Merkliste
ich hab mir vor zwei wochen suse linux 10.1 zugelegt.
die gründe sind die selben, wie bei jedem user, der von windows zu linux gewechsel hat; Viren, Sicherheit, event. mal was anderes, Design bla bla.
Aber wenn man 10 jahre lang mit windows gearbeitet hat, die routine und selbstverständlichkeit des benutzens im blut hat, dann auf linux umspringt, dann ist das ein sehr gewagter schritt.
zunächst mal zu meiner hardware:
dell latitude notebook mit 1 ghz , 512 ram, 16 mb grafikkarte ati. petium 3 ^^
naja, installation lief optimal. genau so sollte es laufen, bei windows schon wesentlich schwieriger gewesen. Das Outfitt macht einiges her, schön anzugucken.
Einmal installiert bereitet es einem ne mänge freude. "hmm, schöne Symbole" - "ah, das neu, dies neu... ohh" ...
hinzuzufügen ist wohl, dass ich nur eine cd erhielt, ohne Handbuch. Die Blätter wären bestimmt sinnvoller beim Start mit Linux als ohne.
Aber seis drumm, fest steht: Etwas Gutes sollte so einfach sein, dass man das Wichtigste auch ohne Handbuch klar erkennen kann und es auch ohne möglich ist zu arbeiten.
das geht hier leider nicht. da beginnt auch schon meine trauergeschchichte:
hardware
*Treiber für meine WLan karte (Netgear WG511) liesen sich nicht finden
*ich hatte nur eine 24 bit einstellung der graka, treiber für die karte waren ebenfalls nciht vorhanden,
software
*Die Installation von Programmen oder generell Software, erwies sich für Laien als eine Horror-Tortur: Es gibt bei Linux zwei Arten von Installationspaketen, die einen sind "gezipt" die den Quellcode offen haben (Cracks können dann das Programm z.B firefox beliebig verändern), und den anderen typ (sry name vergessen), der über das programm YasT installiert werden kann.
Bei mir ging nur leider komplett garnix.
Erster Typ, die gezipten Dinger, muss man per X-Terminal (Einer Konsole zum Konfigurieren des Systems (Insider werden mich womöglich für diese flache Umschreibung lünchen)) dem System hinzufügen. Dabei kann das ganze je nach Programmgröße zwischen Minuten und Stunden variieren. Der Grund:
Das Programm wird bestmöglich an das System angepasst.
das geht ungefair so, soweit ich das verstanden hab:
-konsole öffnen (okey, nicht schwer)
-in das verzeichnis des Programmordners wechseln (Das kann den absoluten laien die ersten kopfschmerzen verursachen. Ist echt so. ich hab mich mit html und css auseinandergesetzt, weiß also über die ordnerphilosphie bestens bescheid)
- ./configure eingeben (Es wird nach einer Datei gesucht, fragt mich beim Himmel nicht welche)
- make (Dabei wird wohl ausgeführt, das kann schon mintuten dauern)
- make install (da sollte es wohl installiert werden)
nur wo finde ich das ganze?
ich war komplett überfordert.
hab mir hier und da ein paar hilfeseiten für die extra vaganten dummies reingezogen, nur leider ohne erfolg.
Ich will jetzt nicht das ganze Programm durch den Dreck ziehen. So solls auch nicht rüber kommen.
Aber fakt ist:
Für Dauer-Windows-Ansässige ist der Umtieg womöglich zu schwer.
Linux ist nicht Windows mit fehlfunktionen sondern Linux ist Linux, ein System für sich. Das sollte man sich schon klar machen. Wenn man sich drauf einlässt, sich wirklich der Tortur unterzieht, dann kann es durchaus seinen reiz haben.
aber ich bin einer, der sich gerne die trauben in den mund legen lässt. ich hab keine lust 2 tage nach einem treiber zu suchen und am schluss an der installation zu scheitern, weil ich einfach nicht mit klar komme.
ich bin mir sicher, dass linux durchaus seine vorteile hat. Eingearbeitete Leute wissen es durchaus zu schätzen und schwören auf das Betriebssystem und die Zusatzpgrogramme, Opensource ist auch ne tolle sache. Das ganze ist auch sehr logisch durchdacht, nur eben, wie jetzt mitlerweile so oft gesagt, der Einstieg fällt zu schwer aus, man muss doch auf gute Programme unter windows verzichten. schade.
2 sterne deswegen nur abzug. ich versuche doch irgendwie objektiv zu bleiben. 3 sterne aber für das betriebssystem in dem echt ne menge steckt, hab es schon ein paar mal in voller entfaltung gesehen. selber aber komm ich nicht darauf klar. schade, vielleicht setz ich mich bei einem einsteigerfreundlicheren update nochmal vor die kiste ;-)
hoffe ich hab irgendwie helfen können,
max
Empfehlenswert, aber wichtig. Bei der Installation gleich einen Online Update durchführen lassen, damit der Update gut funktioniert.
Ansonsten wurde alle meine Hardware erkannt, zum ersten Mal gehen Webcam, alle meine USB Peripherie und ich kann sogar über den AVM Router im Netz auf meinen Canon Drucker zugreifen.
Empfehlenswert, damit lässt sich schnell eine Desktop Linux aufziehen und ergänzt um die Proprietären Grafiktreiber läuft auch XGL/Beryl/Compiz.
Ich bin schon seit Jahren Benutzer von Suse Linux. Angefangen habe ich mit 8.0 und seit dem eigentlich fast alle Versionen (kein 8.1 und 9.3) mitgemacht. Aber was Novell mit der 10.1 abgeliefert hat ist ein schlechter Witz.
Sicher wenn man sich auskennt bekommt Man(n) oder Frau die Probleme in den Griff, aber als Einsteiger?
Dann doch lieber die 10.0 nehmen. Laeuft wesentlich runder und schneller.
Irgendwie scheint Suse ein Problem mit den ungraden Versionen zu haben...
Hoffen wir mal auf 10.2....
Leider hat sich das Installieren der 10.1 als das totale Chaos
herausgestellt, wie bereits in den anderen Bemerkungen ausgedrueckt. Nachdem man aber die Huerden ueberwunden hat, gesellen sich weitere Probleme zu den eben gemeisterten. So schmiert nach einiger Zeit - und voellig unregelmaessig - das komplette USB Subsystem ab. Mit einer USB Maus sollte man also diese SuSE nicht benutzen.
Ferner tauchen auf Notebooks weitere Probleme im Zusammanhang mit dem WLAN Modulen auf. Abreisende Verbindungen, sich nicht mehr entladen lassende Module sind nur Beispiele dafuer wie schlecht diese Distribution durchgetestet wurde.
Wer den totalen Horror braucht, sollte die 10.1 auf einem Notebook mit USB Maus installieren - dann ist man fast wieder auf dem Niveau: regelmaessiges Rebooten.
Den mitgelieferten Installer von SuSE Linux 10.1 kann man mit Fug und Recht als mehr oder minder ungetestet bezeichnen. Ein Klick auf den Back-Button, um auf die Eingabe der Benutzerdaten zurückzugehen, und schon ist ein Umschalten auf die Kommandozeile notwendig, um den Benutzer zu löschen, damit man auf der Benutzerdatenseite wieder weiter kommt. Die Einstellungen auf dieser Seite hatte sich der Installer nicht gemerkt. Verwendet man im Auslieferzustand das Online-Update, darf man keinesfalls auf "Abbrechen" klicken, sonst stürzt er bei jedem Neuaufruf ab! Man muß sich also bei diesem YaST den Abbrechen-Knopf als mit schwarzem Klebeband überklebt vorstellen!! Als NVidia-Grafikkartenbenutzer hat man zusätzlich das Problem, daß man den Treiber auf der Herstellerseite herunterladen und manuell installieren muß, und zwar nach jedem Kernel- oder Kernelmodul-Update. Ich hatte zusätzlich das Problem, daß die Bildfrequenzen meines Monitors nicht richtig erkannt wurden, und ich sie nun jedesmal manuell ändern muß, wenn ich den Treiber installiert habe. Ein weiteres Ärgernis ist das zu Anfang kaputte Online-Update, sowie die merkwürdigen Standardeinstellungen für die Partitionierung der Festplatte (der Installer fügt bei jedem Aufruf zwei Partitionen hinzu, die man -- falls man Linux alleine auf der Festplatte benutzt, jedesmal löschen und neu anlegen muß; Außerdem ist die Aufteilung in Root-Partition und Home-Partition eigentlich Blödsinn, da die Größe der Root-Partition nur unnötig eingeschränkt wird, man muß auch hier eingreifen, um die Partitionierung anzupassen, um z.B. nur eine Partition für alles zu verwenden). Gut ist, daß es einen Failsafe-Modus gibt, in dem man z.B. "sax2" für die X-Windows-Konfiguration ausführen kann. Im Zweifelsfall kann man auch "init 3" benutzen, um die grafischen Dienste herunterzufahren, falls es damit Probleme gibt (der Systemverwaltungsbenutzer heißt übrigens "root", für die UNIX-Neulinge, die sich eigentlich gar nicht damit rumplagen müßten, wenn es solche Probleme nicht gäbe; man kann übrigens mit Strg-Alt-F1 bis Strg-Alt-F9 bzw. mit der Windows- oder Pinguin-Taste (falls vorhanden) auf die virtuellen Terminals von Linux zugreifen, also auf andere Bildschirme umschalten; mit Strg-Alt-Rückschritttaste kann man den X-Server abschießen).
Man sollte sofort nach der Installation (falls sie geklappt hat, und die vielen Adrenalinschübe nicht zur Zerstörung des Computers oder der SuSE-DVD geführt haben) auf die Webseite von OpenSuSE.Org gehen und anschließend die Support-Datenbank durchstöbern. Dort findet man nützliche Hinweise, um die Probleme mit der Standard-Release zu beheben. Z.B. muß man dem YaST2 Online-Updater zunächst einen Mirror-Server geben, von dem man Updates herunterladen kann. Dann muß man YaST2 updaten. Anschließend geht alles seinen gewohnten SuSE-Gang, d.h. man installiert erstmal etliche Patches und Updates, und das System wird mit der Zeit immer besser. Dort findet man übrigens auch die Pakete zu Xgl und Compiz, sowie deren Updates.
Mit Xgl und Compiz läßt sich der Desktop dramatisch modernisieren, weil OpenGL als Basis für die Darstellung verwendet wird, und man kann dann z.B. zoomen, die Desktops (hier "Viewports" genannt) aufklappen, drehen usw. Fenster fühlen sich beim Verschieben wie Gummimatten an, usw.; außerdem geht generell das Zeichnen von Fenstern deutlich schneller, weil hardwarebeschleunigt -- man sollte bei der Verwendung von Xgl jedoch beachten, daß die Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist, sowie, daß einige 3D-Anwendungen mit Xgl nicht klarkommen (um einige SuSE 3D Anwendungen ausführen zu können, muß man zudem ein Script ersetzen, das auf das Vorhandensein von 3D-Hardwarebeschleunigung prüft), sowie daß etliche X-Video Anwendungen mit Xgl nicht richtig funktionieren. Jedoch ein dickes Lob für SuSE, daß sie es geschafft haben, Xgl und Compiz quasi für jedermann/jedefrau zugänglich zu machen. Von Hand die Pakete ans Laufen zu bekommen wäre ziemlich schwierig.
Sehr positiv (als Programmierer) fand ich, daß Kernel 2.6.16 und GCC 4.1.0 ausgeliefert werden.
Da der C++-Teil von GCC 4.x weitestgehend der ISO C++ Norm entspricht, muß man allerdings beim manuellen Compilieren etlicher aus dem Internet heruntergeladener Pakete, die nicht standardkonform programmiert sind, zum Texteditor greifen, oder auf die Anwendung der Pakete verzichten.
SuSE-typisch ist, daß etliche mitgelieferte Pakete überhaupt nicht oder nur eingeschränkt funktionieren, also völlig ungetestet sind. Wie z.B. Audacity, das wichtigste Audio-Bearbeitungstool für Linux. Bei der von SuSE ausgelieferten Version funktioniert die OSS-Unterstützung nur eingeschränkt, und die ALSA-Unterstützung funktioniert überhaupt nicht, und die aktuelle Position in der Audio-Datei wird falsch angezeigt. Will man das Problem lösen, muß man z.B. den aktuellen Source herunterladen, das wxGTK Developer Kit nachinstallieren, einen Fehler im Quelltext korrigieren, und nach der Installation das Desktopfile anpassen. Danach läuft Audacity mit OSS einwandfrei, die aktuelle Audioposition wird richtig angezeigt, und ALSA-Support fehlt dann völlig.
Positives Gegenbeispiel: KDETV, zum Fernsehgucken mit der TV-Karte, das unter SuSE Linux 10.1 einwandfrei läuft.
Nichts ungewöhnliches also an der Linux-Front: Probleme gibt es, vor allem durch die Unterschiedlichkeit der vielen Systemumgebungen, und sie sind nicht immer ohne Weiteres lösbar. Jedoch ist SuSE Linux definitiv das komfortableste Linux, was man sich antun kann, vor allem, weil sehr viel vorkonfiguriert ist, und weil es eine automatische Updatemöglichkeit gibt.
Noch eine Bemerkung zur USB-Unterstützung: Wenn man GNOME verwendet, sollte man Drucker, einmal eingerichtet, tunlichst nicht ausschalten, weil man sie sonst jedesmal neu konfigurieren muß (Fehler im CUPS-Support von GNOME?). Mein Scanner läuft nur an einem Systemport, nicht an einem USB Hub. Die SuSE-Scanner-Konfiguration hängt sich gerne auf, wenn etwas nicht funktioniert (dann hilft nur noch ein xkill von der Kommandozeile).
Unerfahrene UNIX-Benutzer sollten bei Problemen getrost zum Telefon greifen und die Hotline nerven, damit sowas wie der ungetestete Ausliefer-YaST nicht mehr vorkommt, oder aber die Hilfe von Freunden oder Bekannten in Anspruch nehmen, die sich mit Linux oder UNIXen generell ein wenig auskennen.
Eine Bemerkung noch am Rande: Unverständlich ist für mich, warum Novell z.B. für DVD-, WMA-/WMV- und MP3-Support, sowie für die Treiber von NVidia und ATI nicht einfach entsprechende Lizenzen erwirbt. Schließlich kostet SuSE Linux ja Geld!
Unter Vorbehalt sei noch zu erwähnen, daß sich Support für DVDs, WMA/WMV-Dateien und MP3 mit Paketen aus dem Internet nachinstallieren läßt (Stichworte Xine und Lame). Dabei ist jedoch zu beachten, daß die Legalität dieser Lösungen umstritten ist, da es keine offiziellen, lizenzgebenden Lösungen sind.
Alles in allem kann man SuSE Linux 10.1, wenn man es geschafft hat, alles zum Laufen zu bringen, nicht nur als Alternative zu Windows XP, sondern auch als weitaus besser bezeichnen. Ich benutze seit Jahren nur noch Linux, und brauche Windows überhaupt nicht mehr.
Inzwischen hat sich SuSE Linux 10.1 bei mir selbst vernichtet: Nach einer Update-Installation (ueber das Installationsprogramm der DVD, zur Reparatur eines vermeintlich beschaedigten Systems) liess sich der Online-Updater ueberhaupt nicht mehr zum Laufen bringen. Ich bin wieder auf Slackware Linux umgestiegen, und von diesem auf FreeBSD ...