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Das Notebook HP Mini 110C-1110SG besitzt die Maße 26.15x17.2x3.27cm und ein Gewicht von nur 1.17 Kilogramm. Der Arbeitsspeicher besitzt eine Größe von 1024MB und die Festplatte bietet 160GB Daten Platz und arbeitet dabei mit 5400 ... weiterlesen
Die Auswahl an Netbooks ist riesig - dennoch habe ich lange gesucht, bis ich schließlich das 110c-1110sg fand. Für mich war vor allem wichtig
--> dass das Display nicht spiegelt - da fallen schon 70 Prozent der aktuell erhältlichen Geräte durch den Rost (mir ist die ganze Mode mit den Spiegel-Displays völlig unverständlich, und ich sehe nicht ein, dass ich noch Geld in eine Entspiegelungs-Folie stecken soll)
--> dass die Tastatur sich trotz der geringen Abmessungen gut handhaben lässt - da sind das 110c und seine Verwandten spitze. Die Tasten erreichen rund 90 Prozent der bei normalen Laptops üblichen Größe, sind leicht nach unten gewölbt und haben einen guten Druckpunkt.
--> dass Windows XP Home dabei ist - denn, sorry, ein Atom 270 mit 1 GB RAM tut sich nunmal mit Windows 7 Starter etwas schwer
--> dass das Design mich überzeugt - ich finde das 110c sehr gelungen (mit einer Einschränkung - siehe wenige Zeilen weiter unten ...)
--> dass ich viele Anschlussmöglichkeiten habe - das 110c bietet 3x USB, 1x LAN, 1x VGA, Speicherkartenslot u. a.
So weit, so gut. Doch beim Auspacken bin ich etwas erschrocken: HP hat das Gerät mit einem 6-Zellen-Akku ausgestattet. Das steht hier bei Amazon leider nur im Kleingedruckten. Ich selbst habe das Gerät bei einer großen Elektronikkette gekauft - auch da gab es null Information, und ausgestellt waren die Geräte alle ohne Akku. Man ahnt also beim Kauf nichts.
Mit dem 6-Zellen-Teil will der Hersteller einen Mangel beheben, der bei anderen Geräten der Produktfamilie auftrat: Der 3-Zellen-Akku machte zu früh schlapp. Mit dem 6-Zellen-Stromspender soll das 110c nun gut und gerne sechs Stunden schaffen. Wunderbar - wenn der Akku nicht so extrem "auftragen" und damit das schöne Design halbwegs ruinieren würde. Der Stromspender ragt im hinteren Teil des Netbooks als eine Art Rolle nach unten etwa 2 bis 3 Zentimeter aus dem Gehäuse heraus. Auf dem Tisch steht das 110c damit schräg wie ein kleines Pult. Fest immerhin (weil der Akkus über die gesamte Gerätebreite reicht und eigene Gummifüßchen mitbringt), aber schräg eben ...
Nach anfänglichem Haareraufen und Kopfschütteln stellt man fest: Aus ergonomischer Sicht ist das gar nicht so übel - jedenfalls was das Bedienen der Tastatur angeht. Aber die Neigung betrifft halt auch das Display - und das lässt sich bei diesem Gerät leider nicht sehr weit nach hinten kippen. Mit dem idealen Blickwinkel aufs Display könnte es also kritisch werden. Und da das Netbook mit diesem Monster-Akku eben nicht mehr so schön platt wie eine (zugegeben etwas übergewichtige) Flunder ist, hab ich in Bezug auf die Benutzung unterwegs so meine Zweifel. Kann man das Ding zum Schreiben auf die Knie stellen ...? Auch scheiden bestimmte Netbook-Hüllen von vornherein aus - das Ding passt mit dem sperrigen Akku einfach nicht mehr überall rein.
Ich habe dem HP-Support die Frage gestellt, ob man den schwächeren, aber kleineren 3-Zellen-Akku als Zubehör nachbestellen kann. Dann hätte man die Wahl und könnte das Netbook je nach gewünschtem Einsatzort mit dem einen oder dem anderen ausrüsten. Eine Antwort habe ich noch nicht - ich werde sie ggf. hier posten.
Noch vier Nachteile sollen nicht unerwähnt bleiben:
- Zum installierten Windows XP Home wird - wie offenbar bei den meisten derartigen Geräten - kein Datenträger mitgeliefert. Es gibt nur eine Wiederherstellungspartition.
- Das eigentlich kleine und handliche Netzteil wird über ein dickes Kabel mit Schutzkontakt und voluminösem Schuko-Stecker ans Stromnetz angeschlossen. Ging das wirklich nicht anders??
- Laut Hersteller lässt sich der Hauptspeicher nicht aufrüsten, demnach unterstützt das Board nur 1 GB. Käme auf einen Versuch an ...
- Die Beschriftung der Zusatzfunktionen auf den schwarzen Tasten ist etwas dürftig geraten. Man muss schon sehr genau hinsehen.
Werde ich das Ding nun behalten oder als Mogelpackung (wegen des Versteckspiels mit dem Akku) zurückgeben? Weiß ich noch nicht. Was wären die Alternativen? Die Verwandschaft des 110c habe ich mir angeschaut. Da gibt es eines in Pink - nur für Damen geeignet. Das gleiche gilt für die Variante unter HP-Label im Design "Studio Tord Boontje" - ganz und gar nicht mein Geschmack. Letzteres ist zudem meist nur noch mit Windows 7 Starter zu haben. Dafür ist es nicht flink genug. Den Asus Eee PC gibt es auch in diversen Varianten. Hier und da erwischt man noch ein Modell mit mattem Display - aber vielfach ist es auch nur noch mit Win 7 zu haben. Und die Tastatur ist eben nicht ganz so gut wie beim Compaq/HP Mini. Zu den Geräten mit Intel Atom Z520 kann ich noch nichts sagen - sie sind noch relativ teuer, und meist gibt es auch nur ein verspiegeltes Display.
Unterm Strich gilt: Wer mit dem großen Akku leben kann, für den ist das Compaq-Gerät hier eine gute Wahl. Aber aufgrund der Akku-Größe, der begrenzten RAM-Erweiterungsmöglichkeiten und des fetten Netzkabels komme ich nur auf drei Punkte.