Merkliste
Das Notebook Asus M60J-JX019V kommt mit einem Gewicht von 3.3 Kilo und einer Akkulaufzeit von knapp 1.5 Stunden auf den Markt. Als Grafikkarte dient eine nVidia GEF GT240M mit einem Speicher von 1024 MB, was ... weiterlesen
Das ASUS M60J ist eines der ersten Notebooks am Markt mit dem neuen Core-i7-Notebook-Prozessor, genauer gesagt mit dem kleinsten Core-i7-Modell 720QM. Der nominale Takt beträgt wie bei einem Atom-basierten Netbook nur 1,6 GHz. Die tatsächliche Rechenleistung ist aber ein Vielfaches höher!!
Das M60J besitzt vier echte Rechenkerne und dank Hyperthreading vier weitere virtuelle Kerne. Im Taskmanager bekommt man daher 8 Kerne angezeigt, die zusammen mit bis zu 1,73 GHz getaktet werden. Sollte ein Programm nicht parallelisierbar sein und nur einen Kern benutzen, dann wird dieser Kern dank "Turbo Boost" automatisch auf bis zu 2,8 GHz übertaktet, so dass in jedem Anwendungsfall hohe Rechenleistung garantiert ist.
Die enorme Rechenleistung aufgrund des neuen Prozessors war für mich der Hauptgrund, das M60J zu kaufen. In der Beziehung bin ich auch nicht enttäuscht worden.
Leider kann das Notebook als Ganzes nicht mit dem schnellen Prozessor mithalten.
Als Graphiklösung wird ein nur mittelprächtiger Nvidia GT240 mit 48 Shadern eingesetzt. Der kann mit Mühe mit einem ATI HD4650 halbwegs mithalten. Aber wer hier mehr will muss beispielsweise zum deutlich teureren G60J greifen, das sich vom M60J im Wesentlichen durch die leistungsfähigere Graphik (Nvidia GTX260) unterscheidet.
Die Festplatte ist auch nur Standardkost. In meinem Exemplar ist eine Seagate-500MB-Platte verbaut, die mit 5400 Upm dreht. Hier wäre m.E. eine 7200er Platte passender - aber auch teurer - gewesen.
Ein wenig zwiespältig ist mein Verhältnis zum Display. Die Auflösung von nur 1366 x 768 ist für meinen Geschmack zu niedrig, auch das Seitenverhältnis von 16 : 9 finde ich nicht toll. Von der mangelnden Entspiegelung will ich gar nicht erst anfangen...
Andererseits ist das Display sehr leuchtstark und das Bild subjektiv gut.
Einige negative Punkte will ich nicht verschweigen:
Das M60J hat trotz des 53Wh-Akkus nur eine mäßige Akkulaufzeit von maximal etwa 2 Stunden, da der Prozessor mit einer TDP von 45W einen vergleichsweise hohen Stromverbrauch hat. Unter Last benötigt das Notebook etwas über 80 Watt, da ist noch deutlich früher Schluss.
Das Gerät ist mit ca. 3,3 KG zudem ziemlich schwer
Positiv ist die komplette Ausstattung mit Displayport, HDMI, Firewire, eSATA, Bluetooth, Cardreader, Webcam, Fingerabdruckscanner, ...
Was leider wie bei den meisten neueren Notebooks schmerzlich fehlt ist der SVideo-Ausgang!!
Das Gehäuse macht einen hochwertigen, sehr stabilen Eindruck und ist sehr gut verarbeitet. Die Tastatur kann da leider nicht ganz mithalten, aber ich arbeite wenn ich kann sowieso mit einer separaten Tastatur.
Die Lautsprecher von Altec Lansing können dem Anspruch an ein Multimedia-Gerät leider nicht entsprechen. Sie sind nur mittelmäßig und eher leise. Aber zu einem vollwertigen Multimedia-Notebook fehlen dem M60J sowieso ein Bluray-Laufwerk und ein Full-HD-Display.
Die Geräuschentwicklung hält sich sehr in Grenzen. Im Leerlauf ist das M60J kaum zu hören und auch unter Volllast bleibt es erträglich. Das DVD-Laufwerk passt hier ganz gut dazu, es ist auch keine Krawallmaschine.
Mein Fazit:
Im Großen und Ganzen bin ich mit dem M60J recht zufrieden, da es im Punkt Rechenleistung für ein Notebook neue Maßstäbe setzt.
Wer mit den Einschränkungen bei der Mobilität (hohes Gewicht, geringe Akkulaufzeit) leben kann und von der Grafikkarte keine Höchstleistungen beim Gaming erwartet, der sollte das M60J in Betracht ziehen.