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Produktdaten
Die Bildqualität der D5000 wurde nicht umsonst hochgelobt und ausgezeichnet. Nach 2 Monaten intensiver Benutzung des "Spielzeuges" in verschiedensten Situationen kann ich das nur bestätigen.
Aber Achtung- bitte die Mühe machen und verstärkt alle halbautomatischen und manuellen Einstellungen nutzen, nicht nur auf die an sich schon gelungenen Automatiken verlassen.
- Das Kitobjektiv ist nicht so schlecht wie oft geredet, besser jedoch das 18-105 + 70-300 nehmen.
- Bildstabilisator arbeitet hervorragend an den Nikkor-Objektiven.
- Ruhig auch mal Fotografieren im Live-View probieren, bringt ebenfalls tolle aber andere Ergebnisse, aber längere Auslöse.
Die Empfehlung dazu- das Kamerahandbuch von Fischer/Hässler, das sehr ausführlich auf die Eigenheiten und Einstellmöglichkeiten eingeht, mitbestellen. Denn die letzten 5% Begeisterung lassen sich so herauskitzeln- macht Spass mit Kamera und Buch zu experimentieren.
Bis jetzt bin ich als vorheriger Taschenkamerafotograf sehr zufrieden, doch habe ich dieses Gerät noch lange nicht voll ausgenützt.
Ich bestellte die Nikon da ich mir unter anderem von dem erstmalig verbauten Klappbildschirm einiges erhoffte. Nähmlich interessante Perspektiven, jenseits der Langeweile. Gerade in der Macrofotografie ist er deshalb fast ein Muss. Allerdings war ich nicht zufrieden. Der Bildschirm ist leider nur mäßig scharf und 3 Zoll hätten der Beurteilung von Fotos auch besser getan. Das größte Manko ist aber der Autfokus im Live-View-Modus. Es dauert eine kleine Unendlichkeit bis die Kamera scharfstellt. Unakzeptabel!
Das es auch besser geht beweist Sony. In einigen Alpha-Modellen ist für die Live-View-Nutzung ein zweiter Sensor verbaut worden. Ergebnis: Die Kamera arbeitet dort genauso schnell wie im Suchermodus.
Aber genug der Meckerei. Besonders in Sachen Bildqualität ist die D5000 unschlagbar in diesem Preissegment! Selbst wenn man mal etwas daneben lag (die meisten Probleme stehen immer noch hinter der Kamera) kann man das Foto noch in der Kamera retten. Nikon hat nähmlich ein ,Little Photoshop` gleich mit verbaut. Hier kann man nicht nur rote Augen entfernen und Fotos aufhellen, da geht noch einiges mehr. Wer also keinen Bock auf eine Nachbehandlung am heimischen PC hat liegt hier goldrichtig. Ich hab die Nikon zwar zurückgegeben (ich mag nun mal Macros) kann sie aber insgesamt nur empfehlen. Deshalb verdient 4 Sterne. Und 5 Sterne für Amazon. Da Service war wie immer perfekt. Wird heutzutage bei anderen Dienstleistern leider immer seltener.
Ich hatte seit Anfang 2008 eine Nikon D300, die mir aber zu groß und schwer war. Manche mögen mich für verrückt halten, aber ich habe in der D5000 einen würdigen Nachfolger gefunden. Der Grund: Nikon setzt von der D5000 über D90 bis zu D300 den gleichen Bildsensor-Chip ein. Da ich ausschließlich in RAW fotografiere, bekomme ich die Bildqualität einer D300 für deutlich weniger Geld. Das ist wie früher bei Filmkameras, da konnte man mit einer Nikon FG genauso gute Bilder schießen wie mit einer F3.
Vieles kann die Kamera im Vergleich zur D300 natürlich nicht, da muss man sich im Zweifel die Spezifikation anschauen. Aber für mich, der ich (neben meinem Hobby) vor allem Fotos aus Industrieanwendungen fürs Marketing schieße, ist alles dabei. Und klar, der Sucher ist nicht so gut, und das Display auch nicht. Aber bei einer D200 war das Display auch nicht größer, und das war ja wahrlich keine schlechte Kamera. Und der Sucher ist für mich als Brillenträger gar nicht so übel, weil ich das große D300-Sucherbild nicht auf einen Blick überschauen konnte (ich lasse die Brille auf der Nase beim Fotografieren).
Besonders vorteilhaft an der D5000: das verstellbare Display erlaubt die bequeme Komposition aus außergewöhnlichen Positionen heraus, wo ich mich früher ziemlich verbiegen musste. Dachte zuerst, dass man das nicht braucht, aber inzwischen setze ich es gerne ein und probiere öfters auch extreme Kamerapositionen aus. Auch die Videofunktion ist an sich eine tolle Sache, weil die Bildqualität sehr gut ist (v.a. in Verbindung mit lichtstarken Objektiven und der daraus resultieren geringen Tiefenschärfe). Aber dass die Kamera bei Video nicht nachfokussiert, ist ziemlicher Mist. Bis zur perfekten Hybridkamera wird es also noch dauern. Auch die Umsetzung des "AF-ON"-Buttons (durch Umprogrammierung der AE-L Taste) ist Mist, da hat bei Nikon einer nicht nachgedacht: Die Kamera löst nur aus, wenn sie das Motiv für scharf hält. Sinn und Zweck von "AF-ON" ist aber fokussieren, komponieren, und dann auslösen, egal wo das AF-Messfeld hinschaut. Reicht aber m.E. nicht für Punktabzug.
Die Verarbeitung ist nicht so wertig wie bei der D300, klar, aber immer noch stabil genug. Der Verschluss arbeitet sogar leiser als bei der D300! Wer also mit AF-S-Objektiven auskommt und kein Feature der höheren Kameras braucht, der bekommt mit der D5000 eine Kamera zum Amateur-Preis mit Profi-Bildqualität. Halt wie früher bei einer FG...