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Kaum zu glauben eigentlich, dass das gute "alte" Snom 300 (das aber in Wirklichkeit genial und völlig zeitlos ist) auf Amazon noch immer keine Rezension erhalten hat...
Grundsätzlich muss man festhalten, dass der VoIP-Telefonie die Zukunft gehört. Im Gegensatz zu "Diensten" wie Skype, die von einem einzelnen Anbieter abhängig machen (der noch dazu schlechtes Kundenservice bietet und dessen kostenpflichtiges Angebot stark überteuert ist), bringt die Anschaffung eines echten VoIP-Telefons große Unabhängigkeit mit sich. Der Konkurrenzkampf zwischen einzelnen SIP-Anbietern im Internet ist mittlerweile sehr groß, was bedeutet, dass die Preise entsprechend niedrig sind - in viele Länder kann man um 1 cent telefonieren, oder sogar kostenlos - auch exotischere Länder sind immer noch konkurrenzlos günstig, und werden es auf absehbare Zeit auch bleiben. Die Registrierung bei neuen Anbietern ist ein Klacks, und die Telefonnummer bleibt dabei selbstverständlich erhalten.
Im Snom 300 ist ein kleiner Linux-Rechner (inklusive Mini-Browser!) verbaut, was u.a. bedeutet, dass das Telefon über ein Web-Interface bis ins Kleinste konfiguriert werden kann (aber keineswegs muss!). Bis zu 4 Anbieter können eingestellt werden, sodass man etwa für Inlandsgespräch Anbeiter 1, für die meisten Auslandsgespräche Anbieter 2, aber für den Onkel in Australien Anbieter 3 wählen kann. Bei allen Features kann das, worüber sich der eine freut, für den anderen natürlich auch ein gewisser Nachteil sein: Wer die Installation des WLAN-Routers dem Partner überlassen hat, oder sich Windows durch die Enkelkinder installieren ließ, sollte diese Personen auf alle Fälle auch in der Nähe haben, wenn er sich ein VoIP-Telefon anschafft. ;) Ist das Telefon erst einmal angeschlossen und konfiguriert, lässt es sich aber genauso einfach benutzen wie jedes gewöhnliche Telefon.
Insgesamt kann ich das Snom 300 wirklich nur wärmstens empfehlen. Snom ist auf diesem Gebiet eine echte Top-Marke mit jahrelanger Erfahrung, die Firmware wird kontinuierlich weiterentwickelt, und so passt sich das Telefon mit wenig Aufwand technologischen Neuerungen an, und man bekommt auch gelegentlich mal das eine oder andere neue Feature dazu.
Ein kleiner Tipp noch: Das Snom 300 ist "Power over Ethernet"-fähig, was bedeutet, dass es möglich ist, das Netzteil wegzulassen und das Gerät direkt über das Ethernet-Kabel mit Strom zu versorgen. Hierzu braucht man aber noch einen sogenannten PoE-Injector (bei Amazon unter 20 Euro erhältlich). Insgesamt lohnen sich diese Investitionen auf alle Fälle - neben dem Internetanschluss fallen keine laufenden Kosten an, die günstigen Gesprächsgebühren wurden ja bereits erwähnt, und nicht zuletzt gibt es hier natürlich weder DECT- noch Handystrahlung zu ertragen.