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Der 137 g leichte PocketCinema T30 von AIPTEK ist ein Beamer, welcher als Lichtquelle RGB-LEDs beinhaltet. Dabei beträgt die Lichtstärke 15 Lumen im Netzbetrieb und 12 Lumen im Batterie-Modus. Das Kontrastverhältnis liegt bei 200:1 und ... weiterlesen
Der PocketCinema T30 erfüllt die an ihn gestellten Erwartungen. In der Klasse der mobilen PocketBeamer verfügt er derzeit über die meisten ANSI-Lumen und ist damit der lichtstärkste auf dem Markt.
Wie bei jeden anderen PocketBeamer auch, muss er in einem absolute abgedunkelten Raum betreiben werden, schon der geringste Licheinfall macht den Beamerspaß nahezu komplett zunichte.
Techn. Daten und Lieferumfang können der Artikelbeschreibung entnommen werden, hier nun ein paar Anmerkungen:
-Der Lautsprecher hat eine blechernen Klang
Das bei 0,5W Leistung kein pompöser Sound zu erwarten ist, liegt auf der Hand. Trotzdem ist es aber möglich auch bei geringer Lautstärke einen guten Klang zu realiseren, wie z.B. einige Smartphones unter Beweis stellen. Dies ist hier leider nicht der Fall.
-Adapterset
Für die Zielgruppe der Apple-User ist ein extra Adapter beigelegt - schön für diese User. Unschön dagegen, das kein Adapter für HD-Komponentenkabel beigelegt ist.
-Laufzeit
Nach 4h Dauerbetrieb, so ist in der Anleitung vermerkt, schaltet sich der Beamer automatisch aufgrund von (vermuteter?) Überhitzung ab.
Das ist sehr ärgerlich, denn anscheinend hat der Hersteller keine echten Überhitzungsschutz eingebaut sondern wohl aus Tests erfahren, dass es nach 4h Dauerbetrieb kritisch werden könnte. Extra Kühlung des Projektors (z.B. Ventialtor), um dem zu entgehen, bringt also nichts.
-Erschütterungssensor
Dafür hat der Hersteller aber einen Eerschütterungssensor eingebaut. Fällt einem das Gerät aus der Hand, schaltet es sich autm. aus. Um die Sperre wieder auszuschalten muss der Akku auf 100% geladen werden, erst dann lässt er sich wieder einschalten. Sinn & ZWeck dieses Features bleiben mir verborgen. Entweder das Gerät fällt runter und ist kaputt oder es hat den Sturz überlebt. Warum es sich dann autom. auschaltet, wenn der Faux-Pas bereits geschehehen ist, erschliesst sich mir nicht, zumal LED auch keine Brandgefahr darstellt. Noch unverständlicher ist mir die umständliche Freischaltung der Sperrung nach einem Sturz. Wem der Beamer bei 20% Akkukapaztität aus der Hand fällt kann im besten Fall mit 2,5h Ladezeit rechnen, bis der Akku wieder auf 100% ist und das Gerät sich entsperrt. Ein Resetschalter wäre wohl die bessere Lösung gewesen, noch besser hätte man auf dieses, aus meiner Sicht sinnlose, Feature verzichtet und dafür einen Temperatursensor verbaut.
Auch wenn es bereits aus der Artikelbeschreibung hervorgeht nochmal die Info, dass dieses Gerät keine Medien über USB ausgeben kann, man benötigt eine eigenständige Videoquelle, das Gerät spielt also ausdrücklich keine Videos etc. von einem externen Datenträger ab. Das unterscheidet das Gerät von vielen seiner Mitbewerber und sollte ins Kalül gezogen werden. Ich betone dies deshalb, weil auf den Produktfotos auf der Rückseite ein Mini-USB Anschluß zu erkennen ist - dieser dient aber lediglich der Stromversorgung und hat sonst keinerlei Funktion.
Der USB-Anschluß zur Stromversorgung bietet den Vorteil, dass das Gerät über ein reines USB-Kabel entweder aufgeladen oder betrieben werden kann (nicht beides gleichzeitg!), man kann sich also i.d.R. ersparen, extra das Netzteil mitzuschleppen. Zu beachten ist hierbei, dass der Ladevorgang über normales USB doppelt so lange benötigt wie über das mitgelieferte Netzteil, das Handbuch sagt dazu: 3h bei Ladung über Netzteil, 6h bei Ladung über norm. USB.
Positiv anzumerken wäre noch die beilegete Tasche, alles hat seinen Platz ist ist einigermaßen geschützt.
Negativ ist mir aufgefallen, dass das Gerät mit schnellen Bildwechseln seine Probleme hat, Farben werden nachgezogen. Ein Beispiel:
Auf der Wii habe ich einen Shooter, bei dem man mit einem Fadenkreuz zielen muß. Dieses Fadenkreuz ist weiß und setzt sich demnach aus allen 3 Farben zusammen. Bewegt man nun dieses Fadenkreuz, so zieht es bei sehr schnellen Bewegungen eine rote Spur hinter sich her. Dies fällt bei anderen Spielen bzw. Filmen nicht weiter auf, da dort solch extrem schnellen Bewegungen kaum vorkommen.
Grundsätzlich sei zum Thema PocketBeamer gesagt, dass diese Technik nat. noch in den Kinderschuhen steckt, die relative Lichtschwäche (im Vergleich zu "echten" Beamer) sowie die der Nachtzieheffekt sind keine speziellen Eigenheiten dieses Gerätes, sondern ein generelles Problem dieser jungen Technik. Diese Punkte sind demnach also nicht dem direkt Gerät anzulasten. Käufer sollten aber wissen worauf sie sich einlassen und nicht mit zu hohen Erwartungen an die Sache ran gehen.
+/- Punkte:
+ Lichstärkster PocketBeamer auf dem Markt (15 Lumen bei Netz-, 12 Lumen bei Akkubetrieb)
+ Lange Akkulaufzeit (+2h)
+ Tasche zum verstauen des Kleinkrams mit dabei
+/- USB-Anschluß zur Stromversorgung
- Blechern klingender Lautsprecher - da wäre mehr möglich gewesen
- Apple-Adapter schön, gut & trendy, ein generischer für HD-Komponenetenkabel wäre aber schöner gewesen
- Kein echter Überhitzungsschutz, Zwangspause nach 4h
- Fallsensor aus meiner Sicht komplett unsinnig & unnötig umständlich wieder freizuschalten
- Akku fest eingebaut und nicht austauschbar
Das Gerät erhält deshalb leider nur 3 Sterne von mir, hier fallen vorallem die Dinge ins Gewicht, die ohne grossen Aufwand hätten besser sein können, also der blecherne Lautprecher, der nicht austauschbare Akku und das fehlende HD-Adapterkabel.
Aufgrund der Tatsache dass dieses Gerät alleine keine Medien wiedergeben kann und zudem preislich recht hoch angesiedelt ist, gibt es im Prinzip nur zwei Gründe dieses Gerät einem anderen vorzuziehen: Die Lichstärke und die lange Akkulaufzeit. Alles andere bekommt man genau so oder ähnlch auch bei günstigeren Geräten.