm. Die Fotoqualität entspricht nicht ganz der der besten Kamera-Smartphones, doch die Unterschiede sind marginal. Außer 4K-Filmen kann man auch Zeitlupenvideos mit bis zu 240 fps drehen. Lädt das mitgelieferte 5-Watt-Netzteil zu langsam, sollte man sich für 25 Euro ein iPad-Netzteil gönnen. Selbst Power-User kommen mit einer Akkuladung über eineinhalb Tage. 32 GByte interner Speicher sind der Preisklasse nicht angemessen. 128 GByte kosten ganze 100 Euro mehr. Das schwarzglänzende Modell wirkt in Wirklichkeit billiger, als es die Werbebilder suggerieren.«

  • schnelle Hardware
  • gute Kamera
  • lange Laufzeiten

ab 409,88

13 Angebote

Apple iPhone SE 64GB spacegrau

ohne Note

»Wem das iPhone 7 noch zu groß ist, der freundet sich vielleicht mit dem noch kleineren iPhone SE an. Das kantige Gehäuse wurde bis auf Kleinigkeiten von den altehrwürdigen iPhones der fünften Generation übernommen, so wie das 4 Zoll große 16:9-Display. Innen steckt aber größtenteils die Hardware des iPhone 6s. Somit gibt es wenig auszusetzen: Die Performance reicht für flüssige Bedienung und aktuelle Spiele. Der IPS-Bildschirm ist scharf (326 dpi), hell (535 cd/m2) und deckt exakt den sRGB-Farbraum ab. Bei der Farbdarstellung neigt das Display zum warmen Gelbstich. Der Kontrast von 972:1 ist aber nicht mal Mittelmaß. 3D Touch bleibt dem iPhone 6s und 7 vorbehalten. Kleines Gehäuse bedeutet auch kleiner Akku (1624 mAh); da aber kein großes Display befeuert werden muss, reicht der Strom ähnlich lang wie beim iPhone 7. Den aktuellen Fingerabdrucksensor des iPhone 7 hat das SE nicht, sondern noch eine kaum spürbar langsamere Version. Die Hauptkamera entspricht dem 12-Megapixel-Modell des iPhone 6s, dessen Bildqualität sich nur unter Laborbedingungen von der des iPhone 7 unterscheiden lässt. Scharfe und kontrastreiche Aufnahmen mit natürlichen, ausgeglichenen Farben sind die Regel. Nur die besten Android-Pendants knipsen besser.«

  • schnelle Hardware
  • gute Kamera
  • lange Laufzeiten

LG K4 indigo

ohne Note

»Die Vorteile des LG K4 LTE K120E sind sein niedriger Preis und dass es im LTE-Netz funkt. Das griffige Gehäuse kann man öffnen und den Akku austauschen. Mehr hat das Gerät allerdings nicht zu bieten: Dass es sich bei dem Display um (eigentlich blickwinkelstabile) IPS-Technik handelt, ist schwer zu glauben. Denn sobald man das Gerät ein klein bisschen neigt, fällt der Kontrast ab wie bei einem TN-Bildschirm und man kann die Anzeige nur noch schwer ablesen. Die Spiegelungen auf der dunklen Anzeige beseitigen die restliche Lesbarkeit. Die Auflösung reicht aus, um Inhalte lesbar, aber bei Weitem nicht scharf darzustellen. Die Kamera ist allein schon wegen des Fixfokus-Objektivs eher als Spielzeug zu betrachten, statt als ernstzunehmender Fotoapparat. Wegen der niedrigen Auflösung bildet sie kaum Details ab, der übertriebene Weichzeichner vermurkst den Rest. Rauschen tritt auch am helllichten Tag auf. Der lahme Billig-Prozessor animiert die Bedienoberfläche nur träge und verursacht immer wieder Wartemomente. Von Android-Geräten mit 1 GByte raten wir generell ab. Vom nur 8 GByte großen Flash-Speicher stehen dem Nutzer gerade mal 4,3 GByte zur Verfügung – genug, um WhatsApp und Facebook zu installieren, viel mehr aber nicht.«

  • veraltetes Android
  • schlechte Kamera
  • blickwinkelabhängiges Display

ab 79,00

2 Angebote

Samsung Galaxy A3 (2017) schwarz

ohne Note

»Das Samsung Galaxy A3 (2017) sieht aus wie ein geschrumpftes S7 und entspricht in seiner Display- und Gehäusegröße am ehesten dem iPhone 7. Der Eindruck darf aber nicht täuschen, denn statt um ein kompaktes High-End-Smartphone handelt es sich um ein eher konservativ, aber durchaus sinnvoll ausgestattetes Mittelklasse-Modell. Das Gehäuse des A3 besteht aus kratzfestem Gorilla-Glas und Metall und ist nach Schutzklasse IP68 gegen Staub und Wasser geschützt. Samsung-typisch kommt ein OLED-Display zum Einsatz, dessen Kontrast-, Farb- und sogar Helligkeitswerte über denen der Mitstreiter liegen. Ärgerlich nur, dass sich auch die Negativseiten der OLED-Technik zeigen: Denn bei dieser Pixeldichte (306 dpi) sieht man aus nächster Nähe schwarze Pünktchen auf einfarbigen Flächen. Schuld ist die spezielle Subpixelanordnung (Pentile-Matrix). Für diese Preisklasse liefert die Kamera außergewöhnlich scharfe Bilder mit realistischen Farben. Der Autofokus könnte flinker arbeiten, in den Ecken nimmt die Schärfe ab und in der Dämmerung sieht man Rauschen. Der Samsung-Prozessor Exynos 7 besteht aus acht langsamen, aber sparsamen Cortex-A53-Kernen und bricht keine Leistungsrekorde. Für Alltagsaufgaben reicht es aber. Es tut weh, dass Samsung nur 16 GByte Speicher eingebaut hat, denn die sind ratzfatz voll mit wenigen Fotos oder Apps. Speicherkarten lassen sich nicht als interner Speicher einbinden, sondern nur als separater Medienspeicher.«

  • schönes, wasserdichtes Gehäuse
  • gutes OLED-Display...
  • ...mit Pentile-Problem

Sony Xperia X Compact Universe Black

ohne Note

»Das Versprechen, dass es sich bei den Compact-Modellen um die gleiche Hardware handelt wie bei den größeren Spitzenmodellen, hält Sony auch beim Xperia X Compact. Allerdings handelt es sich beim Vorbild Xperia X um das Vorjahresmodell und bereits damals geriet das Telefon angesichts der Konkurrenz ins Hintertreffen. Im Unterschied zu seinen Vorgängern ist das X Compact nicht gegen Wasser geschützt. Dafür ist das Gehäuse nun aus schickem Kunststoff gefertigt und nicht so anfällig für Risse wie Gehäuse aus Glas. Dass der zuverlässige Fingerabdrucksensor im schmalen Einschaltknopf an der Gehäuseflanke sitzt, ist gewöhnungsbedürftig. Statt eines High-End-SoC rechnet im X Compact der Mittelklasse-Chip Snapdragon 650, dessen Leistung aber für alle Anwendungen ausreicht. Die Kamera konkurriert mit den Knipsen der iPhones. Je nach Situation hat mal die eine, mal die andere die Nase vorn. Das Sony-Modell hat eine fast doppelt so hohe Auflösung und bildet entsprechend mehr Details ab, neigt aber zum Überstrahlen und hat einen niedrigeren Kontrastumfang. Außerdem findet man Sony-typisch immer wieder verwaschene Stellen in den Bildern. Zoomt man nicht, fallen diese aber nicht auf. Das LCD zeigt kräftigere Farben und fast den gleichen Kontrast und Helligkeit wie das iPhone 7. Für eine scharfe Darstellung reicht HD-Auflösung. Das Sony-Gerät ist das einzige mit Android 7, das aber mit überflüssiger Sony-Software vollgestopft ist.«

  • gutes Display
  • gute Kamera
  • vorinstallierte Software

455,01

1 Angebot

Wiko Sunny schwarz

ohne Note

»Gerade mal 60 Euro verlangen die meisten Händler für das Wiko Sunny. Kann es sich dabei überhaupt noch um ein vollwertiges Smartphone handeln? Generell erfüllt das Billig-Gerät alle Aufgaben, die sich im Alltag stellen: surfen, spielen, chatten et cetera. Doch Spaß macht das selten. Das 4-Zoll-Display basiert auf der veralteten TN-Technik und hat einen winzigen optimalen Blickwinkel. Sobald man das Gerät auch nur um wenige Millimeter neigt, sind Teile des Bildschirminhalts nicht mehr zu erkennen. Wegen der geringen Helligkeit von 245 cd/m2 sieht man auf dem Display ständig Spiegelungen. Die Akkulaufzeiten sind die kürzesten im Test und mit einer einzelnen Ladung kommt man kaum durch den Tag – oder durch die Nacht, denn selbst ohne Nutzung entlädt sich der Akku spürbar. Um den 1200-mAh-Akku zu laden, braucht das beiliegende Netzteil über drei Stunden. Engster Flaschenhals ist das nur 500 MByte fassende RAM, wegen dem Apps nur langsam starten und man bei der Benutzung mit Wartezeiten konfrontiert wird. Ist ein Programm aber erst mal im Arbeitsspeicher, animiert der Low-End-Prozessor die farbenfrohe Android-Oberfläche einigermaßen flüssig. Sogar die meisten Spiele laufen. Kamerafotos eignen sich bei Weitem nicht, um wichtige Momente festzuhalten: Die Farben wirken zu warm und Bildrauschen tritt auch bei Tageslicht auf. Um etwas zu dokumentieren, reicht es aber. Immerhin gibt es bunte Gehäuse.«

  • äußerst preiswert
  • kürzeste Akkulaufzeiten
  • blickwinkelabhängiges TN-Display

79,99

1 Angebot