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Das Gerät ist sehr kompakt. Es lässt sich problemlos samt Hülle in einer normal großen Hosentasche verstauen. Somit ist es auf Reisen, Festen und ähnlichen Anlässen der ideale Begleiter um nach Lust und Laune Motive ein zu fangen.
Mit dem abgesetzten Display lässt sich das Gerät durch Aufklappen einschalten. Ist das zufällg doch mal wegen Inaktivität in den Stromsparmodus gegangen, dann reicht ein Druck auf den unter dem Display verborgenen Hauptschalter aktivieren. Nicht ganz unpraktisch wenn man es bereits auf einem Stativ montiert hat.
Insgesamt reagiert das Gerät beim Knipsen und Filmen recht zügig, wenn man sich daneben mit der ziemlich genau 5 Sekunden dauernden Boot-Sequenz abfinden kann. Von der Akku-Kapazität her kann man je nach Betrieb und anfägnlichem Ladezustand eigentlich ganz überraschend gute 4 GB an Videomaterial in höchster Qualität problemlos aufs Medium bannen was am Ende je nach Inhalt bei irgendwo grob 2 h Film liegen dürfte. Wie lange der Akku noch laufen würde ist schwer zu sagen da die zugehörige Anzeige sehr grob ist und die Vorwarnzeit für eine Abschaltung gelegentlich auf NULL zu strebt.
Das Gerät liegt akzeptabel in der Hand und ist so leicht, dass man es ohne Probleme auch mal 15 min oder länger hoch über Kopf fest in der Hand halten kann und so auch aus den letzten Reihen eines Festsaals gute Bilder und Filme über die Köpfe von anderen Menschen hinweg machen kann.
Beim Fotografieren mit Blitz ist zu beachten, dass das Blitzlich mit den Fingern nicht abgeschattet wird, sitzt es doch eigentlich an der Frontseite im Griffbereich.
Alles in allem ist die Menüführung zwar kein Highlight aber für den Gebrauch akzeptabel. Taster, Buchsen und Kabelset überladen das Produkt nicht sondern bleiben funktional. Insesondere der USB-Anschluss dient zugleich auch als TV-Anschluss und als Lade-Buchse. Abdeckung gibt es hier keine, wohl aber am HDMI-Anschluss. Eine gut passende Hülle liegt bei. Software für verschiedene Betriebsmodi einschliesslich Webcam liegt dem Gerät bei. Wer viele Daten zu übertragen hat sollte aber statt des USB-Kabels lieber einen externen Reader eines Markenherstellers (etwa von MSI) bemühen um zügig wieder freie Medien zu bekommen bzw. seine Werke weiter verarbeiten zu können.
Das Gerät kennt nur drei Schärfeebenen - Nah, Mittel und weit, wobei die Weit-Einstellung nicht merklich von Mittel abewicht. Optischer Zoom ist keiner vorhanden. Die Licht-Empfindlichkeit für Fotos reicht für dunklere Innen-Aufnahmen oder die Dämmerung schnell nicht mehr aus so dass zumeist die Belichtungszeit zu groß wird für unverwischte Bilder. Bei Video-Filmen scheint nach Betrachtung von Standbildern vergleichbarer Szenen der nutzbare Helligkeitsbereich größer zu sein.
Alles in allem überzeugt die Kamera durch ihre Merkmale als sehr kompaktes und damit reisefreudiges Modell. Für das Gros der üblichen Freizeitmotive ist die Brennweite genau richtig gewählt worden. Als Fotokamera ist das Modell sicher anderen gleich preisigen echten Kameras möglicherweise eher unterlegen, während sie jedoch bei der Filmaufnahme durchweg gute Ergebnisse noch dazu in HD-Auflösung liefert. Wer neben Filmen für YouTube auch Material für DVDs erstellen will ist mit der MDV-HD8 keineswegs zu schmal ausgestattet. Benutzt man den HD-Aufnahmemodus so hat man durchaus Reserven, etwa wenn man das Bild später auf einen Ausschnitt beschneiden will oder ganz generell lieber die hochwertigen Filmwerke am Computer an statt auf dem TV-Bildschirm begutachten möchte.
Allerdings wird nicht jedes heutige Notebook-System in der Lage sein die eigenen HD-Werke in Echtzeit ruckelfrei wieder geben zu können. Ein leistungsstarkes Desktopsystem ist da eher angeraten. Das ist natürlich kein Problem der Kamera und dürfte sich in den nächsten Jahren auf der PC Seite wohl langsam egalisieren. Bis dahin schliesst die mögliche Performancelücke derzeit typisch ein taugliches Schnitt-Programm das die Roh-Videos in ansehnliche Bildfolgen und gängige Low-Res-Formate umcodiert.