Merkliste
Meine erste Spiegelreflex war eine "Pentax ME super" (1980er), meine erste gute Digitalkamera die "Canon G10" (2008) und meine erste digitale Spiegelreflex die "Pentax K20D" (2009). Jetzt bin ich zufriedener und stolzer Besitzer der "Lumix GF1" (2009). Vorab: die Kamera ist so gut, dass sie süchtig macht. Und nicht nur weil sie so klein ist (passt mit dem 14-45mm Zoom in die Jackentasche). Aber ein Schnäppchen ist sie nicht gerade ;-)
Bekanntlich ist die Sensorgröße der "Hubraum" einer Kamera. Wo viel Dampf unter der Haube ist, gibt es viele Reserven. Die "Canon G10" hatte mich schon sehr beeindruckt aber die winzige Sensorgröße einer Kompaktkamera hat natürlich ihre Grenzen, was Lichtempfindlichkeit, Rauschverhalten und Tiefenschärfe angeht. Bei ISO 200 sollte bei der "Canon G10" (ISO 400 bei der "G11") langsam Schluss sein...
Der Sensor der "Lumix GF1" ist 5mal größer, als jener der "Canon G10/G11" und unwesentlich kleiner als jener der DSLR "Pentax K20D" (APS-C). Erwartungsgemäß kann man ganz entspannt bis ISO 800 praktisch rauschfreie Fotos machen, erst ab ISO 1600 beginnt das Bildrauschen (so dass man es bemerkt). Und Tiefenschärfe ist ebenfalls kein Problem, Portraits mit unscharfem Hintergrund z.B. sind selbstverständlich (mit offener Blende natürlich am besten). Das ist Spiegelreflex-Feeling!
Die Geschwindigkeit des Autofokus ist sehr gut im Gegensatz zur "Olympus Pen", die ja ebenfalls im MFT (Micro Four Thirds) Sektor angeboten wird. Gemessen ist die Auslöseverzögerung inkl. Autofokus ca. 0,4 Sekunden, ohne AF sogar nur 0,05 Sekunden (irrsinnig schnell sogar für DSLR Verhältnisse). Mit drei Bildern pro Sekunde ist sie genauso schnell wie die "Pentax K20D", dafür aber bezaubernd leise. Inmitten einer Menschenmenge fällt es überhaupt nicht auf, wenn man blitzschnell eine Bildserie "abfeuert".
Die Bildqualität ist einfach umwerfend: superscharf, natürliche Farben mit eher weniger Sättigung, so gut wie gar kein Bildrauschen bis ISO 800. Demobilder auf richy schley de. Der mit Leitzahl 6 eher mickrig dimensionierte Aufklapp-Blitz geht als Aufhellblitz auf jeden Fall durch und macht überhaupt keine roten Augen. "Richtige" Blitze können auf dem Blitzschuh montiert werden (z.B. Metz mit LZ 48) und arbeiten via TTL (through the lens) optimal mit der GF1 zusammen. Der Aufstecksucher (den ich nicht habe) könnte bei starkem Sonnenlicht interessant sein, obwohl das brilliante 3 Zoll Display (460.000 Bildpunkte) sehr gute Bildkontrolle zulässt. Bei manuellem Fokussieren schaltet die Kamera automatisch die Lupe an, wodurch man feinste Details erkennen kann.
Die Bedienung geht intuitiv und leicht vonstatten (im Gegensatz zum Labyrinth-Menü der "Olympus PEN"). Anfänger können auf den "iA" Modus schalten und alle Einstellungen (auch ISO, Weissabglich) dem Kameracomputer überlassen. Mit dem oben liegenden Drehschalter wechselt man zu Serienbild, Belichtungsreihe und Selbstauslöser. Mit dem "ISO Knopf" schaltet man schnell zwischen verschiedenen Empfindlichkeiten hin und her. Mit dem Quickmenü kann man zügig JPG, RAW oder JPG + RAW wählen und vieles mehr.
Für die Bearbeitung von Bildern im RAW Format steht die umfangreiche und schicke Software "Silkypix Developer SE" zur Verfügung. Sie optimiert das Foto entweder automatisch oder manuell. Die Resultate sind überzeugend.
Und dann diese HD Videos! Einfach klasse. Auf Youtube findet man ja einige Demos... Das Mono Mikrofon erinnert einen daran, dass man eine Kamera in der Hand hat und keinen Camcorder. Aber die Qualität ist auch bei Vollbild (1440 x 900 bei mir) einfach zum Niederknien. Man kann während des Filmens zoomen und entweder manuell Fokussieren oder per Autofokus (funktioniert super!). Zum Bearbeiten und Schneiden nehme ich "Pinnacle Studio HD".
Eine Besonderheit sind die Wechselobjektive. Man kann nicht nur die MFT Objektive von Olympus und Panasonic verwenden, sondern mit Adaptern für zahlreiche Kameramodelle auch alte Kostbarkeiten, sogar Zeiss Objektive. So kann man auch auf einer Kamerabörse ein Schnäppchen machen und dieses an die "Lumix GF1" montieren (natürlich ohne Autofokus und Bildstabilisator). Der im Kit Zoom-Objektiv integrierte Bildstabilisator lässt auch scharfe Freihandfotos bei 1/5 Sekunde zu, nicht nur bei 28mm Weitwinkel, sondern auch bei 90mm Tele.
Die "Lumix GF1" macht (mich zumindest) süchtig, weil sie so klein, so leise und so leistungsfähig ist. Eine Spiegelreflex im Kompaktkamera-Format! Für Leute, die das Geld übrig haben absolut empfehlenswert und ein Glücksgarant für anspruchsvolle Fotografen, die das kompakte Format einer "Canon G10" schätzen mit der Bildqualität einer Spiegelreflex.
Ich habe die Kamera wegen der Kompatibilität mit meinen alten Leica-Objektiven gekauft. Ums kurz zu machen - das ist ein Ammenmärchen. Wer ein Leica-Objektiv scharf stellen willen braucht pro Foto 2-3 Minuten und dann ists immer noch nicht in jedem Fall ok. Mit den Originalobjektiven ist alles ok - aber der Preis ist eine glatte Unverschämtheit (Ich habe das 1,7/20mm).
Die GF 1 ist DIE Kamera,auf die ich gewartet habe.Klein,leicht und sehr gut verarbeitet(das Gehäuse ist komplett aus Metall).Die Bildqualität ist bis ISO 800 sehr gut(DSLR Qualität), die HD-Videos rauben einem die Sprache(normale HD-Camcorder können wirklich nicht mithalten). Habe sie im Set mit dem 20 1,7 gekauft.
Fazit: wer eine kompakte Reisekamera mit DSLR Bildqualität sucht, die dazu noch HD Filme in Kino-Qualität bietet, sollte sich unbedingt die GF1 näher anschauen.
Ich besitze die Kamera jetzt seit einer Woche und möchte euch/ihnen die ersten Erfahrungen mitteilen:
(Die technischen Möglichkeiten spare ich mir, ich möchte nur kurz über die Sachen schreiben, die mir bis jetzt aufgefallen sind.)
Klein - etwas größer als die DMC lx3 und kleiner als die GH1.
Leicht und dennoch griffig, obwohl ich klobige Hände habe.
Das Standart 14-45 mm Zoom ergibt einen auf Kleinbildformat umgerechneten Bereich von 28 mm Weitwinkel bis 90 mm (leichten) Telebereich.
Da das Objektiv einen integrierten OIS - Stabilisator hat = Optischer Bild Stabilisator) stöhrt die rel. geringe Lichtstärke 3,5 bis 5,6 nicht wirklich, zumindest für die Standart Fotografiesituationen. Der OIS funktuniert auch im Filmmodus !
Ein Auswahlkriterium für mich war auch die Möglichkeit im RAW-Format fotografieren zu können, um damit ein nachträgliches Bearbeiten des "Negatives" zu ermöglichen,z.B. Ausrichten des Horizontes oder Bearbeiten von Stürzenden Linien bei Architekturfotos.
Auch die Wahlmöglichkeit zwischen 4:3, 3:2 und 16:9 Seitenverhältnis zu wechseln, empfinde ich als Vorteil dieser Kamera.
Zur Optischen Qualität:
Erstaunliche Qualität auch schon im JPEG-Modus - im Vergleich zur Olympus 520 erscheinen die Bilder durchweg etwas brillanter und schärfer, obwohl ich mit der Olympus 520 schon sehr zufrieden war!
Im RAW Modus legt die Bildqualität aber nochmal zu, obwohl die Jpeg Qualität schon sehr gut ist.
Bis ISO 800 entdecke ich bei Vergrößerungen bis DIN A4 kein auffälliges Rauschen - da muss die 520ér leider schon passen..
Auswahl des Farbmodus bei Farbe und SW. Ich habe mit dem Modus -Natürlich- sehr schöne Ergebnisse erzielt. Dieser hebt das Blau und Grün an, ergibt also Vorteile bei der Landschaftsfotografie. Zusätzlich gibt es den sog. "My-Color-Modus" mit insgesamt sieben vorprogrammierte Effekten - Expressiv, Retro, Pur, Elegant, Monochrom, Dynamisch und Silhouette. Ihre Wirkung lässt sich dank Live-View schon vor der Aufnahme am Motiv überprüfen.
Besonders hervorheben will ich den superschnellen und reaktionsschnellen Autofocus, auch da muss die Oly 520 passen.
Individuell einstellbare Menüpunkte - Farbe, Belichtung, Qualität, Fokus. Gitternetz, Tastenbelegungen. Das funktioniert auch im Filmmodus!.
Sehr scharfe klare Bildergebnisse auch schon im Jpeg Modus (Ausdruck auf Canon Drucker PIXMA MP 980 bis Größe DIN A4.
Für die optimale Überspielung der Filme (HD 1280 x 720) auf einen HD fähigen Fernseher brauchen sie zusätzlich ein HDMI Mini - Videokabel (leider nicht im Lieferumfang)
Zusammengefasst würde ich folgende Beurteilung abgeben:
Absolut zu empfehlen!
Ich bin von dieser Kamera schlichtweg begeistert.
5 Sterne
Nachtrag am 20.10.:
Bei Nahaufnahmen besonders hilfreich ist die manuelle Scharfstellung mit der automatischen Umschaltung auf die Lupenfunktion (Teilausschnitt im Display bzw. Monitor) sobald man den Drehring des Objektives bewegt.
Meine Begeisterung ist immer noch da !.