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Endless Ocean 2: Der Ruf des Meeres ist ein weiteres spannendes und faszinierendes Nintendo Wii-Abenteuer aus der Endless Ocean-Reihe und ein Muss für alle Fans des Tauchsports und der Unterwasserwelt. Den Spieler erwartet eine phantastisch ... weiterlesen

89
100Vor- und Nachteile
Produktdaten
Der Ruf der Meere ist eine regelrechte spielbare Dokumentation der Natur der Wasserwelten.
Über 300 Tierarten (eingeteilt in Tiefseebewohner, Korallenbewohner usw.) findet man in den Ozeanen und Flüssen!
Es gibt sogar Landtiere (z.b. Eisbären, Pinguine, Robben), 34 verschiedene Arten! Das heißt, man kann auch auftauchen und auf kleineren und größeren Inseln an Land gehen.
An der Grafik gibt es sowohl über als auch unter Wasser wenig auszusetzen. Die Grafik- und Soundkulisse lässt wirkliches Urlaubsfeeling aufkommen.
Es gibt verschiedene Zeiten (morgens, mittags, abends, nachts) und auch Mondphasen, all das hat sehr realistisch Einfluss auf die Meeresbewohner. Nachts findet man z.b. andere Tiere als Tagsüber.
Wie im ersten Teil kann man wieder ein eigenes riesiges Aquarium mit Meeresbewohnern bewohnen. Diesmal kann man sogar ein eigenes Korallenriff anlegen!
Es gibt wirklich viel zu entdecken, aber lasst euch überraschen!
Wer den ersten Teil mochte, kann sich Teil 2 absolut ohne Bedenken holen!
Für alle anderen, die Endless Ocean noch gar nicht kennen: Wer sich wenigstens etwas für die Natur interessiert und nicht nur mit einem Ballerspiel glücklich wird, kann ebenfalls zugreifen!
Es sollte wirklich mehr Spiele dieser Art geben!
Ich hatte schon Endless Ocean 1 und fand das Spielprinzip schon damals sehr gelungen. Der neue Teil übertrifft den ersten aber bei weitem, indem er gleich noch nebenbei die kleinen Macken des ersten Teil ausbügelt.
Neben der Hauptgeschichte muss man noch eine ganze Reihe von Neben- und Sonderaufträgen erfüllen, die sehr liebevoll in die ganze Geschichte eingebettet sind. Dabei sind neben den bekannten Foto- und Führungsaufträgen auch Bergungsaufträge (zum Itemsammeln) zu erfüllen. Dabei wird man von verschiedenen Charakteren unterstützt, die alle ihre Besonderheiten haben und einem auf diese Art beim Tauchgang helfen können. Mit sehr schönen und zugleich informativen Zwischensequenzen und Dialogen hat Nintendo auch nicht gegeizt, so dass es immer eine Wonne ist, neue Gegenden zu entdecken und zu hoffen, weitere Sequenzen freizuschalten (welche man über die zuvor genannten Charaktere auch immer wieder ansehen kann).
Die Fische sind jetzt immer zugänglich und nicht wie im ersten Teil auf verschiedene Jahreszeiten verteilt und nun auch ihren Lebensräumen entsprechend zu finden. In Manaurai (1.Teil von Endless Ocean) waren alle Tiere in einem großen Atoll zu finden. Interessanter Weise nimmt der zweite Teil den ersten dabei auch leicht auf die Schippe, indem er andeutet, dass Manaurai aufgrund seiner hohen Artenvielfalt zum Weltkulturerbe ernannt wurde.
Ein weiteres Highlight ist das Aquarium, in dem man nicht nur wie gewohnt ein großes Becken gestalten muss, sondern auch Becken für die kleinsten Lebewesen gestaltet (Zoom-Foto-Tiere) und auch für die Tiere, die man gewöhnlich an Land findet (Eisbären, Walrosse...).
Schließlich kann man noch sein eigenes Korallenriff gestalten und beobachten, welche Korallen und Gegenstände welche Tiere anlocken.
Somit für mich ein Spiel, das rundum gelungen ist und das ich jedem weiterempfehlen kann, der nicht immer nur Rumballern will sondern die Schönheit der Meere und Flüsse genießen möchte. Glückwunsch Nintendo! Auf weitere solche Spiele!
Ich fälle sonst keine so vorschnellen Urteile, aber bei "Endless Ocean 2" mache ich eine Ausnahme. Schon seit ich Teil 1 besitze, verfolge ich die Entwicklung des zweiten Teils intensiv. Ich habe hohe Erwartungen an die Fortsetzung gestellt - und sie wurden bisher mehr als übertroffen.
Grafisch setzt EO2 auf die bewährte Optik des Vorgängers, mit leichten Verbesserungen hier und da. Auch wenn man von einer Wii naturgemäß keine 1:1-Nachbildung der realen Welt erwarten kann, haben die Entwickler hier mal wieder gezeigt, dass selbst die technisch am schwächsten ausgestattete der drei aktuellen Konsolen einiges Potenzial hat. Die Unterwasserwelt ist einfach wunderschön und detailliert, die Fische und anderen Meeresbewohner für Wii-Verhältnisse absolut realistisch animiert und auch der Soundtrack ist wieder gelungen. Schön finde ich, dass diesmal nicht alles von Hayley Westenra kommt. Ich mag diese Sängerin zwar sehr, aber die Abwechselung tut auch gut. Ein kleines Manko ist, dass man das Hintergrundlied diesmal nicht selbst auswählen und auch keine eigenen MP3s von SD-Karte nutzen kann. Dafür wechselt die Musik je nach Region, in die man hineintaucht oder je nach dem, was gerade passiert. So kommt z.B. eine "Weißer Hai"-ähnliche Musik, wenn ein Haiangriff droht.
Wo wir beim nächsten Thema sind: Teil 2 setzt nicht so stark auf Entspannen und einfach unter Wasser umherdümpeln wie Teil 1. Es gibt eine durchgängige Story mit zusätzlichen kleinen Nebenaufträgen, die diesmal dichter ist als beim ersten Teil. Auch gibt es gefährliche Tiere, die einen angreifen können. Viele davon kann man mit dem "Pulsar" verjagen, eine Art Strahlenpistole, die auch unter Wasser funktioniert. Damit kann man auch kranke Tiere heilen. Für Erfolge im Spiel kann man in bestimmten Kategorien aufsteigen und Geld verdienen, wofür man sich dann bei einer fahrenden Händlerin namens Nancy bessere Ausrüstungsgegenstände oder Dekoration für die Heimatinsel und das Privatriff kaufen kann, um die eigene Tauchbasis auf Vordermann zu bringen.
Außer tierische Partner hat man diesmal auch eine menschliche Mitstreiterin, Océane, die Enkelin des Tauchlehrers Jean Rouvier, die einen in bereits weitgehend erkundeten Gebieten herumführen oder in bestimmten Situationen behilflich sein kann. Da sie kleiner ist, kommt sie z.B. in enge Spalten und kann von dort aus Schätze bergen.
Tauchen kann man diesmal nicht nur in einem Fantasie-Atoll, sondern an real existierenden Tauchplätzen auf der ganzen Welt. Auch Sachen wie das Aquarium und das Privatriff sind diesmal "runder" gestaltet, so kann man in den Gebäuden herumlaufen und von dort aus das Becken betreten.
Das Tauchen selbst ist auch etwas realistischer geworden, so muss man Tiere nicht mehr füttern oder streicheln, um Informationen über sie zu sammeln - was man im realen Leben beim Tauchen nämlich auch nicht tun sollte. Je nach Erfahrung, die man gesammelt hat, lernt man bessere Atemtechniken und kann so mit seiner Luft besser haushalten. Auf unterschiedliches Klima reagiert der Körper unterschiedlich, so dass die Zeit, die man unter Wasser zubringen kann, je nach Tauchgebiet variiert. Auch verbraucht man in größeren Wassertiefen mehr Luft.
Kurzum: Es gilt wieder das selbe wie für Teil 1: Wer Spiele mag, bei denen alle drei Sekunden irgendetwas explodiert, der sollte besser die Finger von Endless Ocean 2 lassen. Wer eine wunderschöne Symphonie aus Musik, einer gelungenen Story und gelungenen Szenen erleben möchte und sich vielleicht darüber hinaus noch ein wenig fürs Tauchen interessiert, kann bedenkenlos zugreifen.