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Nokia N900

(13 Expertenmeinungen)

Das erste was beim Nokia N900 ins Auge fällt ist das relativ große Display, das nicht nur 16 Millionen Farben anzeigen kann, sondern auch eine Auflösung von 480x800 Pixel erreicht. Das ist auch nicht unwichtig, ... weiterlesen

Nokia N900
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Nokia N900 Nokia N900
Nokia N900

88

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13 Tests
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Vor- und Nachteile

  • großes Touchscreen mit sehr guter Darstellung
  • Vollausstattung mit 32 GB Speicher
  • 3,5 mm-Klinkenbuchse
  • eignet sich zum schnellen Surfen
  • große Bauform
  • hohes Gewicht

Produktdaten

  • Navigationssoftware: Navigationssoftware installiert
  • Steckplatz für Speicherkarten
  • installiertes Betriebssystem: Maemo
  • MP3 / ATRAC Wiedergabe
  • Alle Nokia Produkte
  • nokia.de/
 

2 Meinungen

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Nokia N900 Meinungen
Awesome phone!Uli (12/2009)
 

Ich stimme im wesentlichen der ausführlichen Rezension von Nokia-Fan zu, obwohl ich selbst nicht direkt ein Nokia-Fan bin. Mit dem N900 als Telefon und mobilem Internet Computer bin ich sehr zufrieden.

Ich habe das Telefon seit zwei Tagen und war begeistert von der ersten Minute. Das Gerät fühlt sich im großen und ganzen wertig an, auch wenn es viel Plastik hat. Anfangs bedurfte es etwas Gewöhnung an die Tastatur und den Touchscreen (es ist mein erstes Telefon in der Art), doch jetzt fühlt es sich schon an als hätte ich es seit langer Zeit.

Das N900 bedient sich eher wie ein Internet Tablet und ist gefühlt weniger ein Telefon. Es erfüllt seine Telefonaufgaben bisher tadellos und bietet dazu einen vollwertigen Zugang zum Internet mit einem Browser, der die Web-Seiten darstellt wie bei den großen PCs. Hier erweist sich der Stylus als sehr nützlich, denn die Web-Seiten sind ja im Regelfall nicht auf Bedienung mit Touchscreen ausgelegt und wer will schon dauernd herumzoomen?

Das Gerät mit all seinen Fähigkeiten auszuschöpfen wird sicher noch etwas Zeit benötigen. Die Internetcommunities bei Maemo.org und pocket.at/maemo sind dabei eine große Hilfe.

Empfehlung für alle, die bereit sind mit Technik zu spielen, und für alle, die mehr wollen als ein Telefon und das kleiner als ein Netbook. Das N900 passt bequem in meine Jackentasche.

Luxus-Smartphone von Nokia mit Debian-ShellNokia-Fan (12/2009)
 

Wichtig: das ist eine Rezension und kein Test.
Wer einen Test lesen möchte, soll einen der vielen Tests zum N900 durchlesen.
Das hier ist eine Rezension, d.h. ein subjektiver, schnell verfasster, intuitiv geschriebener Artikel über ein Produkt, über das mich mir eben so meine Gedanken mache. Diese Rezension soll einfach denjenigen bei der Kaufentscheidung unterstützen, der Interesse am N900 hat und wissen will, wie ein anderer als er selbst über das Produkt denkt.

Das N900 von Nokia wirkt hervorragend verarbeitet.
Die Tastatur, die beim Aufschieben zutage tritt, ist sehr gut bedienbar, da die Tasten leicht angeraut und halbrund erhöht sind. Damit ist die Tastatur besser bedienbar als beim Motorola Milestone.
Leider sind auch hier nur drei Reihen verwirklicht worden, d.h. die oberste Buchstabenreihe muss per Sondertaste als Zahlenreihe dienen, diesen Nachteil teilt das N900 mit dem Milestone.
Sehr schön ist, dass die deutschen Umlaute eigene Tasten spendiert bekommen haben, das erhöht die Tippgeschwindigkeit beim Texten enorm, sofern man die deutsche Sprache verwendet.

Das Display ist sehr scharf, aber es ist nicht von der kapazitiven Sorte, d.h. es kann mit Eingabestift gearbeitet werden, der vom N900 bereitgehalten wird (einschiebbar, was nicht selbstverständlich ist, siehe Samsung Omnia etc., wo die Stifte teilweise an Schnüren am Gerät baumeln).
Ich persönlich mag kapazitive Displays lieber (wie beim Motorola Milestone), da sie sehr viel empfindlicher auf Fingereingaben reagieren. Aber das resistive Display des N900 ist hervorragend ausgeführt, die Fingerbedienung klappt wirklich gut. Halt nicht ganz so feinfühlig und empfindlich wie das des Motorola Milestone. Dafür kann man die Eingabe mit normalem Stift beim Milestone vergessen, man bräuchte dann einen Spezialstift für kapazitive Displays. Das muss man also je nach persönlichen Vorlieben entscheiden.

Texteingaben können auch per virtueller Tastatur erfolgen. Diese virtuelle Tastatur ist beim N900 schön ausgeführt - große Tippflächen, durchdachte Bedienung. Es kann sein, dass viele N900-Eigner mit der virtuellen Quer-Tastatur schneller schreiben werden als mit der ausschiebbaren Echt-Tastatur des Geräts.

Was ich persönlich etwas schade finde: die starke Ausrichtung des N900 auf querformatige Bedienung. Ich liebe Handys, die sich auch zur Einhandbedienung (hochkant gehalten) eignen. Das N900 ist sehr konsequent auf beidhändige Bedienung im Querformat ausgelegt. Das liegt mir nicht so, ich mag das zwar in manchen Fällen, aber oftmals ist eine Einhandbedienung unheimlich praktisch, wenn man z.B. in der einen Hand eine Einkaufstüte, etwas zu essen, eine nette Frau oder sonstwas hält und mit der anderen, freien Hand das Handy bedienen kann.

Aber das lässt sich sicher per Update irgendwann nachholen. Schließlich ist Linux (das Debian-basierte Maemo) auf dem N900 installiert.
Für eine sehr große Anzahl von Interessenten wird das N900 eine riesige Anziehungskraft ausüben: es befindet sich bereits eine Verknüpfung zum X-Terminal auf dem N900, wenn man diese Verknüpfung antippt, erscheint ein Terminal-Eingabefenster und meldet sich mit:
BusyBox v1.10.2 (Debian 3=1.10.2.legal-losso26+0m5) built-in shell (ash)
Enter "help" vor a list of built-in commands
~ $
Wenn man nun den Befehl "ls" eingibt, erscheint: MyDocs

Man kann auch einen Repository-Pfad eingeben, um Pakete mit einer professionellen Paketverwaltung zu installieren.

Also das perfekte Mobiltelefon für die Linux-Fraktion. Wir dürfen gespannt sein, wie es von dieser aufgenommen wird. Per X-Weiterleitung aufs Handy können Linux-Media-Center, auf denen die Linux-Programme Amarok oder Kaffeine laufen, fernbedient werden. Auch fehlt beim N900 die Infrarot-Schnittstelle NICHT, d.h. man kann viele Linux-Fernbedienungsprogramme nutzen und damit seine Stereoanlage und seinen Fernseher fernbedienen. Da man per ssh über die Konsole auf andere Linux-Rechner zugreifen kann, ist auch das eine interessante Fähigkeit des N900. Und mit dem Programm Irreco wird das N900 zu einer Logitech Harmony aufgerüstet. Ich wünsche dem N900 jedenfalls viel Glück.

Das Gehäuse weist übrigens ganz entfernte Ähnlichkeiten zum 5800 XpressMusic von Nokia auf. Das Display wird durch einen deutlich spürbaren, umlaufenden Rahmen geschützt. Und die Gehäuse-Rückseite ist aus einem etwas einfach wirkenden, aber seinen Zweck erfüllenden Kunststoff gefertigt. Ich denke, das N900 übersteht Stürze recht unbeschadet, kein Metall, das sich bleibend verbeult oder verformt. Da muss irgendein finnischer Designer dahinterstecken, dem diese Form unglaublich gut gefällt. Wer das N900 neben das 5800 legt, versteht, was ich meine. Das zum Design. Es wirkt nicht schlecht, aber es besticht keineswegs durch Eleganz.

Ich finde das Bedienkonzept von Maemo deutlich runder als das von S60 v.5 - es sieht einfach moderner aus. Aber momentan bin ich noch etwas ungeübt in der Bedienung, man muss sich schon erstmal etwas einfinden, wenn man das S60 gewohnt ist.

Das Surfen geht unglaublich gut, der Browser (es soll sich um die Engine von Mozilla handeln) zeigt die Inhalte sehr gut lesbar an, das Rendering geht schnell vonstatten, und dank der Tatsache, dass der Browser auf Mozilla basiert, lassen sich auch dessen Addons installieren (Adblock, Wetter-Addons, Tab-Gimmmicks etc.).

Kommen wir zum Schluss der Rezension und zur spannenden Frage - wer muss sich das N900 kaufen, und wer soll sich was anderes holen?

Wer muss sich das N900 kaufen?
- alle Linux-Profis, die die Kommandozeile mehr lieben als alles andere auf der Welt
- alle Nokia-Fans, die von sämtlichen S60- und S40-Betriebssystemen gelangweilt sind
- alle Mozilla-Firefox-Fans, die schon immer mit dem Firefox auf ihrem Handy surfen wollten

Wer soll sich ein anderes Smartphone kaufen?
- alle iPhone-Apple-Jünger
- alle Windows-Mobile-Verfechter, die ihre Registry über alles mögen
- alle Android-Liebhaber, für die ihr Googlemail-Account das Größte ist (auch Android basiert auf einem Linux-Kernel)
- alle Blackberry-User, die schon mit einem Blackberry in der Hand geboren wurden
- alle Mobilfunker, die auf eine tolle Einhand-Bedienung Wert legen (komischerweise gibt es davon augenscheinlich ganz wenige Menschen, obwohl man Handys unglaublich schnell und komfortabel mit einer Hand bedienen kann - es gibt immer mehr Quertz-Handys mit Schiebetastatur, die nur ganz rudimentäre oder gar keine Einhandbedienung ermöglichen)
- alle, die auf topmodische und superedle Handys stehen (das N900 ist nicht super-stylisch und nicht super-edel, aber man fällt keineswegs negativ damit auf, es hat Gott sei Dank keine quietschbunten, umlaufenden Farbelemente und keine silberfarbenen Anbauteile, die aus silberfarben lackierten Kunststoffen bestehen und die sich mit der Zeit abnutzen)

Ich denke, das N900 wird seinen Weg machen, für Pinguine ist es leider nicht wasserdicht ausgeführt, aber es überzeugt als Geek-Phone für Linuxer, als Arbeitstier für einige Business-Nutzer, die es sich aus Interesse anschaffen, um mal was anderes als einen Blackberry in der Hand zu halten, und vielleicht wird es das Urmodell für alle zukünftigen Nokia-Smartphones mit Linux, um die sich eine sehr große freie Entwicklergemeinde kümmert und fleißig Anwendungen programmiert. Wer weiß?

Dies war eine Rezension und kein Test. Tests gibt es woanders in Hülle und Fülle.

Meinung:
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