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Habe aufgrund der ersten beiden Rezensionen spontan 2 meiner ersten Testbilder zur Produktinformation eingestellt. Die in den Rezensionen kritisierte Glattbügelung kann ich danach keinesfalls bestätigen. Zu mehr reicht meine Rezension aus Zeitgründen leider noch nicht. Werde das aber beizeiten nachholen.
Edit: Nach einem weiteren Test zeigen sich leichte Schwächen im Makrobereich und auch die Qualität von Blitzaufnahmen ist nicht so dolle. Das kann meine TZ5 (Lumix) besser. Deshalb nachträglich 1 Stern Abzug.
Zunächst ein paar Worte zu meiner Kaufmotivation.
Ich war auf der Suche nach einer Kamera mit der ich in meiner Freizeit einfach und schnell gute Bilder schießen kann. Videos in HD Qualität sollte sie auch noch aufnehmen können.
Schnell kristallisierten sich zwei Favoriten heraus: Das war zum einen die Panasonic TZ-10 und die Exilim H15 von Casio.
Meine Wahl viel letztendlich auf die H15, der geringe Preis, das Design und meine guten Erfahrungen mit der Exilim-Reihe machten letzen Endes den Ausschlag für das Model von Casio.
Voll freudiger Erwartung entriss ich dem Postboten das Paket und begutachtete meine neueste Errungenschaft.
Die Kamera machte rein äußerlich einen guten Eindruck, optisch jedenfalls. Haptisch blieben die verwendeten Materialien leider doch hinter den Erwartungen zurück.
Das Gehäuse knarzt zwar nicht (auch nicht bei etwas stärkeren Druck) und ist auch von den Spaltmaßen her ordentlich verarbeitet und doch kommt einem das Gewand der H15 etwas "plastikintensiv" vor.
Der Auslöseknopf hat meiner Meinung nach viel zu viel Spiel, das Zoomrad ist leider ebenfalls zu leichtgängig und die silbrig glänzenden Teile der Oberfläche sind überaus fingerabdruckanfällig (letzteres fällt einem wahrscheinlich aber nur in der Anfangszeit bewusst auf).
Nun ja, nach einer gefühlten Ewigkeit (ca. 3 Stunden) war der Akku, welcher sich übrigens nur in einer externen Ladeschale aufladen lässt, fertig geladen und bereit zum Einsetzen in die Kamera.
Das Display erstrahlte Hell und in kräftigen Farben, die Auflösung hatte sich im Vergleich zum Vorgänger spürbar verbessert.
Die Menüs sind alle leicht verständlich und nach wenigen Minuten des "Herumspielens" hat man die meisten Handgriffe raus, insbesondere dann wenn man vorher auch schon eine Exilim sein Eigen nannte.
In Berlin strahlte die Sonne, wodurch ich die Kamera den gesamten Tag über unter sehr guten Bedingungen testen konnte.
Die Auslösegeschwindigkeit überzeugte mich und auch die Fotos sahen auf dem tollen Bildschirm alle sehr schön und farbenfroh aus.
Meinen Freunden gefiel vor allem der Make-up Modus, der bei Anwendung jedem Fotografierten eine porzellanähnliche Haut verpasste.
Auch den großen Zoombereich der Kamera testete ich intensiv auf Herz und Nieren. Leider ist die Zoomgeschwindigkeit für meinen Geschmack etwas zu hoch, wodurch es durchaus vorkommen kann, dass man erstmal zuviel zoomt und dann wieder etwas zurückzoomen muss.
Nichtsdestotrotz machte die Kamera augenscheinlich wackelfreie Bilder und das selbst bei 10 fachen Zoom.
Nachdem sich die Sonne so langsam wieder verabschiedet hatte besuchten wir eine Bar mit zugegebenermaßen schwierigen Lichtverhältnissen.
Auch hier lieferte die Kamera jedoch augenscheinlich recht gute Ergebnisse, was auch damit zusammenhing, das man viele verschiedene Motivprogramme anwenden kann, die sich jeder Situation und Umgebung anpassen.
Die Auswahl eines geeigneten Modus kann man entweder manuell vornehmen oder im Auto-Modus der Kamera überlassen.
Soweit so gut. Die Erwartungen waren hoch, als ich mich noch in der selben Nacht an den PC setzte um die Fotos am Computer zu betrachten.
Leider musste meine Euphorie schnell der Enttäuschung weichen. Die Bilder wirkten keineswegs farbkräftig und erst recht nicht detailreich.
Ganz im Gegenteil, die kamerainterne Software hatte dafür gesorgt das quasi jedes Bild glattgebügelt erschien! Keines der Fotos konnte mich vom Detailgrad auch nur ansatzweise positiv überzeugen.
Die Farben wirkten lasch und trostlos und selbst die Bilder die bei strahlendem Sonnenschein geschossen wurden, sahen eher nach verregnetem Wintertag aus.
Ich hoffte, dass mich nun wenigstens die Videoqualität überzeugen würde, doch schon bald musste ich mich dort noch wesentlich enttäuschter zeigen.
Das Video welches in der Bar aufgenommen wurde, hatte für meine Begriffe nichts mehr mit HD zu tun. Das Bild rauschte stark, der Ton war unspektakulär.
Meine alte Casio Ex-Z750 fabriziert noch heute schönere Aufnahmen unter solchen Bedingungen!
All dies führte dazu, dass ich mich dafür entschieden habe die Kamera zurückzusenden und für Versuch Nummer 2 etwas tiefer in die Tasche zu greifen.
Die Lumix TZ-10 von Panasonic fand noch am selben Tag einen neuen Besitzer und bisher hinterließ sie einen durchweg positiven Ersten Eindruck!
Sobald ich mehr Erfahrungen mit ihr gesammelt habe, werde ich auch zu ihr ein neues Review verfassen.
Momentan bleibt mir leider nichts anderes übrig als KEINE KAUFEMPFEHLUNG für die H15 auszusprechen.
Auch wenn der Preis durchaus verlockend erscheint lohnt sich die Anschaffung für die gebotene Qualität in meinen Augen nicht.
Wer trotzdem zur Exilim greifen will, dem sei das Vorgängermodell H10 ans Herz gelegt. Sie produziert bessere Bilder dank einer schwächeren internen Nachbearbeitung und ist zudem auch nochmals günstiger zu erwerben.
Wer auf gute Bilder und sensationelle HD Videos nicht verzichten will, der sollte lieber zu Panasonic überlaufen und sich eine TZ7, TZ8 oder TZ10 anschaffen!
...hätte man hier eine sehr gute Kompaktkamera bewerten können.
Bereits bei der Vorgängerin wurde die harte interne Bearbeitung des Bildrauschens kritisiert. Statt hier nach zu bessern, wurde nochmehr geglättet und so sieht eine Apfelsine mit der typischen Narbenhaut nur noch wie ein orangener Ball aus - Schade!
Die Akku-Leistung ist beachtlich und durchaus hier bemerkenswert. Doch ist es anderen Kameras kein Problem ein Zweitakku mitzunehmen. Die Akkuleistung alleine ist kann nicht das Verkaufsargument sein.
Wer über Familienfotos hinaus weitergehende Ansprüche stellt, sollte die Casio H15 nicht auswählen.
Ich würde die Casio FH100 vorziehen, die zwar gut 50,--? teuerer ist, dafür aber sensationelle Slow-Motion/High Speed Aufnahmen ermöglicht. Die integrierte Software ist dabei gefälliger.