CT Magazin - 4 Schallgedämmte Gaming-Tastaturen Testsieger

4 Schallgedämmte Gaming-Tastaturen im Test-Vergleich von CT Magazin

CT Magazin

19/2025 - CT Magazin

Wie leise können mechanische Gaming-Tastaturen sein?

Mechanische Switches gelten als präzise – und laut. Im c’t-Labor hat Rudolf Opitz vier schallgedämmte Modelle belauscht, um herauszufinden, wie viel Ruhe sich per Gehäusedämmung, geschmierten Switches und softeren Tastenkappen wirklich gewinnen lässt. Getestet wurden aktuelle Keyboards mit MX-kompatiblen Tastern, darunter das erste Tastenbrett von be quiet.

Was dämpft den Krach – Switch, Gehäuse oder Tippstil?

Alle drei. Der innere Aufbau der MX-Schalter (linear, taktil, clicky) prägt Gefühl und Klang, das Gehäuse mit Schaum- und Gummilagen nimmt schrille Anteile heraus, und geschmierte Führungen reduzieren Reibegeräusche. c’t prüfte überwiegend taktile Varianten; nur ein Modell lief mit linearen Switches. Hot-Swap und werkseitig gefettete Taster, einst ein Enthusiasten-Trick, sind im Massenmarkt angekommen.

Wie hat c’t gemessen – und warum in „sone“?

Damit die Werte vergleichbar bleiben, tippte eine Person denselben Text plus eine kurze WASD/Leertasten-„Gefechtsphase“. Die c’t-Redaktion bewertete die Aufnahmen psychoakustisch: Lautheit in sone (doppelt so hoch = doppelt so laut), dazu Schärfe und Rauigkeit für helle, harsche Impulse. Das spiegelt besser, was Mikrofone – und Ohren – als störend empfinden.

Welche Tastatur war am leisesten?

Mit Abstand: die be quiet Light Mount. Ihr weicher, gedämpfter Anschlag senkte die Lautheit deutlich und blieb selbst am Streaming-Mikro unauffällig. Cherry XTRFY MX 3.1 RGB und Razers BlackWidow V4 TKL HyperSpeed landeten im Mittelfeld, während die Asus ROG Strix Scope II trotz Dämmlagen am hellsten und rauesten klang. So das Messergebnis der c’t-Tests von Rudolf Opitz.

Geht leiser Tipp auch zulasten der Präzision?

Im Spiel nicht. Alle vier Modelle schalteten zuverlässig; in Reaktionstests lag die funkausgestattete Razer vorn, die be quiet glänzte mit niedriger Fehlerrate. Der leisere, leicht gedämpfte Hub fühlt sich zunächst weniger „knackig“ an, ist aber stabil und präzise – Gewöhnungssache, wie die c’t-Redaktion betont.

Welche Komfortdetails fielen im Alltag auf?

Abnehmbare USB-C-Kabel sind praktisch, aber zu tief versenkte Buchsen akzeptieren oft nur das mitgelieferte Kabel. „Gaming-Modi“ sperren meist nur die linke Windows-Taste; Modelle, die auch rechts blocken, vermeiden Fehleingaben konsequenter. Software reicht von nützlich bis überfrachtet – c’t kritisierte teils aggressive Suites und missliche Fn-Belegungen, lobte aber klare On-Device-Steuerungen.

Lohnt Hot-Swap und Schmierung für Streamer?

Ja, wenn Ruhe Priorität hat. Wechselbare MX-Schalter erlauben den Umstieg auf leisere, lineare Varianten; gefettete Führungen und Stabilisatoren zähmen besonders die laute Leertaste. Im c’t-Test war die Kombination aus Dämpfung plus Schmierung der wirksamste Hebel – deutlicher als reine Gehäusepolsterung.

Welche Zielgruppen profitieren am meisten?

Streamer mit offenem Mikro und Nacht-Spieler in WG oder Wohnzimmer. Wer das „satte“ Klangbild schätzt, findet bei den weniger gedämpften Modellen weiterhin präzise Hardware – nur nicht die leiseste. Für maximale Ruhe empfiehlt die c’t-Redaktion nach ihren Messungen klar den Ansatz „gedämmt + geschmiert“ und verweist mehrfach darauf, dass be quiets Debüt seinem Namen akustisch gerecht wird.

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