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Canon bietet mit dem LEGRIA HF200 ein Speicherkarten-Camcorder, welcher über einen Speicherkartenslot für SD-/SDHC-Speicherkarten und eine Auflösung von 3,89 Megapixeln verfügt. Funktionell sind Techniken wie ein Night-Modus, verschiedene Aufnahmeprogramme, eine Face-Detection-Technologie eine Gegenlichtkorrektor und eine ... weiterlesen

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100Vor- und Nachteile
Ich benutze diese Kamera nun seit einigen Tagen und bin vollauf zufrieden. Die Bildqualität ist bei direkter Übertragung von Kamera auf HD-Fernseher mittels HDMI Kabel (ist übrigens nicht bei der Kamera dabei und extra zu kaufen) makellos und spitzenmäßig. Ich habe leider keinen direkten Vergleich mit dem Vorgängermodell, aber wie bereits in anderen Rezensionen erwähnt nimmt die Qualität mit abfallender Helligkeit natürlich ab. Dies ist aber in dieser Preisklasse nicht anders zu erwarten. Man muss aber schon sagen, dass auch dann die Bildqualität für einen Amateur absolut zufriedenstellend sein dürfte. Ich kann da nur für mich sprechen. Die Farbwiedergabe ist wirklich toll gelungen und die Handhabung der Menüs und Einstellungen ist auch ohne Anleitung binnen 2 oder 3 Stunden problemlos zu erlernen. Das man die Uhrzeit nicht vom 12-Stunden System auf 24-Stunden System umstellen kann ist finde ich ziemlich egal und im Hinblick auf die Gesamtqualität der Kamera kein Grund diese nicht zu kaufen. Besonders sinnvoll ist das intelligente Akkumanagement welches sich bei veränderten Bedingungen sofort die neue Akkulaufzeit errechnet und am Display anzeigt. Mein Fazit : wer auf 1080p nicht verzichten will und eine wirklich kleine handliche Kamera nicht verzichten will kommt um die Canon Legria HF200 nicht herum. Ein sehr starker PC wird für die Bearbeitung von 24Mbp HD Videos allerdings vorausgesetzt. Ich arbeite auf einem Core 2 Duo mit 2,66 Ghz und die Kompression auf DVD Größe bei möglichst gleichbleibender Qualität hat bei einem 40 min Video ganze 6 Stunden gedauert. Ich würde einen Quad Core empfehlen.
Die Kamera kommt recht kompakt und leicht daher, da sie anscheinend nur noch wenig bewegliches Innenleben im Vergleich zu einer Laufwerkskamera besitzt. Als bevorzugter Datenspeicher reichen Klasse 4 SDs aus. 16 GB sollten es aber schon sein. Mit dem mitgelieferten Akku kommt man zunächst ganz gut über die Runden (mehr als 1 Std). Ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist das entstehende HD-Bildmaterial (Schnittsoftware, Rechner, externe Abspielgeräte müssen schon passen). Man kann die Kamera aber auch direkt über HDMI an einen entsprechenden Bildschirm anschließen und den Preisverfall abwarten. Aber mindestens Plattenplatz zum Archivieren und Sichern braucht man ... (10 GB die Stunde für die beste Qualität). Die Bildqualität ist erheblich besser als bei DV-Kameras oder ähnliches etwas älteres Equipment, auch wenn man die Bilder auf DVD-Standard runterrechnet. Da haben sich anscheinend ein bis zwei Quantensprünge in den letzten 4 Jahren in dieser Preisklasse getan.
Fotos, die Spaß machen, kann man damit auch schießen (z.B. Mehrfachauslösung mit unterschiedlichen Einstellungen ...). Es braucht wohl einige Zeit, ehe man als Laie die Möglichkeiten die neben dem spontanen Losfilmen noch möglich sind, alle realisiert hat.
Nun konnte ich das Prachtstück endlich ausprobieren. Ja die Bedienungsanleitung ist recht klein geschrieben und auch nicht in jedem Fall so ausführlich wie man es sich vielleicht wünscht. Die gute Menüführung erlaubt aber durch einfaches ausprobieren einen schnellen Überblick über die Möglichkeiten. Wegen der Software könnte man nun einen Stern abziehen, diese ist wirklich nicht besonders toll. Aber für den einfachen Hobbybereich ausreichend. Wer mehr will, sollte statt höherem Preis wegen hochwertiger Software, doch die Chance bekommen, eine zusätzliche Software nach eigenen Bedürfnissen auswählen zu können.
Und endlich ist die Zeit der 1:1 Kopie vom DV-Band vorbei :-)
- Bildqualität bei ausreichend Licht +++++
- Bildqualität bei wenig Licht ++++
- Bildqualität im Nachtmodus +++
- Bedienungsanleitung ++++
- Menüführung/ -struktur +++++
- Videoleuchte +++ (ausreichend für Nahbereich bis ca. 3 Meter)
- Ergonomie ++++
- Akkulaufzeit ++++ (was stört hier einige eigentlich am Laden in der Kamera???)
- LCD der Kamera +++ (etwas pixelig)
- Bildstabilisator +++++
- Windgeräuscheunterdrückung ++
Ich empfehle unbedingt eine mindestens 16 GB SDHC Class 6 zuzukaufen. Damit sind in höchster Auflösung gut 1 und einviertel Stunden Aufnahme sicher.
Und wer zu Hause noch nicht mit dem ausgegebenen *.mts bzw. *.m2ts Format (h.264/ AVCHD) umgehen kann, sollte auch über den Player von Western Digital "WD TV HD Media Player" nachdenken. Dann ist alles perfekt fürs HOBBYfilmen.
Wer perfekte Bilder, perfekte Videoleuchten, perfekte Software und einfach alles perfekt braucht, ist hier falsch und MUSS eine Profikamera jenseits der 1000 Euro kaufen.
Die Canon HF200 ist ein hervorragender Camcorder und ich kann die Kamera empfehlen. Man sollte sich allerdings vorher darüber im Klaren sein, was man mit ihr anstellen möchte.
Daher einige Hinweise für potentielle Käufer:
Die Bildqualität ist exzellent, und das ist schließlich das Endresultat, auf das es ankommt. HD heißt auch, dass man für die Bearbeitung eine Software benötigt, die mit dem Bildmaterial im AVCHD-Format umgehen kann. Die von Canon beigelegte Software ist Murks und taugt allenfalls dazu, die .mts-Dateien in ein Windows-kompatibles Format zu konvertieren. Ich habe mir Pinnacle Studio 12 besorgt und bin sehr zufrieden damit.
Die Bilddaten werden auf SD-Karten gespeichert. Karten unter 16 GB sind schnell voll, wenn man in höchster Qualität aufnimmt. Daher am besten gleich ein oder zwei 16-GB-Karten besorgen. M. E. liegt in diesem Speichermedium die Zukunft.
Der Akku hält auch nicht lange vor. Für wenig Geld gibt es Akkupacks mit größerer Kapazität (denen allerdings die Software zur Kommunikation mit der Kamera fehlt - d. h. keine Anzeige der Restkapazität, kein aufladen in der Kamera).
Das Handling ist tadellos - kleiner und leichter kann und sollte eine Kamera nicht mehr sein. Man muß die Kamera über den LCD-Schirm führen. Das ist nicht ganz einfach, wenn man schnelle Objekte vor hellem Hintergrund aufnehmen will. Bei diversen Airshows ging das bei Propellerflugzeugen noch ganz gut, bei schnellen Jets war das schon ein Problem.
Wer ein wirklich ruhiges Bild haben will, braucht ein Stativ.
Unterm Strich bin ich sehr zufrieden mit dem, was ich hier für mein Geld bekommen habe. Wer die obigen Hinweise im Hinterkopf behält, trifft mit der HF200 eine gute Kaufentscheidung.
Der Camcorder hat leider keine 24h (nur englische Anzeige).
Im Menü sind Heimatstädte oder Fremdorte fest eingerichtet, aber keine deutschen Orte (z.B. Berlin).
Teure Kundenhotline konnte auch nicht weiter helfen. Die Anleitung ist sehr kurz gehalten.