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Hallo!
Den NEC2690WUXi besitze ich nun schon seit einigen Monaten und habe ihn täglich viele Stunden im Betrieb, wodurch ich inzwischen gute 2000 Betriebsstunden angesammelt habe.
Die Helligkeitsverteilung ist hervorragend. Man muß nicht nur an Testberichte "glauben", man kann es tatsächlich sehen. Wem das nicht reicht, der kann es, wie ich, auch nachmessen! Vergleichbare Helligkeitsverteilungen gibt es nur recht selten, wie z.B. beim NEC Reference21, der mal eben schlappe 6500Euro kostet. Weniger als 10% Helligkeitsabweichung sind ein gutes Argument.
Der Monitor ist ideal für Grafiker geeignet, da er 95% vom AdobeRGB abdeckt und diese Farben auch KORREKT wiedergeben kann. Eine hardwareseitige Kalibration ist mit passender Kalibrationssoftware möglich und garantiert dann für eine farbkorrekte Darstellung und herrlich homogene Grauverläufe. Dank der 12bit LUTs sind alle Farbverläufe ohne störendes Banding realisierbar.
Der Kontrast ist absolut optimal. Es werden weder tiefe Farbtöne noch extrem helle verschluckt, sofern die Einstellungen nicht zu schlecht gewählt wurden.
Der Schwarzwert erreicht, je nach gewählter Zielhelligkeit, zwischen 0.27cd/m² und 0.45cd/m², was zwar nicht super niedrig ist, aber dennoch gute Kontraste ermöglicht. Als "Ausgleich" sind dafür auch tiefste Grautöne fein differenziert zu erkennen.
Bei den üblichen Helligkeiten, mit denen man nicht bei der Arbeit erblindet (also 120cd/m² oder 140cd/m²), liegt der erzielte Kontrast zwischen 450 und 500 cd/m².
Es gibt vielleicht zwei Dinge, die man bemängeln könnte:
1. Das Netzteil surrt etwas. Vom Geräusch her ähnlich wie ununterbrochenes Zirpen einer Grille, nur viel leiser. Bei mir ist es nicht hörbar, da mein Computer deutlich lauter ist. Auch bei einem leisen PC wäre es bei meinem Modell schwierig das surren zu hören (neuere Modelle sind noch leiser!).
2. der voreingestellte sRGB-Modus ist nicht gerade der beste.
Im Auslieferungszustand ist der Monitor auf 100% Helligkeit eingestellt, was natürlich viel zu Hell ist. Der Monitor verfügt also über mehr als genügend Helligkeitsreserven.
Die Minimale Helligkeit ist standardmäßig leider nicht unterhalb von 126cd/m² einzustellen (schwankt von Monitor zu Monitor), aber es gibt zusätzlich einen Low-Bright-Modus, wodurch die Helligkeit deutlich weiter abgesenkt werden kann UND: Wenn der Monitor hardwareseitig kalibriert wird, kann man auch vollkommen problemlos Helligkeitswerte unterhalb von 120cd/m² als Zielvorgabe wählen. Im OSD steht dann zwar "Helligkeit 0", teilweise mit blinkender 0, aber der tatsächlich eingestellte Wert würde dann wohl ehr -10 entsprechen.
Bei einer durchschnittlichen Kalibrierung erreicht mein Modell ein deltaE von ~ 0,5 (nicht deltaE 94, da sind die Werte natürlich noch besser) mit einer Maximalabweichung von weniger als 1,2 deltaE (meistens im Grünen). Je nach Kalibrationssoftware und gewählter deltaE Auswertung liegt die maximale Abweichung auch deutlich unterhalb von 1.
Die Blickwinkelabhängigkeit ist minimal. Selbst bei extremen Betrachtungswinkeln sind kaum Farb- oder Helligkeitsveränderungen festzustellen.
Wer einmal an diesem Monitor saß, der wird bei jedem TN-Panel anfangen zu heulen. ;)
Die L-förmig angeordneten Tasten für das OSD sind intuitiv gut zu bedienen und die Belegung wird zusätzlich auf dem Bildschirm eingeblendet. So kann man auch in tiefster Nacht sicher durch das OSD navigieren. Die flachen Tasten machen einen hochwertigen Eindruck, haben einen angenehmen Druckpunkt und reagieren anstandslos.
Das ganze Gehäuse ist hervorragend gearbeitet mit kleinen und konstanten Spaltmaßen ohne überstehende oder krumme Kanten. Obwohl der Monitor recht groß und schwer ist, ist die Machanik wunderbar auf genau diese Bedingungen abgestimmt. Die Höhenverstellung ist bei mir mit nur einem(!) Finger bedienbar, verstellt sich jedoch nicht von selbst. Die gesamte Mechanik hat absolut kein Spiel und das Display wackelt erstaunlich wenig für seine Größe. Der Fuß erlaubt es, daß das Display gedreht wird, steht aber trotzdem satt auf dem Tisch und wackelt in keiner Richtung. Ob in Pivot- oder Landscape-Stellung, das Display rastet leicht ein und ist leicht in die exakte Position zu bringen.
Die integrierte Kabelführung hinten am bzw im Standfuß lässt bis zu drei Kabel unsichtbar verschwinden. Kleiner Nachteil: Strom + 3 Signalkabel wird verdammt eng. Bei mir (etwas dickere und gut geschirmte Kabel) passen definitiv nur drei in die Kabelführungen.
Auf der Rückseite befindet sich oben ein intergrierter Tragegriff, der guten Halt bietet und sowohl groß als auch Stabilgenug ist, so daß man den Monitor problemlos tragen bzw hochheben kann.
Spiele:
~7ms Reaktionszeit, im schlimmsten Fall ca 16ms. Es gibt sogenannte "Gamer" Monitore, die zwar "2ms" angeben, aber schlechtere Reaktionszeiten bieten. Ich spiele keine super schnellen Shooter, aber gelegentlich doch mal das ein oder andere Spiel und habe keine Probleme feststellen können.
Wen ein Spiel natürlich knalliges Grün und Rot verwendet, dann tritt das auf diesem Monitor, dank seines großen Farbraumes, besonders hervor, stört aber nicht.
Da ich zuvor privat nur High-End Röhrenmonitore genutzt habe, da mir gute Farben, keine Blickwinkelabhängigkeit und eine gleichmäßige Helligkeitsverteilung enorm wichtig sind, kann ich mit bestimmtheit sagen, daß dieser TFT jedem CRT weit überlegen ist, allerdings bei Schwarzwert, wenn der CRT optimal eingestellt ist, nicht ganz mithalten kann.
Nettes Gimmick: Die Power-LED ist nicht nur dimmbar, damit sie nicht blendet. Standardmäßig auf Blau, kann man die LED auch auf grün umstellen, dimmen, oder auch abschalten. Bei mir ist sie bei ca 55% der Ursprungshelligkeit und auf grün - somit ist sie schön dezent und stört nicht.
Tipps:
- EyeOne Display II zur Kalibration benutzen (ein Spyder 2 ist für WideGamut-Displays, wie dieses hier, nicht geeignet).
- Die Schärfe um einen Tastendruck erhöhen.
- ColorComp auf 3 für optimale Farbhomogenität
(Manche dieser Einstellungen sind nur im erweiterten OSD zu finden, in welches man kommt, wenn man beim einschalten des Gerätes die INPUT-Taste gedrückt hält.)
Stromverbrauch: Im Standby weniger als 1W, vorn am Gerät Ausgeschaltet 0W. Zusätzlich gibt es noch einen Netzschalter am Gerät.
Alles in allem: Ein hervorragendes Gerät für ambitionierte (hobby) Grafiker, die nicht zu kleinlich bei der Geräuschentwicklung sind. Hier steht die Bildqualität ganz klar im Vordergrund.
Wer ein absolut geräuschloses Display sucht, der ist hier leider falsch.
- Sehr starkes grün. Eigentlich zu grün.
- Der Fuß ist viel wackliger als beim NEC 2180.
- Leider ist der Mindestabstand Unterkante des Bildes von Tisch 9,5cm. Mit der Gesamtgröße des Monitors ist daher die Oberkante des Bildes 45cm (!) oberhalb der Tischfläche. Das ist leider höher als für ein entspanntes Schauen zuträglich...
Der Monitor liefert eine exzellente Bildqualität für grafische Arbeiten und Bildverarbeitung. Die Mechanik arbeitet einwandfrei.
Das Summen des Netzteils nehme ich nur wahr, wenn ich den Kopf direkt an den Monitor lege.
Qualität hat jedoch auch ihren Preis.
Ich habe den Monitor nun seit einigen Tagen.
Die Bildqualität ist exzellent. Absolut gleichmäßige Helligkeit, natürliche Farben. Sehr angenehm zu bedienendes Einstellmenü.
Mechanisch sehr gut ausgeführt: der Bildschirm läßt sich leicht drehen, neigen, in der Höhe verstellen und ins Hochformat drehen.
Einziger Nachteil: das im Monitor eingebaute Netzteil erzeugt einen leisen hochfrequenten Ton. In einer üblichen Büroumgebung ist dieser vermutlich nicht hörbar, aber in meinem absolut stillen Büro kann ich den Ton hören. Deshalb von mir nur 4 Sterne.