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100Produktdaten
Ich hatte vorher ca. 1 1/2 Jahre lang einen Zoom H2 Recorder, den ich schliesslich verkaufte, um mir den LS-10 zu kaufen. Ich habe es nicht bereut. Die eingebauten Mikrofone sind wirklich gut, die Bedienung logisch und nach meinem Empfinden viel angenehmer als beim H2. Die Verarbeitung des LS-10 ist besser als bei der Konkurrenz. Es gibt keine zweifelhaften Folientasten und das Kartenfach für die SD-Card macht einen robusten Eindruck. Das Gerät ist wirklich Topklasse!
Aufnahmequalität: sehr gut.
Das wirklich Hervorragende an diesem Gerät
ist seine leichte Bedienbarkeit.
Auch in hektischen Situationen leicht zu handhaben.
Ein sehr gutes Produkt.
Achtung, Garagebandbenutzer: GB übernimmt leider kein MP3. Schade.
Der LS-10 verfügt aber über ein Format, das GB übernimmt und dann über den Export nach iTunes auch in MP3 verwandelt.
Nach dem kurzen Versuch, mich mit einem Tascam DR-100 anzufreunden, entschied ich mich jedoch für den Olympus LS-10. Trotz des deutlich niedrigeren Preises bietet der LS-10 eine viel wertigere Verarbeitung ohne wackelnde Tasten mit schwammigem Druckpunkt, wie viele Konkurrenzprodukte.
Die Gehäuseteile sind aus hochwertigem Aluminium mit sauber eingedrehten Schrauben. Alles passt perfekt zusammen.
Das Display ist für ein Gerät dieser Größe riesig und zeigt sehr hochauflösend alles an, was wirklich wichtig ist.
Der LS-10 macht serienmäßig 96kHz bei 24bit Auflösung und bietet zudem einen Festspeicher mit 2GB an, der natürlich durch eine (HD)SD Karte aufgestockt werden kann. Der Kartenslot ist, wie auch der USB-Anschluß, leicht zugängig.
Andere bieten hier oft nur dünne Plastiknasen, die schnell abgebrochen sind.
Das Beste ist das Batteriefach: Hier wurde ganz klar erkannt, dass man Batterien respektive Akkus schnell und oft wechselt, sodass man sogar an eine Druckknopfverriegelung gedacht hat. Perfekter geht es kaum.
Die Akkulaufzeit selbst ist der Knaller schlechthin.
Nach 7 Stunden mit 2x NiMH-Akkus, den Eneloop von Sanyo, war dann endlich Schluß. Während dieses Tests war die Beleuchtung permanant eingeschaltet und der Kopfhörerausgang als Line-Out verwendet worden.
Die Laufzeit wäre mit den eingebauten Lautsprechern sicher etwas kürzer geworden.
Diese klingen übrigens für ein so kleines Gerät unglaublich gut und neigen nicht zum Verzerren.
Einen weiten Frequenzgang kann man hier natürlich nicht verlangen, aber zum schnellen Monitoring sind sie mehr als ausreichend.
Erwähnenswert ist noch das logisch strukturierte Menü, welches man ohne Bedienungsanleitung oder Ingenieurstudium sofort durchschaut.
Der Tascam DR-100 mit seinem wackeligen Jog-Dial und unsortierten Untermenüs hat mir schon nach fünf Minuten Schweißperlen auf die Stirn getrieben.
Erwähnenswert sind noch die mitgelieferte Infrarot-Fernbedienung für Aufnahme und Stopp sowie die am Gerät vorhandene FN-Taste, welche man mit einer beliebigen Funktion aus dem umfangreichen Menü belegen kann. Ich habe mich für das Licht entschieden, welches dann auch solange an bleibt, bis man es durch erneuten Tastendruck wieder abschaltet. Sehr sinnvoll ist sowas in dunklen Veranstaltungsräumen, da man hier nicht dauernd mit der Maglite hantieren muß...
Alles in allem ein rundum perfektes Gerät mit tollen Funktionen, ausgezeichnetem Klang und hochwertiger Verarbeitung. Von mir fünf Sterne, am liebsten noch ein paar mehr...
Als Radiomensch braucht man immer ein Aufnahmegerät für unterwegs (O-Töne, Spontane Interviews, etc.). Für diesen Zweck habe ich das LS-10 angeschafft.
Natürlich habe ich vorher diverse Testberichte gelesen und Beispielaufnahmen angehört.
Ich besitze und benutze das Gerät jetzt seit mehreren Wochen. Das Wichtigste vorweg: Es ist sein Geld wert.
Da ich mit verschiedenen Fabrikaten hantiert habe, ist mir der Qualitätsunterschied durchaus bewusst. Das LS-10 ist sehr gut verarbeitet, liegt gut in der Hand und macht einen professionellen Eindruck. Bei Interviews ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil.
Die Aufnahmequalität ist hervorragend, leicht höhenlastig mit wenigen, aber ausreichenden Tiefen. Der Limiter leistet gute Arbeit und regelt Spitzen zuverlässig ab, sodass man auch in lauten Umgebungen (Auto, Zug, usw.) gut aufnehmen kann.
Allerdings hat das Gerät einen wichtigen Nachteil, den es mit vielen seiner Artgenossen teilt.
Die Mikrofone sind extrem empfindlich im Hinblick auf Lufteinströmung. Ein leichter Hauch reicht aus, um störende Geräusche zu erzeugen. Selbst das leichte Bewegen des Gerätes (z.B. bei einem Interview von meinem Kopf zum Kopf des Interviewpartners) führt zu Strömungsgeräuschen. Von Atemgeräuschen will ich gar nicht reden.
Das LS-10 wird mit aufsetzbaren Windschützern für die Mikrofone ausgeliefert. Diese sind gänzlich uneffektiv. Man könnte sie genauso gut weglassen. Olympus bietet eine "Dead Cat" für 45 Euro an, die das Problem angeblich beseitigen soll. Selbst wenn das stimmen sollte, würde ich mich mit diesem Utensil nicht in die Öffentlichkeit wagen. :-)
Deshalb ging ich in einem Musikladen auf die Suche nach einem ausreichend guten Windschutz und habe ein besonders dickes Exemplar für ein Gesangsmikrofon gekauft. Dieses ziehe ich jetzt immer über den oberen Teil des Aufnahmegerätes und habe so einen gewissen Schutz.
Wenn Olympus bei diesem einen, aber sehr signifikanten Makel nachbessern könnte, würde ich mich zu 5 Punkten hinreißen lassen.