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Hallo.
Ich habe viele Receiver angeschaut und getestet. Comag, D-Lock, Edision, etc.. Alles was so gerade modern ist.
Bei diesem Gerät bin ich gelandet, obwohl die erste Bewertung absolut mies ausgefallen ist. Ich hatte mir gedacht, wo noch Grundig mit im Spiel ist, wird es schon nicht so schlimm sein, aber vielleicht haben Softareupdates auch zu gravierenden Verbesserungen geführt. Die erste Beurteilung wurde bei Markteinführung erstellt.
Technisch bietet das Gerät alles was von einem Sat-receiver erwartet wird. Alle möglichen Anschlüsse digital wie analog und heute immer wichtiger unicable tauglich.
Ich habe dieses Gerät an meinem full HD Sony 40 zoll angeschlossen und habe ein sauberes gestochen scharfes Bild bekommen.
Umschaltzeiten sind absolut ok.
Eine Aufnahme zu erstellen ist auch kinderleicht. In die EPG, Sendung aussuchen OK drücken, fertig.
Jetzt kommt der Punkt, welcher dieses Geät auszeichnet, es verwaltet Vor- und Nachlaufzeiten. Warum ist das so wichtig.
Das EPG ist eine Programmzeitschrift, welche wie der Papier-Kollege die Zeiten recht starr verwaltet, gibt es mal Verschiebung im Programmablauf, ist die Aufnahme nicht komplett. Z.B. gibt es einen Brennpunkt um 20:15 bis 20:30, welcher nicht in der EPG vorkommt, startet die Aufnahme um 20:15 und endet um 21:45 (z.B. Tatort im ersten). Wenn wir uns die Aufnahme dann anschauen, fehlt uns der Schluß und wir wissen nicht, wer der Mörder ist.
Stellt man jetzt eine Nachlaufzeit auf 20 Minuten, nimmt dieser Receiver die Sendung bis 22:05 auf und somit haben wir auf jeden Fall das Ende des Tatorts.
Viele Geräte bieten das manuelle verstellen der Endzeit bei jeder Aufnahme an, ist mir zu umständlich jedes Mal daran zu denken, die Zeit zu verstellen.
Durch die Nachlaufzeitmöglichkeit, addiert der Receiver diese Zeit auf EPG-Ende-Zeit.
Ich habe kein Gerät in dieser Preisklasse gefunden, welches die Vor-/Nach-laufzeitmöglichkeit anbietet. Für mich ein Muß, seit es VPS nicht mehr gibt und Alternativen noch nicht verfügbar sind. (Teuere Geräte so ab 400 Euro können das)
Eine Aufnahme wird mit dem Namen aus EPG abgelegt, so daß die leicht wieder zu finden ist.
Aufgefallen ist mir der niedrige Stromverbrauch mit 9,5 Watt mit angeschlossener 2,5 Zoll-Festplatte (Verbatim ohne extra Stromzufuhr). Allerdings wird der nicht kleiner im Standbymodus. Ich habe mal hochgerechnet, wenn der Receiver immer an bleibt, also nicht an dem echten an/aus Schalter abgeschaltet wird, kostet der Strom fürs Jahr nicht mal 2 Euro.
Für mich ist das Gerät absolut alltagstauglich und von Peisleistung OK.
Durch die kleinen Maße bekommt man es gut irgendwo in der Nähe des Fernsehers unter.
Wenn jemand ein Gerät benötigt, welches wie ein Videorecorder funktioniert, hat einen neuen Videorecorder gefunden.
Es hindert einen nicht daran, es nur zum Fernsehen zu benutzen, es kann aber nicht ein Programm aufnehmen und ein anderes anzeigen. Aber dazu benötigt man normalerweise eh ein twin tuner Gerät.
Bis dahin mal.
Der Grundig DRS 550 HDMI ist ein digitaler Satellitenreceiver mit USB-Port. An den USB-Port können externe Speichermedien wie Festplatten, aber auch ein USB-Stick angeschlossen werden. Das Spechermedium wird beim Einschalten erkannt und kann wenn nötig formatiert werden. Die Aufnahme von Sendungen ist denkbar einfach gehalten: Den EPG wählen, ein Tastendruck und die Sendung wird aufgezeichnet. TimeShift, also das Zeitversetzte sehen von Sendungen ist ebenfalls möglich.
Warum also nur 1 Punkt für das Gerät? Hier die Gründe:
1. Das Bild ist unscharf, und hart im Kontrast. Details kann der Receiver nicht herausarbeiten. Sah man auf meinem Kathrein beim Fußball in der Nahaufnahme jeden Graßhalm, der Grundig stellt nur eine grüne Fläche dar.
2. Die Aufnahmefunktion über USB ist nicht ausgreift. Es ist mir nicht gelungen Sendungen über 90 min Fehlerfrei aufzuzeichnen. Die Wiedergabe brach ab, das Medium wurde im zweifelsfall nicht mehr erkannt. Interessanterweise konnte ich die Aufzeichnungen am Computer oftmals ohne Probleme wiedergeben. Auch hier viel allerdings die schlechte Bildqualität auf.
3. Wenn das Gerät eine Sendung im Standby aufzeichnete stürzte es bei mir ab und mußte erst wieder komplett vom Strom getrennt werden.
4. Der Videotext ist extrem schlecht in der Darstellung durch eine grobe und kleine Schrift. Seiten werden nur unzureichend gespeichert. Das Videotextsignal wurde nicht an den Fernseher weitergegeben, der in meinem Fall eine weitaus bessere Videotextfunktion hat.
Zum Schluß hat mich noch gestört, daß der Receiver sehr warm wird. Dies ist allerdings auch von anderen Geräten bekannt.