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Bei der Panasonic Lumix DMC-GF1 handelt es sich um eine griffige Digitalkamera in Kompaktbauweise. Sie bringt einen LiveMOS Chip mit, der eine Auflösung von 12,1 Millionen Bildpunkten bei Standbildern bereit stellen kann. Dabei wird eine ... weiterlesen

Produktdaten
Nachdem ich die GF1 seit 2 Tagen besitze und ausgebig getestet habe, muss ich sagen: Sie blieb hinter meinen Erwartungen WEIT zurück!
Vor dem Kauf der GF1 besaß ich eine Sony Alpha 200. Ich entschied mich die kleine Kamera zu kaufen, da man sie besser in der Jackentasche transportieren kann und man nicht so sehr damit auffällt.
Als eine Einstiegerkamera macht selbst die Sony bessere Bilder: Sättigung, Schärfe, Rauschverhalten und anderes sind bei ihr weitaus besser. Bei der GF1 hat man das Gefühl nichts in den Händen halten zu können und dass die Kamera gleich aus den Händen rutscht. Sie hätte etwas größer sein können.
Der Bildschirm auf dem man eine Vorschau sieht und die das Okular ersetzt ist mieserabel. Auch Videos haben eine schlechte Qualität - obwohl man mit einer solchen Kamera nur die Ambition verfolgen sollte, Fotos zu machen.
Das Rauschverhalten bei wenig Licht ist grottenschlecht. Entweder, man verkürzt die Belichtungszeit und nimmt eine sehr dunkles Bild in Kauf oder setzt die ISO-Zahl hinauf und wird mit einem Bild, wie man es von USB-Kameras kennt überrascht.
Ich werde die GF1 wieder zurückgeben und empfehle sie keinem, der ernsthaft Fotografieren will! Schaffen Sie sich eine Spiegelreflex zum gleichen Preis an!
Zur Abbildungsleistung, über die man in diversen Magazinen und Internetveröffentlichungen ausreichend lesen kann, will ich mich nur soweit auslassen, als daß sie mir ausgesprochen gut gefällt, für meine Zwecke vollkommen ausreichend ist und die Abbildungsleistung im Vergleich zu Chemiefotografie gleichen Formats und Preises nicht unerheblich besser ist.
Das Handling dieser Kamera finde ich voll und ganz überzeugend.
Das fängt beim Body mit den gut definierten Druckpunkten der Bedienelemente und den satt rastenden bzw. stramm gehenden Einstellrädern an, an dem nichts quietscht, knarzt oder wackelt, setzt sich über das Objektiv, das für diese Preisklasse sehr ordentlich verarbeitet ist und im Gegensatz zu Erzeugnissen manch anderer großer Hersteller inklusive Sonnenblende aber dafür ohne Kunststoffbajonett kommt, fort und endet mit der großteils intuitiven Bedienung und vor allem mit der Geschwindigkeit.
Die zwei ausschlaggebenden Punkte, mich für dieses Modell zu entscheiden, waren jedoch folgende :
Zum Kompaktende hin ist da zunächst einmal die Geschwindikeit, die inklusive Brennweitenwahl und Fokussieren bei allen getesteten Bedingungen um Längen vor der einer Canon G11 landet, die ich ebenfalls ausprobiert habe.
Während man mit der G11 noch mit der Brennweitenwippe hantiert, hat man mit der GF1 das Bild schon im Kasten.
Zum APSC-SLR-Ende hin kommt die Kompaktheit des GF1-Systems ins Spiel, die mich die Kamera im Gegensatz zu einer "erwachsenen" SLR wirklich überall hin mitnehmen lässt. Oft genug habe ich in der Vergangenheit die SLR lieber im Körbchen gelassen, weil ich keine Lust hatte, z.B. bei gesellschaftlichen Anlässen immer erst mal einen sicheren Platz zum Ablegen für den sperrigen Kasten (inklusive Holster) suchen zu müssen und auf Reisen füllte selbst das "kleine Besteck" des Tagesrucksack fast gänzlich aus.
Sehr lohnend finde ich die Investition in eine Bereitschaftstasche (snug case), die es jenseits des Kanals zu kaufen gibt.
Erst mit dieser spielt diese Kamera ihren Größenvorteil wirklich aus.
ich schließe mich allen "Vorrednern" an.
Aber eine Sache geht mir echt auf den Wecker.
Warum zum Teufel nochmal machen die Hersteller mit den usb kabel immer solche Spirenzien?
Die Schublade quillt über von allen möglichen USB Sonderkabeln!
Nicht sehr anwenderfreundlich.
Da hat Nikon scheinbar schon "mehr drauf".
Und bei so einem Preis gehört eine anständige Tasche dazu, wo sind wir denn?
Deshalb "nur" 4 Sterne.
Ansonsten macht die Kamera Spaß.