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Hakuna Matata - Afrika (englische Version)

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  • Entwickler/Publisher: Sony
  • 1 Meinung 80 / 100 Punkten
 

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Hakuna Matata - Afrika (englische Version) Meinungen
Urlaub vom Core Gaming, Urlaub in AfrikaEner (06/2009)
 

Dieses Spiel war eines der Argumente, meinen bereits lange aufgeschobenen PS3 Kauf nach den beiden Konsolen-Vorgängern nicht weiter hinauszuzögern.


Im heutigen Ego-Shooter bestimmenden PS3 Spiele-Dschungel fällt es nicht leicht, für weniger Ballerorientierte Konsolenfreunde echte Kaufgründe auszumachen, zumal Gran Turismo 5 weiter auf sich warten lässt.


Afrika, bzw Hakuna Matata, so die Bezeichnung der chinesischen Version mit englischen Texten, führt den Spieler nach Afrika zu einer Entdeckungs- und Forschungsreise, vornehmlich zum Fotos schiessen. Die verschiedenen Aufgabenstellungen bezieht man im Basis-Camp per Laptop. Klingt vielleicht etwas zäh und wenig abwechslungsreich. So wirkte es auf mich anfangs auch, vornehmlich aufgrund der eingeschränkten Möglichkeiten, die sich erst nach und nach (relativ schnell) im weiteren Spielverlauf auftun sollten. Zurück betrachtet sind die ersten Missionen eher als ausführliches Tutorial zu betrachten, was nicht unbedingt schadet. Hat man sich erstmal etwas weiter rangetastet gestaltet sich das Spiel durchaus interessant und abwechslungsreich, sogar ein spannender Story-Ansatz ist erkennbar, mehr möchte ich an der Stelle aber nicht verraten, nur: Mir wurde mehr geboten als ich erwartet hatte. Die Gesamt-Spielzeit liegt doch recht deutlich über dem Durchschnitt anderer Titel. Das mag auch daran liegen, dass hier schonmal Geduld angebracht ist und man nicht immer geradeaus Mission auf Mission erledigt, sondern tatsächlich auf Erkundungstouren gehen muss. Dabei ist durchaus Aufmerksamkeit von Nöten, die Tiere warten nämlich nicht darauf fotografiert zu werden, sind nicht alle auffällig wie Elefanten und rennen auch nicht bereitwillig ins Bild sobald es in der Nähe ist. Im Gegenteil: Einige sind so scheu, dass sie sofort Reisaus nehmen und die Chance auf einen erforderlichen, sehenswerten Schnappschuss erstmal zunichte sind.


Insgesamt zeigen die Tiere durchaus abwechslungsreiche, aber schon auch eingeschränkte Verhaltensmuster ihrer realen Vorbilder. Sie interagieren nicht nur mit dem Spieler, sondern auch mit ihrer Umgebung. Eine der grossen Stärken des Spiels sind hierbei die grafische Präsentation der Tiere sowie deren Animationen. Die Optik der Tiere verdient zweifelsohne volle Punktzahl.


Die Steuerung insgesamt leistet sich keine grossen Schwächen, nach einiger Übung wird sich ein jedermann gekonnt durch die Savanne bewegen können.


Der Sound ist solide, jedoch nichts besonderes. Etwas mehr atmosphärischer Tiefgang hätte eventuell nicht geschadet, wirklichen Anlass zur Kritik geben die Umgebungs- und Tiergeräusche sowie die Musik allerdings nicht.


Afrika ist ein Open World Titel, d.h., man darf sich im Spiel frei bewegen. Die fünf Areale sind allesamt nicht unüberschaubar riesig, aber auch nicht von einem Punkt komplett einsehbar. Diverse Gimmicks lockern das Spielgeschehen weiter auf, wie etwa ein Stativ mit Fernauslöser. Es gibt eine Auswahl Kameras und Objektive, die den Originalen von Sony nachempfunden sind und in ihren Funktionen und Konfigurationen zum experimentieren einladen. Aber auch Kamera-Laien, wie ich, werden ohne entsprechendes Know-How ansehnliche Bilder hinbekommen. Fotos können auf die PS3 Festplatte ausgelagert und z.B. auf einen Memory Stick übertragen werden. Entdeckte Tiere erscheinen im "Field Guide", dort kann man interessante Hintergrund-Infos, Bilder und Videos zu den (echten) Gattungen abrufen, bereitgestellt vom National Geographic. Weitere Extras sollen hier nicht vorweggenommen werden, da dies potentielle Spoiler darstellen. Gesagt sei: Es ist längst nicht alles.


Die Sprachbarriere stellt kein allzu grosses Problem dar, weder in der einfach gehaltenen Menuführung noch bei den Missionsbeschreibungen; diese werden in der Regel verständlich erklärt, auch für Menschen ohne Doktor-Titel und Englisch fliessend. Sprachausgabe gibt es nicht, lediglich Texte. Technisch läuft Hakuna Matata mit 720p und 5.1.


Trotz allem reicht es nicht für fünf Sterne, da so einige "Flüchtigkeitsfehler" für einen Vollpreistitel auf einer Konsole wie der PS3 eigentlich nicht sein dürfen:
- Die Grafik der Landschaften ist nicht gerade atemberaubend. Plattes Pixel-Gras und Steppe über weite Strecken trübt das Gesamtbild leider erheblich bei einem Titel, der aufgrund der Foto-Thematik makellose Grafik als sein Kapital zählen muss.
- Die Kollisionsabfrage ist zum Teil mies. Der Jeep bleibt aus voller Fahrt auch an kleineren Büschen einfach hängen. Wobei dies wiederum dazu führt, sich allgemein etwas vorsichtiger zu bewegen. Erwischt man beispielsweise ein Tier, stoppt das Auto abrupt und es gibt einen Anschiss. Das ist mitunter so frustrierend, dass man möglichst versucht, solche Situationen zu vermeiden. Technisch desolat, bei mir zeigt es aber durchaus nebenbei einen erzieherischen Erfolg.
- Die Ladezeiten, speziell beim Start des Spiels sind seeeehr lang.
- Slow-Downs kommen bei vielen Tieren in der Entfernung schonmal vor. Auch sind die Bewegungsabläufe der weiter weg befindlichen Tiere oftmals nicht flüssig, vermutlich um Ressourcen zu sparen. Sobald das Fernglas oder die Kamera darauf gerichtet wird läuft das Tier (oder die Tiere) allerdings rund, auch kilometerweit weg.


Zu guter Letzt in eigener Sache: Mir ist es absolut schleierhaft, warum Sony einem weltweiten Release dieses Spiels bisher eine Absage erteilt. Schon alleine aufgrund der Zusammenarbeit und bereitgestellten Materials des National Geographic sollten ganz neue zusätzliche Käuferschichten für die Playstation angesprochen werden. Würden die vorhandenen Fehlerchen ausgemerzt stünde Sony hier ein echtes Zugpferd in der Garage, das Potential zum Top-Seller ist durchaus vorhanden, natürlich etwas Marketing vorausgesetzt. Ein Ego-Shooter weniger und ein "etwas anderer" Titel mehr kann diese Konsole dringend gebrauchen. Hakuna Matata ist quasi das fast fertige Spiel dafür, um diese Lücke weiter zu schliessen. Wirklich schade und für mich absolut nicht nachvollziehbar. Hakuna Matata hat durchaus eine Chance in Europa verdient, mich hat es überzeugt.

Meinung:
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25.05.2012 09:34
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